Lagerhaltung

 

Lagerhaltung kostet. Verzerrung: • Ein zeitlicher Unsicherheitsfaktor ist der unterschiedliche Inhalt der Herstellungskosten der Bestände (Einzelkosten) und der Herstellungskosten der Gewinn- und Verlustrechnung (Einzelkosten + Gemeinkosten) • Der Umsatz als Zähler kann nicht verwendet werden, da der Umsatz neben den reinen Herstellkosten, noch die Verwaltungs- und Vertriebskosten und.

Bis zu einer Höhe von ca. Flurfreie Stetigförderer sind hingegen meist schienengebunden.

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Ansätze zur Prozessverbesserung in der Lagerhaltung am Beispiel eines Logistikdienstleisters - Stephan Rühl - Masterarbeit - BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik - Arbeiten publizieren: Bachelorarbeit, Masterarbeit, Hausarbeit oder Dissertation.

Daher sind die Merkmale, Strategien und Optimierungsverfahren der Lagerhaltung auf Personal nicht anwendbar.

Im Wesentlichen unterscheidet die Lagerlogistik folgende Lagerfunktionen bzw. Bei der Sicherungsfunktion dient das Lager zur Sicherstellung der Produktion und Lieferung und ist mit der privaten Hortung vergleichbar. Die Sicherungsfunktion kommt zum Zuge, wenn ungenügend Informationen über zukünftige Mengenbedarfe, Liefer- und Bedarfszeitpunkte im Unternehmen vorhanden sind.

Das kann insbesondere der Fall bei Produkten sein, die saisonalen Schwankungen — und damit Lieferengpässen — unterworfen sind, aber eigentlich ständig verfügbar sein müssen. Um diese ständige Verfügbarkeit zu gewährleisten, werden ausreichende Puffermengen durch Eiserne Bestände , Mindestmengen und Meldebestände definiert, die durch die Belieferungszeit einer möglichen Bestellmenge bei den Beschaffungsquellen kalkuliert werden.

Dadurch werden die benötigten Mengen immer — in zumindest ausreichender Quantität und Qualität — verfügbar gehalten. Bei der Bereitstellungs- oder Sortimentsfunktion trägt die Lagerhaltung zu einer Spannweite im Sortiment bei.

Insofern ergänzt die Bereitstellungsfunktion die Ausgleichsfunktion, da dadurch die Teile des Sortiments, wo Diskrepanz zwischen Mengen der Beschaffung und des Verkaufs besteht, überbrückt werden. Ein Lager wird dabei als Zwischenspeicher benutzt, um den Materialfluss stabil in den Mengenströmen zu halten.

Auch dient die Überbrückungsfunktion dazu, Fertigwaren zur Auslieferung bereitzustellen, bevor sie zur Auslieferung kommen. Eine Lagerung im Sinne der Überbrückungsfunktion kann auch dynamisch erfolgen, wenn z. Güter auf Stetigförderern Laufbänder, Rollbahnen etc.

Die Veredelungsfunktion bezeichnet eine Lagerung, die zur gewollten Veränderung des Produktes führt und somit Teil des Produktionsprozesses ist. Dies trifft insbesondere zu bei. Insbesondere in Lagern der Handelsunternehmen nimmt das Lager Umformungsaufgaben wahr; beispielsweise wird die Ware in verkaufsfähige Verpackungen umgefüllt und etikettiert.

Hier kann auch eine ergänzende Aussortierungsaufgabe definiert werden, bei der nicht verkaufsfähige Ware aussortiert und entsorgt wird. Gründe für die Spekulationsfunktion der Lagerung können vorhersehbare extreme Preisschwankungen auf dem Beschaffungsmarkt oder besonders niedrige Einstandspreise sein.

Allerdings kann sich dies bei einem Preisverfall des Gutes auch negativ auswirken, z. Die Einteilung der Lager kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen; folgende Aspekte zählen zu den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen mit Überschneidungen: Die Planung eines Lagers muss zum Ziel haben, dass es der benötigten Lagerfunktion nachkommen kann; insbesondere dass im Sinne der Sicherungsfunktion z.

