Baugeld-Rechner: Baufinanzierungen im Vergleich

 

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II. TEIL – VERSUCH EINES NEUAUFBAUS

Vorwort zur Internet-Fassung Dieser Text war ursprünglich mal nur für den Bekanntenkreis gedacht. Deshalb hat er auch keinen anderen Titel als»Peter Möller – Meine Philosophie«.

Teilziele setzen, indem er mir aufzeigt, was ich tun muss, um die von meinem Willen gesetzten Ziele zu erreichen. Alle ethischen Grundaussagen sind bedingt durch meinen Willen! Er kann nur und muss! Mein Verstand hilft bei der Entstehung des Willens und bei der Realisierung dessen, was ich will. Er hat eine dienende Funktion. Nun ist es so, dass ich trotz unterschiedlicher und z. Drittens werden auch die individuellen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen eine Rolle spielen.

Viertens spielt auch die Vernunft, bzw. Es ist also letztlich eine egoistische Motivation. Ich kann aber nicht wissen, ob ich mich auch in Zukunft an diesen Vorsatz halten werde. In letzter Instanz kann ich jederzeit das machen, was ich in diesem Moment gerade machen will.

Ich kann nur sagen: Ich will das nicht! Und die meisten anderen Menschen wollen das auch nicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir im praktischen Leben eine gewisse Menge an ethischen Dogmen brauchen, z.

Er kann es ab einer bestimmten Stufen nicht wieder verlernen. Wenn wir mal von Hirnverletzungen oder Geisteskrankheit absehen. Es ist nicht mehr die Frage, was man davon hat. Das Leben wird dadurch nicht leichter. Menschen mit einem festen Glauben, egal welchen Inhalts, kommen im Leben wahrscheinlich besser zurecht.

Denn ihrer ist das Himmelreich. Ein solcher Mensch ist zur Orientierungslosigkeit, ist zur Freiheit verurteilt! Vielleicht eine vergebliche Hoffnung. Eine Reihe von Gedanken haben mich dazu veranlasst, diese Auffassung, die ich selbst lange Zeit vertreten habe, zu bezweifeln. Bis zum Ende des Jahrhunderts war der philosophische Materiebegriff identisch mit dem physikalischen Materiebegriff. Bewegung ohne etwas, das sich bewegt, ist mir nicht vorstellbar.

Und dann hat sich diese Materie im Verlaufe der subatomaren, molekularen und biotischen Evolution aus einfachen zu immer komplexeren Formen entwickelt. Bei den Tieren gibt es Vorformen. Nun frage ich mich, warum macht die Materie das?

Er ist ein sich wissendes, Leid und Freude bewusst erlebendes Wesen. Es ist dem Einzelnen jedenfalls mir! Und es ist etwas ganz anderes als die Materie. Heute sehe ich es so, dass Materie im unmittelbaren Erleben eine spezifische Form von Bewusstsein ist, mithin in der philosophischen Betrachtung nichts grundverschiedenes. Ich kann ein Gehirn in ein Reagenzglas tun, aber kein menschliches Bewusstsein.

Aber dann fiel mir auf, dass ich nur den zweiten cartesischen Gottesbeweis nachempfunden hatte. Nach Descartes kann das Vollkommenere nicht das Produkt des weniger Vollkommenen sein. Dann sind wir z. Und so Bewusstsein entsteht. Ich habe mir mal mit einem Hammer auf den Finger gehauen und als der Schmerz soweit abgeklungen war, dass ich wieder denken konnte, da fiel mir auf, dass mir nicht nur der Finger weh tat, sondern dass auch das Wissen um den Schmerz in meinem Finger war und nicht in meinem Kopf.

Mir fiel in dieser Situation schlag! Kant und die moderne Naturwissenschaft behauptet , wie kommt dann diese Welt wieder aus meinem Kopf heraus? Denn in meinem unmittelbaren Erleben ist die Welt nicht in meinem Kopf, sondern um mich herum.

Die Wahrscheinlichkeit war gleich Null! Meine Skepsis an dieser Vorstellung habe ich in Anmerkung 70 dargelegt. Mein Vater hat in seinem Leben wahrscheinlich einige Trillionen Spermien erzeugt. Auch ohne den 2. Genauso verstehe ich es nicht.

Ich glaube nicht, dass irgendein Gott aus dem Nichts die materielle Welt geschaffen hat, sondern das die Materie nur in Form der Vorstellung des Geistes existiert.

Da ich aber, wie im 6. Wieso denn gerade meine Seele? Sie ist schon in ihren elementarsten Formen auch Geist, hat Vorformen von Bewusstheit.

Es ist immer nur eine Frage der Betrachtung. Aber die naturwissenschaftliche These, dass der Geist vom Gehirn produziert wird und mit diesem auch wieder vergeht, ist eine unbeweisbare Behauptung.

Wenn ein Mensch gestorben ist, d. Dass mein Bewusstsein irgendwann entstanden ist und irgendwann wieder vergehen wird, ist eine Vermutung, genauso wie die These, dass es auch noch andere individuelle Bewusstseins gibt, die entstehen und vergehen.

So schlimm scheint der Tod nicht zu sein. Es hat sich jedenfalls noch kein Toter beschwert. Denn solange wir sind, ist er nicht da, wenn er aber da ist, sind wir nicht mehr vorhanden. Indem man eine bestimmte Spekulation zu seinem Glauben oder zumindest zu seiner Hoffnung macht und damit eine Lebens- und Sterbehilfe hat. In diesem zweiten Sinn sind meine Spekulationen zu verstehen.

Am plausibelsten erscheint mir, dass ich als Teil eines umfassenden Weltbewusstseins schon immer existent war. Es ist mir klar, dass dies alles Spekulationen sind, denen man viele andere Spekulationen entgegenstellen kann.

Ich will auch nicht verhehlen, dass mir diese Spekulationen sehr sympathisch sind und deswegen auch mein Wunschdenken hier eine Rolle spielt. Man sieht dann vielleicht manches nicht mehr so verbissen. In der Religion wird an etwas geglaubt, z. An den Aussagen der Religion wird nicht gezweifelt. Es darf alles hinterfragt werden, es darf alles bezweifelt werden. Man versucht in einem Prozess des Nachdenkens und der Diskussion mit anderen der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Glauben im Sinne von Wissen! Und Religionen sind immer dogmatisch. Pantheismus bedeutet, die Natur, die Welt ist mit Gott identisch. Die offizielle christliche Lehre sagt, Gott hat die Welt und die Menschen geschaffen. Die materielle Welt ist nur ein Teil der Welt und des Seins.

Es kommt immer darauf an, von welcher Basis aus bzw. Die zweiwertige Logik ist im praktischen Leben unverzichtbar, aber sie allein reicht nicht aus, um die Welt zu verstehen. Alle Gegensatzpaare sind untrennbar. Jeder Pol eines Gegensatzes hat nur einen Sinn oder nur eine Existenz, weil es den entgegengesetzten Pol gibt.

Alles entsteht und vergeht. Es bewegt sich nur dort etwas, wo ein Gegensatz, ein Widerspruch vorhanden ist. Es kommt nur darauf an, innerhalb welchen Bezugsrahmens man es betrachtet. Keine der beiden Aussagen ist wahrer als die andere. Auch wenn in einem Satz oder einer ganzen Geschichte nur einer dieser beiden Begriffe vorkommt, ist der andere immer stillschweigend mit vorhanden. Aber scheinbar nicht bei allen.

Auch hierzu kommen Beispiele. Alle Menschen sind gleich und doch sind alle Menschen ungleich. Man wird nie zwei Menschen finden, an denen nicht irgendetwas gleich und irgendetwas ungleich ist. Jeder Mensch hat einen Kopf und ein Gehirn darin. Dies ist allen Menschen gleich. Aber auch jeder Mensch hat seine ganz spezifischen Erbanlagen. Der zweiwertigen Logik nach bewegt sich ein Gegenstand entweder, oder er bewegt sich nicht.

Die zweiwertige Logik kennt nichts Drittes. Aber die Wirklichkeit kennt es. Keine Aussage ist wahrer als die andere. Wenn ich hungrig bin, dann bin ich nicht gleichzeitig nichthungrig. Wenn ich Schmerzen habe, dann bin ich nicht zugleich schmerzfrei.

Aber auch hier gilt zumindest, dass die Gegensatzpaare nur gemeinsam einen Sinn haben. Ich kann nur Schmerz erleben, weil ich den Zustand der Schmerzlosigkeit kenne. Wenn ich die Bewegung hinzuziehe, dann stimmt es doch wieder, dann bin ich doch das eine wie das andere. Sehende Menschen glauben, dass Blinde in Dunkelheit leben. Es ist in ihrer Welt nicht dunkel. Nehmen wir einen Wald.

Der Wald ist eine Abstraktion oder eine Zusammenfassung meines Geistes. Aber Materie ist nach der heute vorherrschenden physikalischen Lehrmeinung doch Energie, also Bewegung.

Aber was bewegt sich da? Vielleicht sind es zum Schluss nur noch die Gedanken des Weltgeistes, die sich bewegen. Beide Standpunkte haben gute Argumente. Wenn es so ist, dass Materie und Energie, also Bewegung, untrennbar sind, das eine ohne das andere nicht existieren kann, ja beides sogar identisch ist bzw. Und so mag es auch mit dem Subjekt-Objekt Problem sein. In meinem unmittelbaren Erleben unterscheide ich zwischen Subjekt und Objekt.

Ist es da nicht sinnvoll zu sagen, alles ist subjektiv und alles ist objektiv, es kommt immer nur darauf an, wie man es gerade betrachtet? Ich bin ein erlebendes Wesen.

