Murmansk: Hier ist nicht Köln

 


Ein Festhalten am Bau des Basistunnels ist aus dieser Sicht nicht möglich.

2. Aktuelle Ölpreisentwicklung


Preise für physisches Öl folgen den Börsenpreisen direkt oder in vertraglich festgelegter Näherung. Das Festlegen der Preise erfolgt dabei rasend schnell mit wachsender Geschwindigkeit. Das ist eine Voraussetzung, um diese Rohölsorten an der Börse als Kontrakt zu handeln und sie als Referenz für die Preisbildung ähnlicher Produkte zu verwenden.

Deshalb eignet sich dieser Kontrakt besonders gut als reines Finanzprodukt. Neben den oben aufgeführten Hauptkonditionen gibt es weitere Spezifikationen der Produkte wie Dichte, Schwefelgehalt und andere Inhaltsstoffe. Langfristige Handelsabkommen für Öl können zwischen den Vertragsparteien vollkommen frei formuliert werden. Häufig lehnt sich ihre Preisgestaltung an die Börsennotierung einer Referenzsorte an.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Eigenschaften des zu handelnden Öls identisch mit einer Referenzsorte sind. Deshalb wird der Vertragspreis mit errechneten Auf- oder Abschlägen zum börslichen Referenzpreis versehen. Über das letzte Barrel Öl zu sprechen, war im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends beliebt und gefürchtet. Es steht für die maximal mögliche Förderung von Erdöl. In vielen Ölländern war sie längst erreicht. Danach setzte der erbarmungslose Schwund der Fördermengen ein, wie es Daten aus der Zeit nahe legten.

Als Konsequenz der physischen Begrenztheit des Materiellen schossen die Rohölpreise in schwindelerregende Höhen von über Dollar pro Barrel auf einer unbegrenzten Panikskala.

Und das war nur der Anfang. Energieexperten überboten sich mit verwegenen Preisprognosen für das absehbare Ende des Öls. Das letzte Barrel würde teuer werden. Zentralbanken begannen schon mal mit dem Geldschöpfen, um wenigsten nominell den Erfordernissen einer nicht allzu fernen Zukunft gerecht werden zu können.

Als initiales Ereignis für den Wahnsinn kam die Finanzkrise gerade recht. Im Laufe des Jahres riss der rasante Preisanstieg, der durch den Beginn der Finanzkrise eine kräftige Korrektur erhielt, plötzlich ab. In brachen die Ölpreise sogar ein. In Fachkreisen war es indes verschwunden. Hubbert kam zu der Erkenntnis, dass die Ausbeutung eines Ölfelds im Stil einer Glockenkurve verläuft. Nach der Inbetriebnahme wird die Produktion exponentiell gesteigert, bis sie ein Maximum erreicht.

Nach erreichen dieses Peaks fällt die Förderkurve spiegelbildlich auf Null zurück. Dafür erntete er viel Kritik aus der Öl-Szene. Aber er sollte recht behalten. Was Hubbert nicht zutreffend vorhersagte, waren technische und ökonomische Entwicklungen. Um das zu begreifen, muss man zunächst die simple Vorstellung, unter der Erde seien Ölseen oder Ölkavernen, aufgeben.

Öl ist dort nicht frei vorhanden, sondern in Gesteinsformationen gebunden vergleichbar mit einem festen Schwamm. Das Abpumpen kann nicht mit beliebiger Geschwindigkeit erfolgen. Es hat unter Berücksichtigung der natürlichen Flussgeschwindigkeit im beherbergenden Gestein zu geschehen. Leerpumpen kann man die Formation nicht. Es bleibt immer ein Restbestand an Rohöl im Feld zurück. Das Wort Rest ist, mit Verlaub, kaum zutreffend.

Bei der sogenannten Primärförderung mit Pumpen werden nämlich höchstens 20 Prozent des Ölbestands zu Tage gefördert. Lange glaubte man, dass die im Feld verbliebenen Mengen unter wirtschaftlichen Bedingungen nicht förderbar seien.