Fertigungsstellen fortlaufend mit den benötigten Materialien versorgt werden können. Die Lagerplanung bezieht sich auf die Planung der Lagerorganisation, der Lager- und Transporttechnik, der zu lagernden Lagereinheiten sowie des Lagerlayouts. Durch eine systematische Lagerplanung sollen unter anderem Lagerhaltungskosten reduziert werden. Des Weiteren kann die Lagerplanung dazu beitragen, den Mechanisierung- und Automatisierungsgrad zu erhöhen.

Bei der Wahl von Lagerstandorten muss entschieden werden, ob das Lager zentral oder dezentral geführt wird. Bei der Entscheidung über den Zentralisationsgrad ist häufig der räumliche Aspekt ausschlaggebend:.

Zentrale Lagerhaltung bedeutet die räumliche Zusammenfassung aller Lagerhaltungsfunktionen und aller Lagergüter unter einheitlicher Leitung.

Die Vorteile, die sich aus der zentralen Lagerung ergeben, sind eine Erleichterung der Warenannahme, Pflege, Erhaltung, Bestandsermittlung und -prüfung. Weitere Punkte sind die geringe Kapitalbindung des Umlaufvermögens , geringere Vorräte und geringere Raumkosten.

Die wesentlichen Vorteile dieser Lagermethode sind die höhere Flexibilität, die genauere Disposition der einzelnen Materialien in den Fertigungsbereichen und die kürzeren Transportwege.

Der Vorteil liegt in der einfachen Bestimmbarkeit des Lagerplatzes. Durch die im Zeitablauf schwankenden Lagerstände je Artikel wird ein Teil des fix zugeteilten Lagerplatzes nicht genutzt, wodurch es zu einer schlechten Auslastung der Lagerkapazität kommt. Bei der dynamischen Lagerplatzzuordnung open warehouse system werden die Artikel an einem freien Lagerplatz gelagert.

Die Einlagerung erfolgt beliebig oder nach vorgegebenen Parametern. Die Systemtechnik zur Steuerung computergestützter Lager besteht in der Praxismeist aus einer Hierarchie von Steuerungen, deren Führung der Lagerverwaltungsrechner übernimmt. Dieser erhält seine Aufträge vom Enterprise Research Program. Die Bestands- und Bewegungsdaten der Lagermittel müssen vom Lagerverwaltungsrechner zusammen mit den Zustandsinformationen der Betriebsmittel sicher gespeichert werden.

Untergeordnete Systeme treffen ihre Entscheidungen nur aufgrund der Eingangsdaten aus dem Lagerverwaltungsrechner [18]. Um die Aufgaben von Fördersystemen zu beschreiben, sollen zuerst die Begriffe Fördern, Fördertechnik, sowie weitere zur Klassifizierung von Fördersystemen und deren Aufgaben notwendige Spezialbegriffe erläutert werden.

Unter Fördern versteht man den Transport, d. Ein Lager oder ein Betrieb stellen einen solchen Bereich dar. Als Fördertechnik bezeichnet man die Fördermittel, also die technischen Transportmittel, die das Fördern durchführen. Die Anlagen als Verknüpfung von Fördermitteln, die diese systemspezifischen Aufgaben übernehmen, werden als Förderanlagen bezeichnet.

Werden mehrere unterschiedliche oder gleiche auch unstetige oder stetige Fördermittel zum Transport von A nach B zusammengeschaltet, spricht man von einer Förderketten. Durch Fördermittelverknüpfungen, die in verschieden Bereichen des Lagers eingesetzt werden und die verschiedenen Aufgaben des Lagers verbinden, entstehen Materialflusssysteme. Die Fördermittel besitzen in diesen Materialflusssystemen Aufgaben, die über die reine Güter oder Personenbeförderung hinausgehen.

Unter Sammeln versteht man das Zusammenführen von Waren verschiedener Quellen. Die Sortieraufgabe beschreibt das Ordnen von Gütern in eine bestimmte Reihenfolge. Das Puffern und Zwischenlagern von Gütern übernehmen die Aufgabe, technische Abläufe entweder zu entkoppeln oder zu synchronisieren.

Hier wird die Bereitstellung eines Gutes am richtigen Ort bis zur richtigen Zeit verzögert. Hierzu müssen die Fördersysteme optimal auf die Aufgaben und Ansprüche angepasst sein.