Ich bin identisch mit meinen Erlebnissen. Neue kommen, alte verschwinden. Damals war ich ein sehr junger, ungebildeter, auf einem qualitativ anderen geistigen Niveau existierender Hilfsarbeiter ohne Volksschulabschluss. Bin ich also noch der, der ich damals war? Ich bin es und ich bin es nicht! Ich war es und ich war es nicht. Ich werde es sein und ich werde es nicht sein.

Ich bin die Summe meiner Erlebnisse. Aber auch die Welt ist die Summe meiner Erlebnisse. Trotzdem unterscheide ich zwischen mir und der Welt. Ich bin die ganze Welt und doch nur ein Teil von ihr. Oder ist es so, wie Hegel meint, das Sein und das Nichts sind das Gleiche?

Und gleichzeitig doch nicht das Gleiche! Wenn man ausgehend von einem naiven oder auch kritischen Realismus bzw. Er will immer was. Wenn es ihm gelingt, das, was er will, zu realisieren, dann empfindet er dies als gerecht, als gut. Nur eine kleine Auswahl um dies zu verdeutlichen: Dies geht meistens unbewusst vor sich. Die neugeborenen Menschen wachsen nun in eine bestimmte Gesellschaft hinein und verinnerlichen die dort herrschenden Wertvorstellungen.

Irgendwann im Verlaufe der Evolution bzw. Die verinnerlichten und die selbst gebildeten Wertvorstellungen sind die Ideale im ethischen Sinne , die ein Mensch hat. Wobei es bei Tieren Vorformen geben kann. Die Menschen neigen dazu, sich mit denen zu vergleichen, denen es besser geht, oder von denen sie dies jedenfalls annehmen was ja nicht unbedingt stimmen muss und denken dann: Aber die Menschen neigen schon viel weniger dazu, sich mit denen zu vergleichen, denen es schlechter geht und zu fragen: Das ist doch ungerecht, dass es denen schlechter geht.

Wobei es mir ja gar nicht um eine Moralpredigt geht, sondern um die Einsicht, dass die Menschen sich mit einem solchen Verhalten nur selbst schaden. Die verschiedenen Menschen haben unterschiedliche und z.

Das einfachste und archaischste Beispiel ist, dass ein Lebewesen ein anderes Lebewesen frisst! Man findet einen Kompromiss. Auf diese Weise geschieht beiden ein bisschen Recht und ein bisschen Unrecht.

Aber nicht nur zwischen den verschiedenen Menschen, auch innerhalb eines einzelnen Menschen gibt es verschiedene z. Wo kein Wille ist, ist kein Leben. Jede andere Art der Begrenzung lehne ich ab.

Wenn man etwas nicht mehr macht, was man lange Zeit gemacht hat, dann muss das nicht notwendigerweise bedeuten, dass man in Zukunft darauf verzichtet. Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: In der Zeit von bis habe ich geraucht und ca.

Leider habe ich nach einer gewissen Zeit wieder angefangen. Im Gegensatz zu den ersten Jahren verzichte ich heute nicht mehr auf's Rauchen. Damit will ich nun nicht propagieren, dass man auf jedes Streben, auf jede Anstrengung verzichten sollte.

Man kann auch hier ins entgegengesetzte Extrem schlagen. Epikur hat schon das Wichtigste dazu gesagt: Und der Fortschritt der menschlichen Gesellschaft, der Wissenschaft und Technik hat wohl hier eine Ursache. Ich glaube, dass sich hieraus ein viel intensiveres, bzw. Es geht hier zuallererst einmal um eine Rangordnung. Ich kann diese Auffassung nicht von vornherein verwerfen. Vielleicht werde ich es im weiteren Verlauf meines Lebens mal in diese Richtung hin versuchen.

Unsere Psyche ist eben auch etwas dialektisches. Und noch eine wichtige Bemerkung zum Schluss: Und solche zwischenmenschlichen Beziehungen sollte man dann beenden.

Nun habe ich allerdings das Problem, wie ich das theoretisch als richtig erkannte, auch in die Praxis umsetze. Darunter scheint eine Welt von Trieben, Instinkten, im Verlaufe der Sozialisation Verinnerlichtem und im Laufe des Lebens entwickelter unbewusster Macken zu existieren. Dort sind diese Einsichten nicht! Sie sind dort noch nicht oder nur zu einem geringen Teil eingesickert. Zur rationalen Einsicht sollte noch die Selbstsuggestion treten, z. Jeder Mensch ist ein Egoist und zwar in doppelter Hinsicht.

Tendenziell ist es so: So kommt es z. Zur gleichen Zeit leben hunderte Millionen Menschen in bitterster Armut und zig Millionen verhungern jedes Jahr oder gehen an vermeidbaren Krankheiten zu Grunde. Mit dem Geld, das ich z. Aber ich tue es nicht. Welcher Linke, der mit seinem Auto zu einer Demo gegen die Ausbeutung der 3.

Eine besonders beliebte Methode ist, anderen, besonders reicheren, Egoismus vorzuwerfen. Aber dies wird wohl nie eintreten. Wenn zu mir jemand sagt: Manches, was ich am Ende dieses Zeitraumes gedacht habe, passt nicht so ganz zu dem, was ich am Anfang gedacht habe. Der Beginn des 7. Ebenso ist es mit der Erkenntnis, dass das Bewusstsein den Dingen selbst zukommt. Kapitel ist dass, was mich am wenigsten befriedigt.

Deshalb habe ich krampfhaft versucht, etwas zu finden. Ich bin kein Mensch ohne Ethik! Aber ich habe nur subjektiv hergeleitete Ethik. Das Zitat von William James 7. Das machen die allermeisten Menschen in diesem Alter nicht mehr.

Aber das ist bei Philosophen sehr oft der Fall. Kant war auch in dieser Zeit bereits ein bedeutender philosophischer und naturwissenschaftlicher Schriftsteller. Erst als ich diesen eigenen Weg gefunden hatte, fand ich viele meiner Auffassungen bei anderen Philosophen wieder, die diese Gedanken tiefer und breiter ausgearbeitet haben, als ich das konnte. Die Hirnforschung hat inzwischen festgestellt, dass das menschliche Gehirn in den ersten 20 Lebensjahren sehr plastisch, formbar ist.

Der Druck zur Formung seines Gehirns kann auch von einem selbst kommen! Die Literatur ist in der Literaturliste konkreter beschrieben. Dies ist aber nicht der Fall.

Wenn man seinen Kopf allzu sehr mit den Gedanken anderer vollstopft, dann besteht die Gefahr zu wenig eigene Gedanken zu entwickeln. Auf der anderen Seite gehen einem viele gute Anregungen verloren, wenn man zu wenig die Gedanken anderer kennen lernt.

Man muss, wie so oft im Leben, einen Mittelweg finden. Sie glauben an die Wissenschaft, wie die Menschen des Mittelalters an die Dogmen der katholischen Kirche geglaubt haben. Die werden sich sagen: Um uns herum existieren elektromagnetische Wellen der verschiedenen Frequenzen und verschiedenste Materieformen. Die selbst wieder zu Materie geronnene Energie , also Bewegung sind. Verschiedene Elementarteilchen bilden Atome der verschiedenen Art.

Einige der um uns herum existierenden Strahlungen und Materieformen haben eine Wirkung auf unsere Sinne, andere nicht. Unser Gehirn verarbeitet nun all diese eintreffenden Nervenimpulse zu der Welt, wie wir sie um uns herum wahrnehmen. Schwerkraft wird wissenschaftlich Gravitation genannt. Diese ist aber nicht unumstritten.

Es gibt viele alternative, konkurrierende Gravitationstheorien. Die Herkunft der Schwerkraft bzw. Zeichenprodukt ist, ist mit meiner Auffassung vereinbar. In Anspielung auf Kant: Eine Erkenntnis , zu der viele andere auch gekommen sind. Ein wichtiger Grundzug des Neukantianismus war der Verzicht auf das Ding an sich. Das ist eine objektive Wahrheit. Einstein soll einmal auf die Frage, ob zwei mal zwei vier seien, geantwortet haben: Er hat sich allerdings nicht daran gehalten, sondern war ein Absolutist reinsten Wassers.

Descartes hatte von Anfang an das Ziel, die Existenz Gottes und der Seele zu beweisen und zwar besser zu beweisen, als das die mittelalterliche Scholastik konnte. Seitdem ich die Erkenntnis habe, dass das Bewusstsein den Dinge selbst zukommt Siehe Ich habe aber bisher keine bessere Formulierung gefunden.

Ich war auf einer Party, in einem kleineren Saal. Alleine schon dadurch, dass wir Tiere schlachten, um sie zu essen oder Tierversuche in der Arzneimittelforschung betreiben. Ich behaupte nicht, dass ein Stein leidet, wenn er zerschlagen wird. Wohl auch nicht die Frucht, die gegessen wird. Aber der philosophische Zweifel bleibt. Hier ist eine Grauzone bzw.

Per aspera ad astra. Sein Gegner Protagoras fand dort die bessere Formulierung. Sartre ist trotz seiner Behauptung, dass die menschliche Existenz absurd und sinnlos sei, ein sehr moralischer Mensch. Kapitel war wie der gesamte 1. In diesem Sinne stehe ich heute noch zu diesen Aussagen.

Ich erscheine hier viel egoistischer und nihilistischer als ich im praktischen Leben bin. Besonders die Leser, die das 9. Kapitel nicht lesen, bzw.