In Ölreserve-Betrachtungen kamen sie nicht vor. Das ist mittlerweile anders. Dadurch wird verteiltes Öl in obere Schichten gedrückt, wo es als Emulsion abgepumpt werden kann. Diese Phase der Ölförderung wird noch einige technische Spitzfindigkeiten hervorbringen. An ihrem Ende werden dennoch keine 40 Prozent der vorhandenen Ressourcen aus dem Boden geholt sein.

Heute stellt sich nicht die Frage, wann das letzte Barrel Öl gefördert wird, sondern ob es überhaupt von nutzbarem Interesse ist. Damit erübrigt sich die Frage nach seinem Preis. Man geht derzeit nicht davon aus, dass die Menschheit eines Tages unter Peak Oil leiden wird, sondern unter der Vergiftung der Atmosphäre durch zu viel verfeuerte fossile Kraft- und Brennstoffe.

Deshalb werden Menschen die Nutzung von Kohle, Mineralöl und Gas früher oder später freiwillig reduzieren. Das aus der Erde geförderte, unbehandelte Öl wird allgemein als Rohöl bezeichnet. In allen Fällen geschieht die Beimengung weit vor dem ersten direkten Kontaktpunkt mit dem Menschen. Moderne Bohrtechnologie erlaubt Distanzen von zehn Kilometern und mehr zwischen dem geologischen Lagerort des Erdöls und dem Bohrpunkt auf der Erdoberfläche.

Dabei wird nicht nur vertikal in die Tiefe gebohrt, sondern auch horizontal in die Länge, um Lagerstätten seitlich zu treffen, wenn diese beispielsweise im Meer liegen und von Land erschlossen werden sollen. Das zutage geförderte Rohöl muss in einem ersten Schritt gereinigt werden. Der eigentliche Veredelungsprozess findet danach in den Raffinerien an Land statt. Hier beginnt der Wirtschaftsteil, der in der Fachsprache Downstream genannt wird.

Neben der Raffinierung umfasst er Marketing, Vertrieb und Distribution. In der Kosten- und Preisentwicklung kommen darüber hinaus Steuern hinzu. Die Verarbeitung von Rohöl zu Produkten ist nach der Förderung ein weiterer Teil der Mineralölwirtschaft , auch hier können Über- und Unterkapazitäten für erhebliche Preisbewegungen sorgen. Moderne Raffinerien steigern die Produktenaufkommen, ohne dafür zusätzliches Rohöl zu verarbeiten. Das Raffinieren in seiner einfachsten Form ist eine Destillation, also das Kochen von Rohöl zu dem Zweck, das abkühlende Kondensat in Hauptprodukte zu fraktionieren.

Weitere Schritte im Verarbeitungsprozess reinigen die Fraktionen Hauptprodukte von Schwefel und anderen unerwünschten Bestandteilen. Die beim Destillieren erzeugten Hauptprodukte sind in der Reihenfolge ihrer Dichte sehr leichtes Flüssiggas , Rohbenzin , Mitteldestillate als Kerosin , Diesel und Heizöl , sowie der schwere Rest als ein Gemisch aus schwerem Heizöl und noch schwereren Rohölkomponenten.

Die Marktpreise dieser Produkte differieren stark. Deshalb investieren Mineralölverarbeitungsunternehmen gewaltige Summen in Konversionsanlagen, die den schweren, billigen Rest in leichte, teure Fraktionen überführen. Der Unterschied zwischen Diesel und Heizöl besteht in den meisten Ländern übrigens nur im Schwefelgehalt als Produkteigenschaft und im Steuersatz als Fiskaleigenschaft. Bis Heizöl den Lagertank eines Verbrauchers erreicht, hat es eine stationsreiche Transport- und Wandlungsstrecke hinter sich.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Bereiche. Der Bereich zwischen Bohrloch und Raffinerie wird Upstream genannt. Ab der Raffinerie bis zum Endverbraucher-Tank spricht man von Downstream.

Upstream besteht die Infrastruktur üblicherweise aus Pipelines, Seeschiffen und Tankzügen. Häufig werden in diesem Bereich Reinigungsanlagen durchlaufen. Bis zu diesem Punkt sind die relativ geringen Kosten des Upstream-Transports in den börsengeprägten Warenpreisen üblicherweise enthalten. Verbrauchern werden Heizölpreise ebenfalls inklusive Transportkosten genannt.

