Aktien - Basiswissen

 

Eine Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, die diese an Aktionäre ausschüttet. Der Begriff, den der Gesetzgeber hierfür verwendet, lautet allerdings „auszuschüttender Betrag“.

Zugleich bedeutet eine hohe Dividendenrendite nicht automatisch, dass sich das Investment lohnt. Allerdings ist der Kurs auf 80 Euro gesunken. Denkbar ist auch eine Änderung der Unternehmensstrategie.

​Wie bekomme ich die Dividende?

Es lohnt sich also, über eine Rente mit Dividende nachzudenken. Das bedeutet nichts anderes, als die Geldanlage in Aktien oder Aktienfonds. Immerhin können Aktien einen unschlagbaren Beweis erbringen, dass sich ein Investment rechtfertigt.

Sie ist eine der bekanntesten Kennzahlen bei der Aktienbewertung. Sie wird errechnet, indem die Dividende durch den aktuellen Aktienkurs geteilt und das Ergebnis mit multipliziert wird. Sie wird also in Prozent angegeben. Dies bedeutete jedoch natürlich auch, dass es Aktiengesellschaft mit deutlich schlechterer Dividendenrendite gibt und Unternehmen, bei denen sie deutlich vorteilhafter ausfällt. Zudem unterscheiden Altanleger in der Regel zwischen der veröffentlichen Dividendenrendite und der persönlichen Dividendenrendite.

Beträgt eine Dividende beispielsweise drei Euro bei einem Kurs von sechzig Euro, beträgt die Dividendenrendite zwei Prozent. Sie beträgt dann ganze zehn Prozent.

Allerdings kann diese Rechnung auch in die Irre führen und zum Festhalten an alten Aktien motivieren, obwohl die Investition in andere Wertpapiere deutliche Vorteile hätte. Auch wenn eine hohe Dividende darauf hinweisen kann, dass die Aktiengesellschaft über ein solides Geschäftsmodell verfügt und in der Lage ist, dauerhaft Gewinn zu erzielen, ist die Dividendenrendite nicht immer ein sinnvolles Entscheidungsmerkmal.

Leidet das Unternehmen beispielsweise unter einem Skandal, brechen Kurs und Umsatz in der Regel deutlich ein. Die Dividendenrendite richtet sich allerdings nach der zuletzt gezahlten Dividende, die in der Folge vermutlich deutlich geringer ausfallen wird.

Natürlich wird dies dem Anleger in den meisten Fällen bewusst sein, dennoch schwankt die Dividendenrendite täglich und sollte deswegen immer nur ein mögliches, aber nicht alleiniges Entscheidungskriterium sein. Hinzu kommt, dass die Zahlung einer Dividende in gleicher Höhe selbst dann nicht garantiert ist, wenn die Geschäfte ähnlich gut laufen, wie im vergangenen Jahr.

Es kann sein, dass Umstrukturierungen bevorstehen oder Investitionen getätigt werden sollen und die Dividende im härtesten Fall sogar völlig ausfällt. Der Dividendenabschlag bezeichnet den Kurseinbruch kurz nach Auszahlung der Dividende. Käufer und Verkäufer passen dann ihre Orders entsprechend an.

Vor der Hauptversammlung, auf der die Dividende festgelegt wurde, enthält der Aktienkurs immer schon eine Prognose über die Höhe der Dividende. Wird diese dann ausgezahlt, ist die Aktie auch dementsprechend weniger wert.

Der Käufer würde die Dividende nicht mehr erhalten und will deswegen weniger in die Aktie investieren. Dann erholt sich der Kurs in der Regel wieder in der Erwartung auf die erneute Rendite im nächsten Jahr, auch wenn das Anlegerverhalten hier nicht völlig logisch ist. Gerade Einsteiger sind oft der Meinung, dass es sinnvoll ist, Aktien kurz vor der Ausschüttung der Dividende zu erwerben.

Aktien zeitnah zur Hauptversammlung zu kaufen ist jedoch in der Regel nicht empfehlenswert. In dem Kaufpreis ist dann bereits die geschätzte Dividende enthalten. Am Tag der Dividendenzahlung sorgen die Anleger hingegen dafür, dass der Aktienkurs um die Dividende gemindert wird. Das bedeutet, dass der Anleger bei einem Verkauf keinen Gewinn erzielen könnte. Im Gegenteil muss er die Dividende versteuern, sodass in der Regel sogar ein finanzieller Nachteil entsteht. Er muss also darauf warten, dass sich der Kurs wieder erholt.

Schnelles Geld kann er so also nicht machen. Zudem kann es gerade vor der Hauptversammlung passieren, dass Broker nur Teilausführungen gewährleisten können. Wer die Aktie nicht mit ausreichend Vorlauf erwirbt, kann also nicht mit der Dividende rechnen und erhält zudem unter Umständen einen Kurs, der nicht vorteilhaft für ihn ist. Anleger sollten also niemals Aktien deswegen kaufen, weil bald eine Dividende ausgeschüttet wird. Stattdessen sollten sie ihr Investment längerfristig planen und im Hinterkopf behalten, dass der Aktienkurs bei solchen Unternehmen in der Regel bald fällt.

Die Dividendenstrategie ist eine der bekanntesten Anlagestrategien. Im Gegensatz zur Dividendenrendite lässt sich die Rendite bei Zinsanlagen sehr genau berechnen. Der Anleger erhält eine stabile Verzinsung über eine festgelegte Laufzeit.

Durch die Niedrigzinspolitik am Geldmarkt erhalten Anleger jedoch nur eine sehr geringe Verzinsung für Anlagekapital. Gerade in diesen Zeiten ist die Dividendenrendite meist lukrativer.