Im Film sind nur statische Bilder, die Dynamik erleben lassen. Einen Beginn der Zeit konnte ich mir nicht vorstellen. Die Zeit ist identisch und gleichzeitig nicht identisch mit der Aufeinanderfolge? Wie ist es denn mit folgendem Gedanken: Einstein, der die Zeit als 4. Dimension ansah, sagte auch: Wo keine materiellen Dinge sind, ist der Raum nicht nur nicht feststellbar, er ist nicht existent, da er nur in Form der Ausgedehntheit materieller Dinge und deren Nebeneinander existiert.

Der Raum ist identisch und gleichzeitig nicht identisch mit den in ihm befindlichen Dingen? Auch hier scheint die Dialektik an ihre Grenzen zu kommen. Wie in der Natur so in der Gesellschaft: Ohne Bewegung keine Existenz. Die Relationen schaffen letztlich alles. Dieses Problem besteht nach dem Kapitel sowieso nicht mehr.

Ihre konkrete Bedeutung ist immer nur aus dem Zusammenhang ersichtlich. Nicht aber um mit ihr objektive Wahrheit zu erkennen. Mein einziges Einkommen kam aus Nebenjobs, die ich mir fast immer, wenn das Geld knapp wurde, neu suchen musste. In meinem Tagebuch aus dieser Zeit finden sich Eintragungen wie: A ngst, V erzweiflung, T od.

Der Stoizismus fordert allen Ereignissen, sowohl den positiven wie den negativen, mit Leidenschaftslosigkeit und Gelassenheit zu begegnen. Wer dies aber verabsolutiert, behauptet mehr zu wissen, als er wissen kann. Freiheit sei nur subjektiver Schein, da wir die Kausalketten nicht kennen, uns ihrer nicht bewusst seien. Die Frage ob Willensfreiheit oder Determination ist nicht beantwortbar. Das unmittelbare Erleben ist auch hier die einzige Sicherheit.

Ohne dabei zu erwachen. Und das will ich gerade nicht machen. Einfach zu wenig Evidenz. Erkennbar ist das am Beispiel der Gottesbeweise. Es gibt Philosophen, die meinen, die Existenz Gottes sei beweisbar. Andere Philosophen bestreiten dies. Es gibt aber keinen Philosophen, der versucht die Existenz von Rumpelstilzchen zu beweisen. Solche Geschichten nimmt keiner ernst.

Das unmittelbare Erleben zum Ausgangspunkt des Philosophierens machen. Siehe auch den philolex-Beitrag zu William James. Das Kapitel endet mit der wichtigsten Aussage, die Ditfurth nach meiner Auffassung gemacht hat: Die Welt ist oberhalb der von uns erreichten Stufe der Erkenntnis nicht zu Ende. Sie ist nach oben offen. Im Verlaufe der Geistes- und Wissenschaftsgeschichte ist es nicht nur vorgekommen, dass unbeantwortbare Fragen beantwortbar wurden, sondern es ist auch passiert, dass vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse unbeantwortbare Fragen sich als sinnlos herausgestellt haben.

How high is the sky? Welcher Ozean an welcher Stelle. Die zweite Frage hat sich als sinnlos herausgestellt.

Wie hoch ist der Himmel? Das ist nicht plausibel. Ich kann nicht wahrnehmen, dass mein Mitmensch wie ich ein bewusst erlebendes Subjekt ist. Aber wenn ich dies verabsolutiere, dann behaupte ich mehr zu wissen, als ich wissen kann. Eine Erkenntnis zu haben, muss nicht bedeuten, auch etwas von dieser Erkenntnis zu haben. Wer so denkt, dem halte ich entgegen: Wenn wir eine Theorie falsifiziert haben, ersetzen wir sie durch eine neue, die den Fehler der alten Theorie vermeidet.

Poppers Antwort auf das Erkenntnisproblem: Das war meine Antwort auf den erkenntnistheoretischen Pessimismus. Aber ich gebe auch eine Antwort auf den erkenntnistheoretischen Optimismus: Sicheres Wissen ist uns versagt. Dort wird aber nicht im wissenschaftlichen Sinne widerlegt, dort werden mit unmittelbarer Gewissheit Aussagen als naiv verworfen. Jeden Morgen geht die Sonne auf und Abends geht sie unter.

Ein Mensch, der hieraus eine absolute oder objektive Wahrheit macht, wird Probleme haben, wenn er nach Lappland kommt. Sie wird auf der Basis von Indizien aufgestellt. Kant behauptet, der Wille sei unmittelbar durch das moralische Gesetz bestimmbar. Das kann ich nicht nachvollziehen. Kants Grundgesetz der praktischen Vernunft lautet wie im 5. Kapitel schon kurz angesprochen: Grundsätzlich muss ich immer wieder betonen, dass wir nicht nur mit dem Problem tiefer Fröste rechnen müssen, sondern die Länge der Winter, intermittierende Winterverläufe, Niederschlagsstrukturen, die Länge der Vegetationsperiode, Bodenbeschaffenheit und Windverhältnisse einzukalkulieren haben.

Möglicherweise spielen auch der Salzgehalt der Luft und noch unerforschte biochronologische Phänomene eine wichtige Rolle. Von "Anbaugebieten" möchte ich daher nicht sprechen, eher von Gebieten für Experimente und Anbauversuche. Mit diesen Einschränkungen kommen grundsätzlich Lagen innerhalb der Winterhärtezonen 7b bis 8b in Frage.

Also auch die Nordseeküste mit ihrem stolzen Wert 8b. Allerdings limitieren dort die Kürze der Vegetationsperiode sowie fehlende Sommerhitze, häufige Niederschläge und starke Windereignisse die Chancen erheblich.

Die positiven Erfahrungen mit dem Anbau in der Kölner Bucht 8a markieren diese Region als das wohl nördlichste mit Einschränkungen sinnvolle Gebiet für Versuchsanlagen. Heute werden solche Prognosen weit in die Zukunft projiziert. Dass es ganz so linear und kalkulierbar doch nicht geht mit der Klimaerwärmung, hat sich inzwischen herumgesprochen. Sollte es aber einmal so weit sein, dürfte der Sprung des Olivenanbaus über die Alpen zumindest aus Liebhaberei und für Nischenprodukte absehbar werden.

Die Frage habe ich mir auch öfter gestellt. Aber ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass die Pflanzen v. Leccino sich am gewählten Standort wohl fühlen.

Auch Weinstöcke und andere in Deutschland wichtige Kulturpflanzen kommen ursprünglich aus wärmeren Klimazonen.

Und hat da nicht jemand erzählt, es gäbe in Deutschland bald keine "richtigen" Winter mehr? Also eine Zeitspanne, in der man ihn nicht mehr wird auf mögliche Irrtümer hin ansprechen können. Schützen sollte man bei starkem Frost immer. Und auch dann ist mit Erfrierungsschäden zu rechnen. Das Hauptproblem scheint mir, dass die Bäume bei uns im Winter zu häufig und bisweilen ganz erheblich geschwächt werden und wir nur selten mit befriedigenden Ernten oder überhaupt einem Fruchtertrag rechnen können, da die Bäume zunächst einmal ihr Kambium reparieren, neue Zweige und Blätter ansetzen müssen.

Ein zusätzliches Problem könnten die zunehmenden Niederschläge im Winter z. Nachdenklich sollten potentielle Olivenanbauer in unserer Region die Daten der privaten Wetterstation Kernen im Schwarzwald machen. Gab es bis durchschnittlich 58 Frosttage pro Jahr so stieg die Zahl für den Zeitraum auf 71 Tage. Analoges gilt für Karlsruhe. Bezogen auf Tage mit Frost im zweistelligen Bereich ist die Bilanz für Karlsruhe amtliche Daten im Vergleich zwar ausgeglichen - aber eben nicht mehr.

Nach verschiedenen Prognosen ist für unsere Region zudem künftig vermehrt mit niederschlagsreichen und stürmischen Winterhalbjahre zu rechnen.

Ich bin überzeugt, dass dieser Winter kein "Ausrutscher" war, sondern Teil eines langwelligen Rhythmus, worin wir uns gerade in einem Kaltwintertal befanden. Daher habe ich in weiteren Frostschutz s. Problematisch werden insbesondere die "Troglagen" mit arktischer Kaltluft, deren Zungen in den vergangenen Wintern bis in den Bereich Karlsruhe ragten. Olivenbäume sind ein starkes Symbol in diesem Kontext für Ausdauer und Anpassungsfähigkeit. Auch wenn sie nicht in jedem Klima gedeihen.

Ob in unserem künftigen, ist eine Frage, die mich aus persönlichen Gründen sehr interessiert. Gegen anthropogene Ursachen aktueller Klimaveränderungen anzugehen ist eine Sache, eine andere, mit Klimaveränderungen produktiv umzugehen. Nach meiner Auffassung muss beides geschehen. Dass Olivenbäume dabei in unserer Region eine taugliche Antwort sind, ist mir nach den Erfahrungen der vergangenen Winter und den neuesten Klimastudien allerdings fraglich geworden. Und sollte der Golfstrom infolge des Klimawandels tatsächlich versiegen, wie einige Studien befürchten lassen, werden wir uns warm anziehen müssen.

Studien zur Klimaerwärmung basieren weitgehend auf Durchschnittstemperaturen. Nur damit sind die gigantischen Datenmengen für globale Berechnungen noch handhabbar.

Für einen überschaubaren Bereich wie Karlsruhe kann ich mir differenziertere Untersuchungen erlauben und nach Höchst- und Niedrigsttemperaturen in bestimmten Monaten und in ihrer Entwicklung über Jahrzehnte schauen.