Mineralölkaufleute kalkulieren indes mit getrennten Kosten und Preisen für Ware und Transport. Nur so lassen sich unterschiedliche Heizölpreise bei Sammelbestellungen darstellen.

Die Warenkosten sind für eine oder fünf Abnehmer einer Bestellung gleich. Rabatte werden einzig aufgrund reduzierter Transportkosten bei nahegelegenen Entladestellen gewährt. Diese Kosten gehörten bereits zum letzten Teil der gesamten Transportkette, der Fahrt zum Verbrauchertank. Bevor das Heizöl mit dem passenden Tankwagen dorthin transportiert werden kann, wird es in eins von über einhundert Auslieferungslager in Deutschland verfrachtet.

Die Transportmittel haben unterschiedliche Preise. Am günstigsten ist die Pipeline. Ihre Kosten sind so gut wie unabhängig von der Länge der Transportstrecke. Die Preise für Schiffsladungen liegen dazwischen. Der Norden wird über die Seeschifffahrt versorgt. Neben den genannten Heizöltransportstrecken existieren in allen genannten Regionen Raffinerien, die unter anderem Heizöl produzieren. Sie werden per Pipeline mit Rohöl beliefert. Der Süden und Südwesten ist auf diese Weise an das Mittelmeer angeschlossen.

Die Vielfalt der Versorgungswege dient der Risikominimierung. Mit unserem Newsletter bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Unser Preiswecker mit Wunschpreisfunktion. So einfach sparen Sie beim Heizölkauf. Wunschpreis eingeben und fertig! Der Preiswecker wird bei Erreichen des Wunschpreises einmalig versendet. Abgabenerhebungen können insofern nicht mit absoluter Sicherheit vor dem Tag der elektronischen Erfassung im Abfertigungssystem beim Zollamt ermittelt werden.

Ein deutsches Zollamt erhebt z. Sie sind je nach Art der Sendung unterschiedlich Art. Zu beachten ist jedoch, dass zu dem Warenwert bspw. Unterschieden wird hier in die Begriff Zollkontingent und Zollplafonds. Bei einem Zollkontingent ist sofort nach dessen Ausschöpfung ungültig, der normale Zollsatz ist wieder relevant. Im Gegensatz hierzu muss bei einem Zollplafond nach der Ausschöpfung durch eine Verordnung der Zollsatz wieder eingesetzt werden.

Fiskalzölle nennt man Zölle, die erhoben werden um Staatseinnahmen zu generieren. In der Europäischen Union stehen diese Einnahmen der EU direkt zu und müssen von den erhebenden Mitgliedstaaten abgeführt werden. Für manche Entwicklungsländer sind Fiskalzölle auf Importwaren eine relativ einfache Möglichkeit zur Devisenbeschaffung und werden dementsprechend hoch angesetzt.

Prohibitivzoll ist ein Zoll mit ausreichender Höhe, um den Import von Produkten für ausländische Produzenten so unwirtschaftlich zu machen, dass dieser völlig zum Erliegen kommt. Faktisch wirkt er wie ein Einfuhrverbot. Zölle werden auch mit der Absicht erhoben, die heimische Produktion vor günstiger ausländischer Konkurrenz zu schützen Protektionismus. Sie sind auch bekannt unter der Bezeichnung tarifäres Handelshemmnis. Der Marktzugang für ausländische Anbieter wird durch einen Schutzzoll zum Teil auch Sonderzoll genannt erschwert, da die Waren teurer werden.

Die heimische Produktion wird dadurch, relativ gesehen, günstiger. Laut EU-Regulativen dürfen reguläre Schutzzölle safeguards ohne Beleg für Dumping- oder Subventionsvorwürfe erhoben werden, wenn Einfuhren unvorhergesehen stark ansteigen und bei den heimischen Herstellern vergleichbarer Waren ernsthafte Schäden verursachen.