In vielen Bereichen der Materialflusstechnik kommen kombinierte Systeme zum Einsatz, die die Teile des Lagers und dessen Prozesse so miteinander verbinden, dass eine deutliche Abgrenzung nicht mehr möglich ist [20].

Bei der Systematisierung von Fördersystemen ist der Anwendungsgedanke ausschlaggebend. So lassen sich Fördersysteme anhand ihrer Bauform oder anhand von Leistungsmerkmalen wie Förderstromcharakter oder Förderleistung beschreiben [21].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbb. Systematik der Fördermittel für die Stückgutförderung [22]. Fördermittel können so in Stetig- und Unstetigförderer unterschieden werden. Diese können weiterhin in flurgebunden und flurfrei gegliedert werden. Diese Untergliederungen können, wie aus Abbildung 1 ersichtlich, noch weiter verfeinert werden. Ein Stetigförderer arbeitet ohne Unterbrechung über längere Zeiträume und erzeugt so einen kontinuierlichen Transportgutstrom.

Da er meist nur einen Antrieb hat, liegt einer der Vorteile im vergleichsweise geringen Energiebedarf. Das Be- und Entladen kann in vielen Fällen entlang der gesamten Transportstrecke während des Betriebes erfolgen. Flurgebunde Stetigförderer verfügen über einen festen Transportweg und nehmen daher viel Bodenfläche in Anspruch. Sie können die Güter sowohl waagerecht als auch senkrecht und geneigt transportieren.

Flurfreie Stetigförderer sind hingegen meist schienengebunden. Stetigförderer kommen ohne Bedienpersonal aus, und ihre Automatisierung ist im Gegensatz zu Unstetigförderern daher leichter.

Eine Anpassung bei Aufgabenänderungen, Leistungsänderungen oder Einrichtungsumstellungen ist allerdings schwerer umsetzbar, da sie meist baulich fest eingebunden sind [23]. Im Gegensatz zu Stetigförderern arbeiten Unstetigförderer, wie beispielsweise Gabelstapler, in einzelnen Arbeitsspielen und mit definierten Spielzeiten.

Sie erzeugen daher einen unterbrochenen, diskontinuierlichen Fördergutstrom [24]. Das Be- und Entladen kann nur an bestimmten Stellen mit dem Lastaufnahmemittel erfolgen. Es gibt sie sowohl als flurgebundene oder flurfreie als auch schienengebundene oder schienenfreie Transportmittel. Da sie häufig manuell geführt werden müssen, sind ihre Bedienkosten hoch. Ihr Vorteil gegenüber Stetigförderern liegt in der hohen Einsatzflexibilität.

Für den Einsatz in automatischen Lagern kommen häufig Regalbediengeräte, wie Schmalgangstapler, als Unstetigförderer zum Einsatz. Sie sind meist flurgebunden und schienengeführt. Sie müssen eine Führung im Bereich der Decke oder der Regaloberkante besitzen. Nach ihrer Bauart lassen sie sich in Ein- oder Zweisäulengeräte unterteilen. Ihre Bedienung kann vollautomatisch über einen Prozessrechner erfolgen, oder aber durch Bedienpersonal [25].

Desweiteren kommen sie mit Gangbreiten von 1. Eine Variante dieses eigentlich gassengebundenen Regalbediengerätes stellt das kurvengängige Regalbediengerät dar.

Dies kann kurvenförmigen Schienen folgen und Weichen passieren. So kann ein Regalbediengerät mehrere Gänge bedienen, was aufgrund hoher Anschaffungskosten einen Vorteil bietet, wenn ein Regalbediengerät pro Gang nur unzureichend ausgelastet wäre.

Den gleichen Zweck würde ein Umsetzer erfüllen, der das komplette Regalbediengerät aufnimmt und zu einer anderen Gasse verfährt [27]. Zur Auswahl eines für den jeweiligen Einzelfall geeigneten Fördersystems ist eine Abwägung anhand von bestimmten Kriterien notwendig. Der Automatisierungsgrad, die Integrierbarkeit, die Flexibilität, der Flächenbedarf und Wartungskosten stellen solche Bestimmungskriterien dar und sollen hier unter anderem kurz erläutert werden.