Auch dabei handelt es sich letztlich um die Betrachtung von Quantitäten. Durch relative Bestimmungen wie "Höchst-" oder "Tiefst-" kommt jedoch eine qualitative Dimension in diese Betrachtungsweise, weshalb ich sie - bei mitgedachten Anführungszeichen - als qualitativ bezeichne. Schauen wir nach Höchst- und Tiefsttemperaturen und deren Auftreten, ergibt sich ein erheblich differenzierteres Bild der Klimaentwicklung, mit teilweise konträren Schlussfolgerungen verglichen mit der globalen, durchschnittsbezogenen Klimaerwärmung für Agrarstrukturen.

Durchschnittstemperaturen besagen über die Möglichkeiten etwa eines Olivenanbaus schlichtweg gar nichts. Hier sind vor allem Tiefsttemperaturen und deren Verteilung, Schwankungsbreiten der Temperaturen, Dauer von Frostereignissen sowie die Verbindung von Feuchtigkeit und Frost relevant. Daten der privaten Wetterstation Kernen im Schwarzwald zeigen bis durchschnittlich 58 Frosttage pro Jahr, für den Zeitraum jedoch 71 Tage.

Betrachten wir die Tage mit Frost im zweistelligen Bereich in Karlsruhe, ist die Bilanz zwar ausgeglichen - jedoch ist an diesen Spitzen keine Erwärmungstendenz ablesbar. Betrachten wir die tiefsten Dezembertemperaturen unter Grad, so zeigen sich uns die Jahre ,1 , ,3 , ,8 , ,0 , ,7 , ,1 , ,6 , ,7 , ,6. Für den Januar ergeben sich: Für den Februar finden wir: Für den März gibt es einige interessante Sonderjahre, vor allem mit ,6 Grad am März, aber auch nicht ganz erreichend mit frostigen -9,7 am März und mit -9,1 Grad noch am Angesichts dieser Daten wird sicherlich niemand positive Prognosen für das Heimischwerden von Oliven in Deutschland abgeben wollen.

Was immer zur Klimaerwärmung grundsätzlich gesagt werden mag. Insbesondere da sich abzeichnet, dass sich in Deutschland das Klima stärker in Richtung "kontinental" ausprägt - mit stärkeren Extremen.

Die Hockeyschlägerkurve zur Erderwärmung, mit der Al Gore einige Jahre Klimapolitik machte, hat mich nie sonderlich überzeugt. Insgesamt gehe ich aber gleichfalls von einer Erwärmung aus sowie von fatalen negativen Einflüssen unserer Energie- und Landwirtschaftspolitik auf den CO2-Haushalt. Addiert man die 29 Jahre, die zwischen diesen beiden Ereignissen liegen, zu , so kommt man auf Ähnlich verliefen die Winter in den Folgejahren.

Diese können sich auf Untersuchungen von William Livingston und Matthew Penn berufen, deren erste bereits veröffentlicht wurde. Andere Quellen befürchten eine neue Eiszeit durch die Klimaerwärmung, etwa durch ein Versiegen des Golfstromes.

Ich enthalte mich einer eigenen Prognose, zumal mit Sonnenflecken die unterschiedlichsten Entwicklungen erklärt werden, und nehme Neupflanzungen vor. Dies besagt natürlich nichts über langfristige Entwicklungen.

Mit den milden Wintern ging es weiter, allerdings teilweise mit eher kühlen Frühlingsanschlüssen. Die " Nagelprobe " Kratzen, ob Grün kommt ist untauglich und irreführend. Selbst vermeintlich gesunde Blätter sagen wenig aus. Gerade "kranke" Blätter können signalisieren, dass der Zweig noch intakt ist, reagiert.

Während gesunde Blätter an einem längst vom Saftstrom abgeschnittenen Zweig hängen können. Von meinen 26 Bäumen waren 5 bis weit in den Stamm hinein geschädigt. Dazu kam noch ein schwerer Stammschaden, der sich erst im Mai zeigte, in der Stammmitte. Einige der Bäume haben trotz offensichtlich intaktem Stamm der im Sommer sogar sichtlich an Umfang zunahm im ersten Jahr nur in der unteren Stammhälfte nennenswert neu ausgetrieben.

Die ganze Anlage war neu bepflanzt worden. In der Tat sieht man Olivenbäumen nach dem letzten Frost nicht immer gleich an, wie stark sie gelitten haben. Die Wahrheit zeigt sich bisweilen erst im Frühsommer oder auch lange danach. In einem anderen Hain wurde Ende "Olivenernte" gefeiert - mit im Frühjahr gepflanzten Bäumen, denn der Altbestand war auch hier erfroren.

Also genau hinschauen und kritisch prüfen, das erspart unnötige Ausgaben und Enttäuschungen bei eigenen Anbauversuchen! Entmutigt bin ich nicht, ich habe aus der Toskana einige Zweige interessanter Sorten für Propfungen mitgebracht und nochmals einige Bäume der Sorten Ascolana, Pendolino und Aglandaou gepflanzt.

Vorläufig führe ich das auf die anhaltend feuchte Kälte wenig Sonne um den Gefrierpunkt herum zurück. Mitte Mai haben sie alle mit Neuaustrieb begonnen, besonders intensiv O. Ich habe gemischte Erfahrungen mit dem Aufbau von zwei Steilwandzelten als Schutzräumen gemacht.

Einerseits tat es den Oliven eindeutig gut und war auch praktisch als zusätzlicher Lagerraum für Vlieshüllen, Kerzen und ähnlichen "Winterbedarf". Die wichtigste Erfahrung der ersten beiden Winter war, trau keinen Wetter- und Klimaprognosen. Ich habe umfangreich Wetterdaten aus meiner Region bis zurück ins Jahrhundert gesammelt und danach passten diese Winter durchaus in einen längerfristigen Rhythmus, waren keineswegs "Ausnahmewinter" im Sinne von seltenen Zufallsereignissen.

Darüber hinaus habe ich mich auch mit allgemeiner Klimageschichte beschäftigt und bin inzwischen der Meinung, dass in Deutschland sowohl während der Römerzeit als auch im sogenannten mittelalterlichen Klimaoptimum Oliven durchaus in Deutschland hätten gedeihen können. Neue Bäume habe ich mit Bedacht nicht gepflanzt. Denn Sisyphos möchte ich keine Konkurrenz machen.

Jetzt gilt es zunächst, neue Stämme aus den Basisaustrieben zu ziehen, mit Buschformen zu experimentieren, stabile Propfgrundlagen zu erzielen, den Winterschutz zu optimieren und geduldig weiter Informationen zu sammeln. Eine der einschneidendsten Erfahrungen dieses Winters war der Zusammenbruch eines der Schutzzelte unter der Schneelast. Auch in diesem Winter musste ich enorm viel Zeit darauf verwenden, Tunnels und Zelte von Schnee freizuschaufeln und wieder neu auszurichten.

Und der Erfolg war gemessen am Aufwand nicht wirklich überzeugend. Allerdings gibt es immer noch vier Pflanzen, die mit Stamm, Krone und Blattwerk überlebt haben, wenngleich nicht sehr vital. Die Vitalitätsstörungen zeigten sich erst am Ende des Jahres deutlich, als diese vier mit sehr wenigen neuen Zweigen und Blättern ins Winterhalbjahr gingen.

Ganz offensichtlich hatte ich auch viel zu viel geschnitten, um sie in eine Gestalt zu bringen, die sie dann gar nicht erreichen konnen, da sie zu sehr geschwächt waren. Bäumchen auf den Zustand der restlichen Anlage reduziert: Es sind nur noch Neuaustriebe an der Basis zu erwarten. Bei einer der Biancheras sind diese Blätter und Zweige dann im Mai noch abgestorben, die andere entwickelte sich prächtig.

Wildolive ist an zahlreichen Exemplaren mit kurzen vitalen Zweigchen und Blättern in Bodennähe erhalten. Fatal war offensichtlich die Länge des Dauerfrostes. In diesem Winter habe ich die Bedeutung der Bodenabdeckung bei langandauerndem Frost verstanden.

Ich war zu leichtfertig, der Winter war zunächst so mild gewesen, dass ich den Frost ab Ende Januar nicht wirklich ernst genommen und keine zusätzliche Bodenabdeckung angebracht habe - bis es zu spät war.

Immerhin, nun kenne ich die Sorten, die langfristig Erfolg versprechen v. Mit den Lehren aus den vergangenen Wintern im Hintergrund habe ich im Frühjahr einen partiellen Neuaufbau des Hains initiiert, mit drei Ascolana, drei Leccino, sieben Aglandaou und drei Bouteillan.

Also einmal mit bewährten italienischen Sorten und dazu noch mit zwei als frostfest gerühmten Provence-Sorten, von denen ich Aglandaou schon zuvor mit durchaus ermutigenden Ergebnissen erprobt hatte. Dass von meinen beiden Aglandaou von keiner mehr lebt bzw. Doch bezogen auf Frostereignisse und Eistage war er ein eher milder Winter und die Oliven hatten weitgehend ihr Laub vom Vorjahr behalten!

Allerdings kam es kaum zu Wachstum im folgenden Sommer und nur sehr bescheiden zur Blütenentwicklung. Geblüht haben vor allem die neu gepflanzten Moufla, Ascolana und Aglandaou, rudimentär auch Bouteillan.