Die Schäden müssen schwerwiegender sein als bei Antidumping- und Antisubventionszöllen gefordert. Liegen die Weltmarktpreise für ein in der heimischen Marktwirtschaft knappes Gut höher, als die Preise in der heimischen Marktwirtschaft selbst, werden auch Ausfuhrabgaben erhoben, um den Export dieses Gutes unattraktiver zu machen. Sie werden in der Regel an die Unterschreitung eines bestimmten Zollwertes bei der Einfuhr geknüpft. Ein Zoll, der als Ausgleich für entsprechende Einfuhrbeschränkungen eines anderen Landes eingeführt wird.

Der Zoll wirkt für sich genommen wohlfahrtsverbessernd auf Kosten des anderen Landes. Es kann aber einen Zollkrieg mit wechselseitigen Zollerhöhungen auslösen. Eine besondere Form des Schutzzolls ist der Erziehungszoll. Der Hintergrund ist, dass bei vollständigem Freihandel zwischen entwickelten und unterentwickelten Staaten die internationale Arbeitsteilung dazu führt, dass sich unterentwickelte Staaten auf technisch anspruchslose Produktion spezialisieren.

Der Erziehungszoll soll inländischen Unternehmungen die Möglichkeit geben, ihre Produktion Weltmarktstandards anzupassen. In einer Übergangsphase, in welcher der Erziehungszoll erhoben wird, sollen die nationalen Produzenten von internationalem Konkurrenzdruck entlastet werden, damit sich diese technologisch weiterentwickeln, die Produktionsbedingungen verbessern und die Produktionskosten senken können. Nach dieser Übergangszeit soll der Erziehungszoll abgebaut werden und einheimische Produktion auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein.

Die Idee des Erziehungszolls ist weitgehend anerkannt, allerdings ergeben sich in der praktischen Anwendung erhebliche Probleme. Auch haben Unternehmer in den meisten Ländern Einfluss auf die Politik und werden so stets bemüht sein, einen solchen Zoll für ihre Produkte möglichst lange zu erhalten. In der Summe kann ein solcher Zoll volkswirtschaftlich erst dann einen nationalen Vorteil gegenüber dem Weltmarkt bewirken, wenn der Wohlfahrtsverlust durch die Einführung des Zolls durch Wohlfahrtssteigerung nach Wegfall des Zolls überkompensiert wird.

Der Optimalzoll versucht diesen Preiseffekt auszunutzen. Wird die Nachfrage nach einem Importgut durch die Erhebung eines Zollsatzes reduziert da das Gut im Inland teurer wird , fällt der Weltmarktpreis des Gutes und die terms-of-trade des importierenden Landes verbessern sich. Für eine gegebene Anzahl exportierter Güter kann das Land nun mehr Güter importieren als zuvor. Zölle haben Auswirkungen auf die Wohlfahrt eines Landes.

Bei einem kleinen Land kommt es zu keiner Änderung des weltweiten Preisniveaus. Die Produzentenrente steigt es wird ein höherer Preis festgelegt und die Staatseinnahmen steigen. Beide Effekte führen zu Wohlfahrtsteigerungen. Gleichzeitig sinkt allerdings die Konsumentenrente es wird weniger nachgefragt und ein höherer Preis gezahlt.

Dies führt zu negativen Wohlfahrtseffekten: Da in einem kleinen Land die negativen Effekte stets überwiegen, kommt es in Summe stets zu einem Wohlfahrtsverlust. Die Erhebung von Zoll hat Auswirkungen auf den Weltmarktpreis, der aufgrund der sinkenden Nachfrage fällt. Die Folge ist ein positiver Effekt auf die Terms of Trade. Die Europäische Union ist eine Zollunion , innerhalb derer keine Zölle erhoben werden.

Zuständig für die Verwaltung der Zölle sind dagegen die Mitgliedstaaten z. Rechtliche Grundlage sind Art. Einfuhrzoll fällt erst bei Verbringung der Waren aus dem Freihafen in die Gemeinschaft an. In Österreich wurden Freilager und Freizonen früher Zollfreilager errichtet. Diese sind meist im Rahmen von Donauhäfen , wie Linz , Krems oder Wien , Flughäfen , aber auch bei Warenlagern von Speditionen und anderen einschlägigen Firmen situiert. In der Schweiz obliegt sowohl die Gesetzgebungshoheit als auch die Verwaltung direkt dem Staat.