Der Automatisierungsgrad gibt Aufschluss über die Notwendigkeit manueller Eingriffe und des damit verbundenen Personalaufwands. Hiermit hängt die Integrierbarkeit in automatische Materialflusssysteme zusammen. Die Integrierbarkeit steigt generell mit dem Automatisierungsgrad. Es können aber auch Fördermittel mit niedrigem Automatisierungsgrad integriert werden, was allerdings die Nachverfolgbarkeit herabgesetzt.

Die Flexibilität bei Layoutänderungen durch einen Umbau oder Anbau beschreibt die Möglichkeiten einzelner Fördersysteme auf Änderungen der Fahrwege oder Topologien zu reagieren. Dies geschieht anhand des damit verbundenen Aufwands. Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Flexibilität bei Leistungsänderungen. Für Fertigwarenlager oder das Lager in einem Handelsbetrieb stellen die erwarteten Absatzzahlen die Grundlage der Planung des Lagers dar.

Die Planung der Roh-, Hilfs- oder Betriebsstofflager wird hauptsächlich von der Produktionsplanung mitbestimmt. Bei jeder Lagerplanung ist die Abstimmung mit der Finanzplanung des Unternehmens notwendig. Durch die Beobachtung der Lagerabgänge aufgrund einer aktuellen Bestandsführung und durch die Wahl eines geeigneten Dispositionsverfahrens kann unter Berücksichtigung eines Sicherheitsbestandes ein optimaler Lagerbestand geplant werden.

Die Festlegung des Sicherheitsbestandes hängt dabei von den schon bekannten Faktoren wie dem durchschnittlichen Lagerabgang pro Periode und vom Wiederbeschaffungszeitraum ab. Für die Festlegung der Bestandshöhe sollte grundsätzlich unterschieden werden in geringwertige und höherwertige Artikel. Die Kontrolle der Lagerhaltung.

Die Planung an sich beinhaltet schon ein nicht zu unterschätzendes Rationalisierungspotential. Diese Entscheidungen hängen von den jeweiligen Erfordernissen und Gegebenheiten ab. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die Entnahmemengen einfach aus der Inventurdifferenz zum Anfangsbestand zu errechnen. Bei dieser Methode entfällt die Aufschreibung der Entnahmen.

Als recht gutes Kontrollinstrumentarium sind lagerwirtschaftliche Kennziffern geeignet. Sie eignen sich zwar nicht für den überbetrieblichen Vergleich auf Branchenebene, wohl aber für die Überwachung der Lagerbestandshöhe und des Lagerumschlages. Diese Kennziffern können sowohl für das ganze Lager wie auch für Teilbereiche oder einzelne Materialien oder Artikel ermittelt werden.

Die Kontrolle der Lagerhaltung macht nur dann Sinn, wenn durch sie nicht nur das vergangene Geschehen festgestellt wird, sondern wenn aus ihr Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden. Abgesehen von den herkömmlichen Lagersystemen wie z. Bodenlagerung oder Fachbodenregallagerung haben sich weitere Methoden wie z. Einfahr- und Durchlaufregale, Umlaufregale oder die modernen Hochregallager herausgebildet. Die Beschickung eines solchen Lagerkanals erfolgt von einer Seite und die Entnahme von der anderen.

Damit wird das Prinzip des first-in first-out konsequent verwirklicht. Gegenseitiges Aufprallen wird durch Bremseinrichtungen verhindert. Verschieberegale erzielen einen hohen Raumwirkungsgrad, da sie im Minimum nur eine Bedienungsgasse benötigen. Sie eignen sich nur für geringe Zugriffshäufigkeiten.

Die Regale sind auf Schienen fahrbar angeordnet und können direkt aneinander gefahren werden, bis die benötigte Gasse frei wird.

Dieses System eignet sich nur für länger lagernde Güter, die auf kleinstem Raum untergebracht werden müssen. Umlaufregale gibt es in horizontaler und vertikaler Umlaufform.

Diese Ebenen können auf eine Manipulationsebene bewegt werden. Anwendung findet diese Form häufig in der Akten- und Kleinteilelagerung.

Der Wunsch nach optimaler Raumausnutzung bei gleichzeitig wirtschaftlichster Anpassung der Gebäudekonstruktion an die Lagerfunktion führte zu den modernen Hochregalanlagen mit Raumhöhen bis zu 35 m und mehr.

Bis zu einer Höhe von ca.