Vorwiegend also gepflanzte Bäumchen. Doch zur Reife kam nur Bouteillan, Ascolana "reiften" als kleine Stecknadelköpfe, verfärbten sich also tatsächlich recht dekorativ, aber in Zwergenform. Als Problem zeigte sich nun, dass nicht nur Frost im Winter, sondern auch eine ungünstige, zu kurze Wachstumsperiode im Sommerhalbjahr das Potential für Olivenpflanzen bei uns erheblich einschränkt. Erneut problematisch war auch, dass der winterliche Kälteschutz im Frühjahr auch hervorragend nächtliche Kühle bewahrte und Aufwärmung tagsüber einschränkte oder gar umkehrte Verdunstungskälte.

Verloren habe ich drei Bäume an die Schermäuse, keinen an den Frost! So habe ich eine Ascolana bereits am Februar wieder ausgepackt, die sich in sehr gutem Zustand zeigt, ohne Frostrisse und mit erhaltenem Blattwerk. Lediglich am Kronenscheitel gab es einige erfrorene violett verfärbte Blätter. Die letzten Olivenpflanzen habe ich am Alle Pflanzen waren jedoch sehr gut erhalten, wie auch zu erwarten war nach einem Winter mit -6 Grad als vereinzelt stehender tiefster Temperatur am Erheblich geschädigt wurden kurz nach dem Auspacken einige Pflanzen durch weidende Rehe!

Es wird wieder wärmer im Winter - sicherlich nicht kontinuierlich, so funktioniert Klima nicht. Wer Exoten im Freien überwintern möchte, sollte die Wetterbedingungen in seiner Region schon vor Pflanzunternehmungen genau studieren. Relevant sind Wind-, Temperatur- und Feuchtigkeitsparameter.

Hilfreich sind dabei auch die Klimazonenkarte und die zugehörigen Erläuterungen von "Garten pur". Entsprechend sollte der Standort gewählt und die Pflanzpositionen festgelegt werden.

Eventuell können auch Bauwerke errichtet werden, die Windschutz und Wärmeabstrahlung bieten. Sepp Holzer gestaltet für seine Permakulturprojekte massive Geländeveränderungen. Davon halte ich persönlich nicht viel, aber das ist eher aus Werten als rational begründet. Mit den bisherigen Wetterdaten ihrer Region sind zugleich erste grobe Prognosen für die weitere Entwicklung möglich. Modelle für die regionale Klimaentwicklung unter den Bedingungen der Klimaerwärmung können hinzugenommen werden - sollten allerdings nicht allzu ernst genommen werden.

Sie arbeiten mit langen Zeiträumen und lassen für die kommenden 20 Jahre kaum verlässliche Schlussfolgerungen zu. Eine Registrierung ist notwendig. Dort auf die Abbildung "Medium Range" klicken. Es werden Windgeschwindigkeiten, Geopotential und Temperaturen angeboten. Gegen Gebühr können bis zu 30 Tage Vorhersagen abgefragt werden. Was lokale Niederschläge betrifft, dürfte der Wetterbericht ihrer Tageszeitung am brauchbarsten sein.

Mit kostenfreien Internetangeboten habe ich sehr unbefriedigende Erfahrungen gemacht. Nicht nur die Werbeeinblendungen nerven. Die Prognosen sind häufig auch sehr unzuverlässig - bisweilen wird nicht einmal das aktuelle Wetter treffend beschrieben. Frosteindringtiefen können Sie unter dem Menüpunkt "Agarwetter" beim Deutschen Wetterdienst erfahren. Dort gibt es auch Angaben zur Bodenfeuchte, zur phänologischen Jahreszeitentwicklung und einen recht groben aktuellen Wetterdienst mit Temperaturtrends auf 15 Tage hinaus.

So schrieb Giovanni Presta, ein führender Agronom des ausgehenden Jahrhunderts, der Aufklärung, zum Klima in Griechenland lakonisch "ha l'inverno siccome l'ha la Germania" - und dies "a motivo dei frequenti ed altissimi nevosi monti e delle vaste e profonde valli".

Will man verstehen, was einem Olivenbaum bei uns zu schaffen macht, muss man im Herbst oder im Frühjahr über die Alpen fahren. Dann werden die Unterschiede deutlich fühlbar. Und im Winter können ein paar Nächte mit einigen Grad weniger oder ein paar Eistage mehr die Entscheidung bringen. Immer wieder hat es auch in Olivenanbauländern fatale Frostereignisse gegeben. Bleiben wir bei Griechenland, so hat der Frost im Februar den Olivenanbau hier in Bergregionen, auch auf den Inseln, teilweise zum Erliegen gebracht.

Besonders betroffen war unter anderem Lesbos. Giovanni Presta listet für die Toskana Frostfatalitäten , , , , , und auf. Jahrhundert, nach dem Ende der kleinen Eiszeit, gibt es nur für Zeugnisse zu Olivensterben in der Toskana. Jahrhundert sind dann aber gleich drei überliefert. Der Extremfrost im Februar suchte auch die Olivenhaine in Südfrankreich heim.

In Frankreich erfroren 2,5 Millionen Olivenbäume. Zunächst einmal sorge ich dafür, dass die Pflanzen stabil in den Winter gehen. Dazu benötigen sie Kalium und den weitgehenden Verzicht auf Stickstoffdüngung.

Mit dem Schnitt bin ich nach schlechten Erfahrungen in den Anfangsjahren sehr zurückhaltend. Selbst "Sucker", Triebe aus der Unterlage, lasse ich zunächst stehen. Schwach entwickelte Pflanzen können bisweilen gerade dank der Unterstützung durch Wildoliventriebe an der Basis gut durch den nächsten Winter kommen.

Denn schwache Pflanzen benötigen jedes Blatt, um Zuckereinlagerungen als Frostschutz zu produzieren. Federstahltunnels mit Thermovlies M85 das ist auch zur Feuchtigkeitsregulation sehr gut geeignet und lässt genug an Licht durch. Heizung ab Grad mit Öllichtern und Dauerkerzen. Problematisch bei starkem Wind, der unter die Tunnels greift, und bei Schneelast. Thermofolie, Vlies und Vliestunnels.

Einzeleinhüllungen mit Thermofolie und Vlies. Bei niedrigen Neuaustrieben verwende ich übergestülpte Kartoffelkörbe mit Laub gefüllt, darüber Luftpolsterfolie. Zur Vorbereitung Zuckereinlagerung lasse ich alles wachsen, was kommt, schneide nicht mehr, auch keine Wildtriebe. Verzicht auf Luftpolster-Thermofolie, unter der bei Sonne hohe Temperaturen enstehen und die schlechte Feuchtigkeitsregulation leistet. Einpacken nur noch mit Vlies, wobei ich die Kronen zuvor zusammenbinde und Zweige auch nach unten binde um Höhe zu reduzieren.

Auch darauf achten, dass noch Sonnenlicht an die Pflanzen kommt, nicht dauerhaft zu dicht einpacken, das sollte nur kurzfristig bei zweistelligen Frostwerten geschehen. Ich mulche bei Bodenfrostgefahr hoch, decke den Mulch ab. Noppenfolie verwende ich nur noch zur Bodenabdeckung bisweilen gegen Dauerfrost. Kernzeit für das Einpacken ist Bei der Pflanzung bereits darauf achten, dass der Stützpfahl gut angebracht ist für die Wintereinhüllung.

In der Regel dürfte dies eine Position in südwestlicher Richtung sein. Stickstoff schon im Frühjahr bereit stellen Hornspäne, Kompost, Boden lockern , damit das Pflanzenwachstum gut verlaufen kann und genügend Zucker eingelagert wird als Frostschutz für den Winter. Ab Anfang September aber keine Stickstoffgaben mehr, um schwammiges Holz zu vermeiden!

Auch Magnesium sollte im Boden bereit stehen. In Italien wird empfohlen: Im Oktober eine Kupferspritzung nach Bioanbauregeln genügt vollkommen , die sowohl Occhio di Pavone regulieren hilft, als auch allgemein Hefepilze reduziert, die im Winter Kristallisationskerne für die Eisbildung bereitstellen.

Vor dem Einpacken Krone binden, nach oben ragende Zweige nach unten binden, wenn die Elastizität dies zulässt nicht bei Frost einpacken! Insgesamt auf kompakte Krone achten nicht eigens für den Winter schneiden - je mehr Pflanzenmasse in den Winter geht, umso besser. Einpacken mit Vlies, nicht zu früh, erst wenn Temperaturen unter -4 Grad zu erwarten sind. Allerdings so terminieren, dass möglichst nicht bei oder unmittelbar nach Regen nasse Pflanzen eingepackt werden müssen.

Auch daran denken, dass sich bei Sturm schlecht mit Vliesen hantieren lässt. Im Bodenbereich zusätzlich mit trockenem Mulchmaterial abdecken. Darüber Kunststofffolie, die bei längeren Trockenphasen abgenommen werden kann.

Folgende Prinzipien haben sich bewährt: Denn dies bedeutet zusätzlichen Anpassungsstress für die Pflanzen. Hohe Temperaturdifferenzen vermeiden - daher nicht mit dunklem Material oder Luftpolsterfolie einhüllen im Winter.

Darauf achten, dass die Pflanzen noch Sonnenlicht bekommen, also nicht zu dick einpacken. Auch auf Feuchtigkeitsschutz achten, vor allem am Holz, vor allem im unteren Stammbereich.

Verdunstungskälte am Boden vermeiden durch Regenschutz unten bzw. Freilegen des Bodens Entfernen von feuchtem Mulch im Wurzelbereich. Dazu gehört natürlich, sich an deren Anweisungen und Bedingungen zu halten. Und diese Bedingungen umfassen häufig die Installation einer Wurzelheizung - die natürlich auch ein entsprechendes Honorar für den Gärtner bedeutet. Bei erfahrenen Partnern dürfte diese Heizung auch korrekt angelegt sein und tauglich.