Allerdings sollten Anleger dabei besonders auf Unternehmen bauen, die konstant Dividenden ausschütten und deren Kurse in der Regel keine hohen Schwankungen aufweisen. Ein Anleger hat 2. Das Festgeld wird mit drei Prozent über fünf Jahre hinweg verzinst.

Für die Aktien wird jährlich eine Rendite von drei Euro pro Aktie ausgeschüttet. Der Zinsertrag aus dem Festgeld liegt in diesem Fall bei Euro. Die Dividendenrendite würde in diesem Fall bei 15 Prozent liegen. Voraussetzung dafür ist ein Kurs, der sich gegenüber dem Kaufpreis kaum oder gar nicht verändert hat. Beim Dividendenabschlag handelt es sich um den Kursrückgang einer Aktie, der immer am Folgetag nach der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft erfolgt.

Der Kursverlust entsteht dadurch, dass vom Aktienkurs die an die Aktionäre ausgezahlte Dividende abgezogen wird. Der Abschlag wird jedoch nicht bewusst durchgeführt, sondern ergibt sich aus Angebot und Nachfrage der Aktie.

Denn durch die Dividendenausschüttung auf der Hauptversammlung verliert die Aktie zunächst ihren Kupon. Dies bedeutet, dass sie ohne Dividende gehandelt und somit niedriger bewertet wird.

Für die Dividendenrendite bedeutet der Kursverlust zwar zunächst eine Erhöhung. Allerdings sind die gehaltenen Aktien durch den kurzfristigen Kursrückgang auch weniger wert. In der Praxis wird der Dividendenabschlag von wirtschaftlich solide aufgestellten Unternehmen innerhalb weniger Tage wieder durch einen Kursanstieg ausgeglichen.

Dennoch gilt es für Anleger, den Dividendenabschlag beim Bewerten ihres Aktienportfolios im Auge zu behalten. Mit Aktien haben Anleger die Chance, weitaus höhere Renditen zu erzielen als mit fest verzinstem Kapital.

Allerdings sind die Dividendenrendite weit weniger plan- und kalkulierbar als Festzinsen. So besteht neben dem Kursrisiko auch das Ausfallrisiko. Zugleich bedeutet eine hohe Dividendenrendite nicht automatisch, dass sich das Investment lohnt.

Viele Anleger lassen sich von einer hohen Dividendenrendite zum Aktienkauf verlocken. Allerdings kann eine sehr hohe Dividendenrendite vielmehr ein Warnzeichen sein.

Denn es ist durchaus möglich, dass sich ein Unternehmen in einer wirtschaftlich prekären Lage befindet. Dies hat zur Folge, dass der Aktienkurs des Unternehmens stark sinkt.

Da die Höhe der Dividendenrendite jedoch an den Kurs gekoppelt ist, steigt diese analog zum sinkenden Aktienkurs an. So verliert der Aktionär zunächst Geld durch den Kursverlust. Da das betreffende Unternehmen wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, ist zudem nicht gesichert, dass die ursprünglich auf der Hauptversammlung beschlossene Dividende überhaupt in voller Höhe ausgeschüttet wird. Als Anleger verlieren Sie dann trotz ursprünglich hoher Dividendenrendite doppelt.

Die Höhe der Dividendenrendite ist in diesem Fall ein rein rechnerischer Wert, der keinerlei Aussage zur Attraktivität einer Geldanlage zulässt.

Es ist wichtig, dass Sie beim Anlegen in Aktien nicht nur auf die Dividendenrendite achten. Die Ausschüttungen von Genussscheinen eines Unternehmens sind selbst keine Dividenden, werden aber gelegentlich an die Höhe der Dividende einer Aktie desselben Unternehmens gekoppelt. Bis erfolgte die Dividendenzahlung meist am Tag nach der Hauptversammlung. In vielen Ländern gelten abweichende Regelungen.

Manchmal gilt der sogenannte Record date als Stichtag. Bei schwebenden Börsengeschäften bestimmt sich der Anspruch nach dem Schlusstag. Der Ex-Tag ist in der Regel der Zahlbarkeitstag, muss es aber nicht zwingend sein. In Deutschland ist es üblich, die Dividende nur einmal jährlich auszuschütten.

In anderen Ländern sind mehrmalige Ausschüttungen bis hin zu monatlichen Dividendenzahlungen üblich. Das muss aber infolge anderer Marktfaktoren nicht immer so sein. Tatsächlich beachten die Marktteilnehmer lediglich die Ausschüttung, der Kurs kommt aber nach wie vor durch Angebot und Nachfrage zustande. Angegeben wird die Dividende meist in Währungseinheit pro Stück, also beispielsweise drei Euro pro Aktie. Manchmal wird die Dividende aber auch in Prozent des Nennwerts angegeben.

Privatpersonen in Deutschland müssen Dividenden als Einkünfte aus Kapitalvermögen mit der Abgeltungsteuer versteuern. Einzelunternehmen und Personengesellschaften versteuern die Dividenden nach dem so genannten Teileinkünfteverfahren. Für die Gewerbesteuer existierte bereits zuvor eine Mindestbeteiligungsquote.

Da in der Regel die Steuern vorher abgezogen werden, es sich also um einen Nachsteuergewinn handelt, wird auch der Begriff Bardividende verwendet, im Gegensatz zur Bruttodividende vor Abzug jeglicher Steuern. Die Dividende wird üblicherweise auf das zugehörige Konto eines Wertpapierdepots überwiesen. Bei börsennotierten Unternehmen ist dem Dividendenempfänger durch die auszahlende Depotbank eine Steuerbescheinigung über die einbehaltenen Steuern zu erteilen, bei nichtbörsennotierten Unternehmen erfolgt Auszahlung und Steuerbescheinigung direkt durch das ausschüttende Unternehmen.