Von eigenkonstruierten Wurzelheizungen kann ich bei wertvollen älteren Bäumen nur abraten. Die Frosteindringtiefe in Deutschland wird meist überschätzt. Entsprechende Informationen gibt es während der Wintermonate auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienstes dwd , unter "Agarwetter" den Link dazu finden Sie auf meiner Seite zu " Informationsquellen ". Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass mit gewächshausähnlichen Überbauungen auch ein vorzügliches Überwinterungshabitat für Mäuse geschaffen wird.

Überbauungen sind natürlich auch windanfällig und schneelastgefährdet. Es geht hier wohlgemerkt um Heizung im Freiland oder in Kühlhäusern. Notwendig ist sie nur, wenn Temperaturen signifikant abhängig auch vom Pflanzenalter, bei älteren kann es näher an Zweistellig gehen unter -5 Grad an den Pflanzen erwartet werden.

Lichterketten für die Kronen werden empfohlen, Gasheizstrahler und Elektroheizgeräte auf Distanz werden eingesetzt, ich selbst habe einige Winter mit Dauerkerzen und Öllichtern in Vliesiglus oder Zeltbauten gearbeitet. Insbesondere durch starke Wärmequellen können Schäden verursacht werden, indem die Pflanze das Signal "Frühling" bekommt und ihren eigenen Winterschutz abbaut.

Da Oliven sehr träge im Aufbau des Winterschutzes sind, hat das fatale Konsequenzen wenn die Wärmequelle dann ausfällt, unwirksam wird durch Starkwind oder nicht mehr gegen den Frost bestehen kann. Direkt geschädigt kann das Gewebe auch durch Austrocknung werden, wenn die Pflanze den Stoffwechsel heruntergefahren hat und etwa ein Wärmestrahler - gar mit Gebläse - die Rinde austrocknet.

Schädlich ist auch die einseitige Erwärmung, wenn die Wärmequelle dafür sorgt, dass in der Rinde eine hohe Temperaturdifferenz zwischen der Seite, die der Heizquelle zugewandt ist und der abgewandten Seite besteht.

Und dies so, dass sie zu keiner Austrocknung der Pflanze führen. In jedem Falle benötigt die Olive auch eine relative Winterruhe mit Temperaturen nahe am Gefrierpunkt, ansonsten kommt es zu einer schwachen oder keiner Blütenbildung.

Oliven sind anspruchslose Pflanzen, die auch auf kargen Böden existieren können. Das legendäre langsame Wachstum ist eine Folge entsprechender Standorte, zumal in hitzig-trockenen Lagen. Bekommen Olivenbäume besseren Boden und Wässerung, wachsen sie ein entsprechendes Klima vorausgesetzt unlegendär schnell.

Die Menge und Qualität des Öls nimmt dabei jedoch nicht immer entsprechend zu. Düngung und Wässerung können im Gegenteil zu einem gravierenden Qualitätsverlust beim Öl und darüber hinaus zu Krankheitsanfälligkeit und Frostanfälligkeit führen. Da ich sowohl meinen kleinen Weinberg als auch den Olivenhain ökologisch pflege, bringe ich keine unspezifische mineralische Mischdünger aus und keine chemisch erzeugte Stickstoffpräparate.

Eine Analyse meines Bodens hat Magnesium- und Kaliummangel ergeben, weshalb ich diese Mineralstoffe in den entsprechenden Düngeraufbereitungen Kieserit, Kalisulfat sparsam und gezielt ausbringe. Vor allem ein gutes Angebot an Kalium z. Zur Stickstoffversorgung mulche ich und gebe gelegentlich Hornspäne oder eigenen Kompost aus dem Wiesenschnittmaterial an die Baumscheiben. Wässerung ist bei uns nur bei Neupflanzungen und eventuell nach dem Winter notwendig, wenn Bodenabdeckungen den Boden an den Wurzeln haben austrocknen lassen.

Oliven sind in den meisten Fällen keine tauglichen Zimmerpflanzen. Ihr Charakter sprengt kleinere Räume hoffnungslos. Auch wenn die meisten Olivensorten windige Lagen nicht besonders schätzen, besonders nicht in Verbindung mit Kälte und Feuchtigkeit, mögen sie doch gute Durchlüftung, um nicht an Pilzkrankheiten oder Schädlingen zu leiden. Auch gelegentlicher Taufall und Brisen vom Meer tun der Olive gut.

Letzteres kann etwa durch leichtes Einsprühen mit Salzlösung bis max. In geschlossenen Räumen leiden Oliven, vor allem im Winterhalbjahr, häufig an Pilzerkrankungen oder Läusebefall, wenn Ventilation fehlt. Und auch wenn Oliven Wärme allgemein schätzen: Sie benötigen im Winterhalbjahr Kühle, um sich insgesamt wohl zu fühlen und Widerstandskräfte gegen Schädlinge zu entwickeln.

Staunässe muss allerdings auch vermieden werden! Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht in warmen oder feuchten Räumen stehen. Geheizte Räume sind für die Überwinterung absolut nicht geeignet, da sind Erkrankungen vorprogrammiert. Gelegentlich kann auch Wassermangel die Ursache sein. Oliven haben auch im Winter, bei Temperaturen ab etwa 5 Grad plus, Stoffwechsel und verbrauchen entsprechend Wasser.

Manchmal klingt die Auseinandersetzung um die richtige Grünpflege wie ein Glaubenskrieg. Die einen sehen den Untergang ihrer Grünfläche kommen, wenn sie nicht jeden Samstag mähen, die anderen halten einen Schnitt im Jahr für optimal. Die einen entnehmen das Mähgut, die anderen lassen es liegen. Und alle schwören darauf, dass ihre Methode die beste sei. Nun gibt es natürlich grundsätzlich Unterschiede zwischen einem Liege- oder Spielrasen beim Haus und der Streuobstwiese.

Und alle Varianten dazwischen und daneben, wie etwa der Unterwuchs eines Weinbergs, haben eigene Beurteilungskriterien. Ich möchte daher grundsätzliche Konsequenzen der verschiedenen Schnittregimes aufzeigen.

Und zwar am Beispiel der vier Grundvarianten der Pflege: Eine grasdominierte Wiese lässt sich so etwa recht zügig in eine kräuterbetonte umstrukturieren. Wobei hilfreich auch das Einbringen von standorttypischem Saatgut ist - etwa durch "Impfen" mit Mähgut von ökologisch wertvollen Wiesen der Nachbarschaft. Die klassische landwirtschaftliche Pflege, die das Abernten des Mähgutes zum Ziel hat.

Inzwischen auch zur Landschaftspflege eingesetzt als Ersatz für die traditionelle bäuerliche Pflege, die spezielle, ökologisch wertvolle Wiesenbiotope geschaffen hat. Funktioniert allerdings nur bei Düngungsverzicht, da Düngung Gräser fördert und dominierende Stickstoffzehrer wie Löwenzahn. Dabei bleibt das Mähgut einfach liegen und verrottet unstrukturiert.

Führt zu Wiesenverfilzung und begünstigt tendenziell die Gräser und kriechende Pflanzen. Für die ökologische Pflege wenig sinnvoll. Genau genommen bedeutet "Mulchen" das Abdecken des Bodens mit organischem Material. Mit der Entwicklung moderner Mähgeräte, die das Grüngut kleinteilig zerhacken oder schneiden, wurde der Begriff jedoch zunehmend auf diese Weise des Grünschnitts bezogen.

Allerdings wird der Insektenbestand damit drastisch reduziert. Zudem findet langfristig eine Stickstoffanreicherung des Bodens statt, was für den Obstanbau sinnvoll ist, für seltene Blühtenpflanzen jedoch nicht, da diese vor allem auf mageren Standorten gedeihen. Wird das Mähgut entnommen, entfaltet sich ein besonders hoher Artenreichtum. Bleibt das Mähgut liegen oder wird um die Bäume einer Obstanlage in Ringen gelegt, kommt es zur Humus- und Stickstoffanreicherung an den Liegestellen.

Für Insekten ist der liegenbleibende Schnitt interessant - aber auch für Mäuse, was bedacht werden muss, wenn z. Obstbäume oder Obstgehölze gepflanzt werden! Mulchringe sollten daher gelegentlich "gestört" werden und zum Ende des Jahres oder spätestens im nächsten Frühjahr umgegraben. Bei einmahliger Mahd sind die nicht in den Griff zu bekommen, auch bei zweimaliger Mahd kann es zur weiteren Ausbreitung kommen über Samenflug.

Man muss also zwischendurch reingehen, zumal beide Arten, wenn sie erst blühend gemäht werden, zur Samennotreife in der Lage sind. Mittel erster Wahl, aber sehr mühsam ist das Ausroden mit der Hand. Einfacher ist die Kontrolle mit der Sense, dabei wird jedoch oft mehr weggenommen als notwendig ist, unter Umständen wertvolle Magerpflanzen in der Blüte.

Ich verwende gerne die Elektro-Motorsense. Die Vorteile gegenüber einer Benzin-Motorsense: Weniger Lärm, keine Abgase oder Ölabscheidungen, Antriebsleistung stufenlos regelbar, leichtes Gewicht. Ein weiterer Vorteil der Motorsense liegt darin, dass die Pflanzen zerkleinert werden. Bei blühendem Berufkraut oder Kanadischer Goldrute wird damit z. Bei der Kanadischen Goldrute wird durch das Zerkleinern zudem die positive Wirkung der Pflanze auf die Bodenqualität über ihre ätherischen Öle breiter gestreut.

Die Pfauenaugen-Krankheit, Spilocaea oleagina oder italienisch "Occhio di Pavone", und die ganz ähnliche "Piombatura" Mycocentrospora cladosporioides sind die sicherlich in Olivenanbauländern bekanntesten und häufigsten Olivenkrankheiten, die auch bei in Deutschland gekauften Olivenpflanzen auftreten können. Sie greifen die Blätter an und bringt diese zum Absterben, was die Pflanzen schwächt. Im fortgeschrittenen Stadium verfärbt sich bei der Piombatura das ganze Blatt gelblich, mit Ausnahme der dunklen Ringe.

Bei uns haben die beiden Pilzerkrankungen vor allem bei Zimmeroliven und in den Übergangsjahreszeiten beim Zusammenwirken von Feuchtigkeit und Wärme ab 16 Grad gute Verbreitungsmöglichkeiten. Dabei geschieht die Ansteckung vor allem ausgehend von befallenen lebenden Blättern.

Von abgefallenen Blättern am Boden geht eher selten eine Ansteckung aus. Die Unterscheidung zwischen den beiden Erkrankungen wird nicht immer klar durchgeführt. Grund zur Panik besteht nicht, da sich beide Krankheiten bei vitalen, gut gelüfteten und nicht überdüngten Pflanzen schon durch Abzwicken der befallenen Blätter kontrollieren lassen.

Die Firma Neudorff bietet dazu ein passendes Mittel auf Kupferbasis an, das im Gartenbereich eingesetzt werden darf. Allerdings ist die Wirksamkeit von Kupferpräparaten bei M. Grundsätzlich ist an wenig gut durchlüfteten Standorten darauf zu achten, dass die Krone nicht zu dicht wird. Pflanzenstärkend gegen Pilzerkrankungen wirken auch zahlreiche Kräuteransätze, etwa mit Kanadischer Goldrute bitte nicht eigens deswegen anpflanzen, ist ein biotopzerstörender invasiver Neophyt!

In Deutschland stellt sich das Problem Olivenfliege Bactrocera olea vorläufig nicht. Aber da ich auch zahlreiche Anfragen aus anderen Regionen erhalte, vor allem aus dem Piemont möchte ich auf das Thema hier eingehen. Olivenfliegen sind zweifach problematisch, einmal als Überträger des "Olivenkrebses", der von Bakterien verursacht wird - dieser wird an der Pflanze selbst durch Ausschneiden und Verbrennen des Materials bekämpft. Darüber hinaus beeinträchtigt die Olivenfliege durch den Besatz der Olivenfrüchte mit ihren Larven, was die Qualität des Olivenöls beeinträchtigt.

Bei starkem Befall wird auch die Vitalität der Bäume herabgesetzt. Werden die bewirtschaftet, dürften die Bewirtschafter selbst etwas gegen die Olivenfliege auf ihrem Gelände unternehmen. Liegen sie aber brach, gibt es ein Problem, dass nämlich von dort immer wieder Olivenfliegen in Ihren Hain einfliegen können. Biologische Bekämpfungsmittel sind zum einen Pheromonfallen it. Damit werden die Fliegen angelockt und abgetötet. Weiters können selbst konstruierte Flaschenfallen eingesetzt werden, die eine Lockflüssigkeit enthalten, in der die Fliegen ertrinken.

Empfehlenswert mit eingestülpter Öffnung erschwert das Ausfliegen. Verwendet werden Mischungen aus verschiedenen der Komponenten Wasser, Zucker Lockstoff , Spülmittel um die Oberflächenspannung herabzusetzen, damit die Fliegen sich nicht auf der Flüssigkeit halten können , Spiritus soll Fliegen betäuben und die Brühe haltbarer machen , Rotwein Lockstoff, Betäubung oder Essig Lockstoff, ansonsten ähnliche Funktionen wie Spiritus. Windige Lagen und trockene Luft gefallen den Olivenfliegen nicht.

Schermäuse sind im Garten- und Obstbau wenig beliebt, da sie Wurzeln fressen und damit junge Obstkulturen stark schädigen können. Sie werden auch als Wühlmäuse bezeichnet, obgleich sie nur eine Gattung von Wühlmäusen sind, zu denen auch die Feldmaus, die Bisamratte und die Lemminge gehören.

Ihre Nagespuren sind denen des Bibers ähnlich, können von Laien aber auch mit denen von Maikäferengerlingen verwechselt werden. Ihre Gänge sind hochoval und weitgehend frei von Wurzelwerk im Unterschied zu den querovalen des Maulwurfs, der Fleischfresser ist.

Sie sind extrem lichtscheu, daher halten sie ihre Gänge immer geschlossen und bevorzugen Wiesen mit hohem Bewuchs. Wobei sie besonders vitale Exemplare bevorzugt haben.

Da Menschen die natürlichen Feinde von Schermäusen wie Eulen, Greifvögel oder Mauswiesel erheblich reduziert oder in ihren Jagdrevieren eingeschränkt haben, können sich Schermäuse auf gut beschatteten Streuobstwiesen lebhaft vermehren. Ein Weibchen kann zwei bis vier Male zwei bis fünf Junge im Jahr werfen.

Die Vermehrungsquote ist bei günstigen, ungestörten Bedingungen etwa 1: Ein Teil der Jungen wird allerdings von Spitzmäusen oder Maulwürfen gefressen oder von Parasiten getötet. Oktober ist die beste Zeit zur aktiven Bekämpfung, da die Schermäuse dann besonders aktiv sind, um ihre Wintervorräte anzulegen. Sehr gute Erfolge hatte ich auch im März, am späteren Nachmittag. Die Bekämpfung kann mit speziellen Fallen am ökologieverträglichsten erfolgen. Allerdings ist das sehr mühsam und erfordert einige Übung.

Maulwürfe haben engere, eher querovale, Schermäuse eher hochovale Gangdurchschnitte. Teilweise sind die Gangsysteme von Schermäusen und Wühlmäusen auch miteinander verbunden bzw.

Sie knabbern gelegentlich mal an Oliventriebspitzen, an der Felsenbirne und an anderen Büschen. Anfang April haben sie die bodennahen Oliventriebe fast vollständig abgeweidet - das Laub war intakt aus dem Winter gekommen und war offensichtlich ein verlockendes Angebot.

Meine Felsenbirnen muss ich zügig ernten, will ich sie nicht an die Rehe verlieren. Wirklich problematisch sind die Fegeschäden durch Rehböcke.

An die habe ich schon drei Sanddorn und einen Tellerpfirsich verloren. Auch junge Maulbeerbäume, Haselnüsse, Faulbaum und Felsenbirne wurden schon angefegt. Unter den Oliven waren bisher drei Pflanzen massiv betroffen, und zwar besonders vitale Exemplare. Ich habe daher inzwischen die meisten Pflanzen in meinem Gelände mit Holzstäben "umzäunt". Was unschön und beim Mähen und auch sonst in der Pflege lästig ist.

Aber ich ziehe das den Plastikmanschetten vor, die ich nur ungern in mein naturnah gepflegtes Gelände einbringen möchte. Zudem habe ich schon erlebt, dass Manschetten weggerissen waren von einem Bock vor dem Fegen. Die ideale Lösung habe ich noch nicht gefunden.

Vergrämungsmittel sind völlig sinnlos gegen Rehe. Wildschweine sind auf meinem Gelände auch gelegentlich unterwegs. Sie suchen dort vor allem im Frühjahr Maikäferengerlinge. Eine frisch gepflanzte Olive ist einmal wühlenden Wildschweinen zum Opfer gefallen. Engerlinge können dort allerdings keine gewesen sein, das hatte ich vor der Pflanzung weiträumig überprüft.

Da hat wohl die lockere Erde gelockt. Vor allem bei "Eigenimporten" oder Gelegenheitsgeschenken, aber auch bei älteren Pflanzen aus dem Gartencenter gibt es Probleme mit der Rogna dell'olivo, dem Olivenkrebs - je nach Geschmack hässlichen bis malerischen Gewebewucherungen an Ästen und Zweigen. Bei klarer Baumschulherkunft ist die Erkrankung höchst selten, da sie eher bei älteren Pflanzen auftritt, die schon häufigere Schnitte hinter sich haben und die in befallenen Anlagen mit fruchtenden Pflanzen und damit auch Olivenfliegenvorkommen standen.

Rogna dell'olivo Pseudomonas sevastanoi wird verursacht durch einen Bakterium, Pseudomonas syringae. Das Eindringen in die Pflanze geschieht an Holzverletzungen, dabei sind die Olivenfliege und kontaminierte Schnittwerkzeuge die Hauptüberträger. Günstige Übertragungsbedingungen sind auch gegeben bei Feuchtigkeit und Wärme an Holzwunden, dabei kann das Bakterium von infizierten Stellen aus "wandern" und in Verletzungen eindringen.

Eine Saftstromausbreitung innerhalb der Pflanze scheint nicht stattzufinden. Befallen werden vor allem junge Zweige, die z.

Beim Auftreten von Rogna sollten befallene Zweige abgeschnitten und Wunden an stärkeren Ästen oder am Stamm mutig ausgeschnitten werden. Die Werkzeuge sind mit Eisensulfat, Spiritus oder Chlorbleiche zu desinfizieren. Die Wunden müssen mit Baumwachs verschlossen werden. Bei Zierpflanzen ist abzuwägen, ob man einen Schnitt vornehmen möchte und in welchem Umfang. Einen an Stamm und starken Ästen verwucherten Solitär "kurieren" zu wollen, macht eher keinen Sinn.

Oft wurden die Pflanzen auch wegen der "malerischen" Wucherungen gekauft und der ökonomisch im Anbau sinnvolle Schnitt würde ästhetisch einen Verlust bringen. Die Ausbreitung sollte in jedem Falle verhindert werden, indem alle Schnittwunden am jungen Holz gut versorgt werden.

Klone, Clone, Clons sind das, was Sie üblicherweise in der Baumschule kaufen. Denn Klon benennt zunächst nichts weiter als eine Pflanze aus ungeschlechtlicher Vermehrung.

Im Griechischen bedeutete "klon" soviel wie "Zweig", "Trieb" oder "Spross". Olivenklone sind also aus abgeschnittenen Zweigen oder Stammbasisstücken durch Wurzelung entstandene Pflanzen.

Dazu kommt die geschlechtliche Vermehrung aus Samen, wie sie etwa bei der Produktion von Weihnachtsbäumen Nordmann-Tannen üblich ist. Heute hat der Begriff durch das Klonen von Tieren und potentiell auch Menschen sowie die Technik der Genmanipulation einen besonderen Beigeschmack gewonnen, klingt wissenschaftlich exklusiv bis abenteuerlich und anrüchig.

Manche Baumschulen machen sich ein Anliegen daraus, möglichst viele "eigene" Züchtungen, sprich "Klone" auf den Markt zu bringen. Das Sortenangebot an Oliven ist derart umfassend, dass es eines genmanipulativen Aufwandes kaum bedarf. Zumal Oliven recht krankheits- und schädlingsstabil sind und wenig Profit durch einschlägige gentechnische Manipulationen zu erwarten ist.

Eine unrühmliche Ausnahme macht eine Züchtung mit Stabilität gegen Xyllela fastidiosa, die befremdlicherweise gemeinsam mit dem rätselhaften Erscheinen von Xyllela fastidiosa an süditalienischen Olivenbäumen auftauchte. In der Natur entstehen junge Olivenpflanzen aus den Früchten der alten, die recht sortenstabil sind, aber doch auch durch Fremdbefruchtung immer wieder - meist geringfügige - Varianten hervorbringen. Allerdings findet sich diese Sorte in keiner wissenschaftlichen Datenbank oder in Untersuchungen mit genaueren Angaben.

Wie eben schon angesprochen, gibt es zur Vermehrung von Oliven die vegetative und die generative, die ungeschlechtliche und die geschlechtliche Vermehrung. Die vegetative Vermehrung schafft genetisch identische Nachkommen, also Klone. Im menschlichen Bereich sind eineiige Zwillinge Klone - ganz ohne Fortpflanzungstechnologie.

In der Regel werden diese Pflanzen dann als wurzelechte Exemplare einer definierten Sorte Mutterpflanze gehandelt. Es ist allerdings auch möglich, diese Exemplare zur Grundlage einer Veredelung zu machen, etwa um die guten Wurzelungseigenschaften einer Sorte mit den guten Geschmackseigenschaften einer anderen zu verbinden.

Die Veredlung ist dann eben nicht wurzelecht, aber Ergebnis einer, genau genommen zweier vegetativer Vermehrungsakte. Pflanzen aus Sämlingen sind generativ entstanden und können eine neue Sorte begründen. In der Regel werden Sämlinge in der Olivenvermehrung nur als Veredelungsgrundlage verwendet, da ihre Eigenschaften nicht exakt zu definieren sind und keine Sortenreinheit garantiert ist.

Hier werden also generative und vegetative Vermehrung verbunden. Für Veredelungen werden aber gerne auch Wildformen der Olive verwendet, nicht nur Edelsorten mit definierten Wurzeleigenschaften. Wurzelechte Exemplare haben den Vorteil, das bei massiven oberirdischen Frost- oder sonstigen Schäden aus den verbliebenen Wurzeln wieder Pflanzen mit den gleichen Eigenschaften enstehen.

Veredelte Exemplare haben den Vorteil, die positiven Eigenschaften zweier Sorten miteinander verbinden zu können - allerdings nur getrennt in Wurzelbereich und oberirdische Pflanzenteile. Heute wird davon ausgegangen, dass es zumindest im nahen Umkreis der Veredelungsstelle dabei durchaus zu Gentausch kommen kann, die Eigenschaften sich möglicherweise weiter als bisher angenommen wechselseitig beeinflussen und modifizieren können.

Alllerdings ist dieser Bereich noch sehr wenig erforscht. In Grenzlagen mit der Gefahr oberirdischer oder doch zumindest bodennaher Zerstörung der Pflanzen etwa durch Frostereignisse empfiehlt sich daher die Verwendung wurzelechter Sorten. Es gibt wenig Grund zur Annahme, die Klimaerwärmung könne bei uns in absehbarer Zeit den Anbau von Oliven ermöglichen. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass die kürzere Vegetationsperiode bei uns das Ausreifen der Früchte mit erheblichen Unsicherheiten belastet.

Anlagen in Deutschland werden weiterhin den Charakter von Experimenten haben, mit entsprechendem Aufwand und eingeschränkten Erfolgserwartungen. Aber das hier Folgende gilt auch für Anlagen in günstiger gestellten Grenzlagen. Faktoren für die Standortwahl sind: Windschutz windige Kuppen wenig geeignet , Sonnenexposition Süd bis Südwest , Bodenbeschaffenheit nicht zu fest und nicht zu feucht. Faktoren für die Sortenwahl sind: Bodenbeschaffenheit, Niederschlagshäufigkeit und Windexposition.

Selbstredend kommen grundsätzlich nur besonders froststabile Sorten in Frage - wobei man sich nicht auf Geheimtipps verlassen sollte, sondern auf belastbare Quellen s. Der Anbau sollte bei uns grundsätzlich eher auf Buschform, maximal Vasenform abzielen. Diese Erziehungsformen ermöglichen nach Frostkalamitäten einen rascheren Neuaufbau. Abweichend von den Empfehlungen für Olivenanbauländer mit Abständen im Bereich von etwa 6 Metern kann bei uns mit dem halben Abstand gearbeitet werden, da nicht die Entwicklung ausladender Kronen zu erwarten ist.

Sollte die Klimaentwicklung diese in Zukunft ermöglichen, kann immer noch ausgedünnt werden. Der Anlagenaufbau sollte bei Bedarf den Windschutz mit einplanen, zumal bei uns der Wind im Winterhalbjahr einen zusätzlichen Kältestress-Faktor bedeuten kann.

Eingeplant werden muss auch der Winterschutz für Junganlagen und auch darüber hinaus möglicher Frostschutz bei Extremereignissen für ältere Anlagen. Hochstammerziehung macht für unser Klima keinen Sinn, da der Verlust in strengen Wintern gravierend ist und der Baum sich schlecht wieder erholen kann bzw.

Sie einen Neuaufbau zum Hochstamm nach Frostschaden nur schwer hinbekommen. Diese Form ermöglicht frühere Ernten als Hochstämme und lässt sich relativ leicht wieder aufbauen.

Eine Alternative hierzu, die ich für meinen Hain künftig erproben möchte, ist die Buscherziehung, idealerweise mit wurzelechten Exemplaren, die einen Neuaufbau mit gutem Ertrag innerhalb von wenigen Jahren bei milden Wintern ermöglicht. Es gibt Empfehlungen, bei Buscherziehung etwa alle zehn Jahre "auf Stock" zu setzen.

Damit werden Schnitt- und Ernteaufwand minimiert und der Ertrag maximiert. Nach dem Neuaustriebe wird drei Jahre gewartet, ehe im Zentrum der Pflanze ausgelichtet wird. Danach erfolgt kein weiterer Schnitt! Diese Methode wurde von Balilla Sillari in der Toskana entwickelt. Mir erscheint diese Methode für Grenzlagen vielversprechend, da sie eine Adaption an starke Frostereignisse elegant ermöglicht.

Nach Frostschäden sollte grundsätzlich zunächst bis in den Mai hinein abgewartet werden, ehe Schäden beseitigt werden. Dabei sollten auch Äste entnommen werden, die eine starke Rindenschädigung zeigen. In Olivenanbauländern wird empfohlen, auch den Stamm bis auf Bodenniveau abzusägen. Das macht natürlich nur bei wurzelechten Pflanzen Sinn.

Ein neuer Aufbauschnitt sollte erst nach drei Jahren erfolgen, um den Baum wieder in eine Wurzel-Krone-Balance zu führen und Vitalität sowie Froststabilität Zuckeranteil im Gewebe, den Saftbahnen gewinnen zu lassen. Grundsätzlich gilt, dass es keine pauschalen, fixen Zeitangaben geben kann, da jedes Jahr mit anderen Bedingungen aufwartet.

Die angegebenen Schnittzeitpunkte sind nur grobe Orientierungswerte. Ist ein kurzfristiger Formschnitt mit Blick auf die Wintereinüllung geplant, ein grundlegender Erziehungsschnitt, ein Durchlüftungsschnitt zur Vorbeugung von Pilzschäden oder ein Schnitt zur Beseitigung von Frostschäden? Nach Frostschäden sollte nicht vor Juni geschnitten werden, da sich erst bis dahin der Umfang der Schäden deutlich zeigt.

Das abgestorbenen Holz ist zu entfernen, dabei lassen sich auch Erfahrungen zur Holzstruktur und zur Reaktion der Pflanze auf den Winter sammeln. Ein massiver Rückschnitt bis kurz über die Veredelungsstelle oder bei wurzelechten Exemplaren bis in Bodennähe, wie in Olivenanbauländern empfohlen, ist bei uns kaum sinnvoll, da wir eher auf den Erhalt dessen achten sollten, was den Winter überlebt.