Online-Petitionen zum Schutz der Regenwälder

 

Die Globalisierung der industriellen Landwirtschaft. Die Erfolge der industriellen Landwirtschaft führten dazu, dass die Erzeugerländer immer mehr landwirtschaftliche Produkte exportieren konnten, und dazu auf freien Zugang zu den Märkten anderer Länder drängten.

Während gegenüber den überlebenden Juden auf Grund des Drucks seitens des Staates Israel das Bedauern für die Nazi-Verbrechen ausgedrückt und seit praktiziert wurde, erfuhren die Sinti und Roma keine staatliche Anerkennung der gegen sie verübten Verbrechen- wer hätte sie auch durchsetzen können. Im Jahr begann die Verfolgung der Kopten. Die östlichen Landesteile waren weitgehend entvölkert worden.

Weltgeschehen

Die Eigentümer der großen landwirtschaftlichen Güter, hauptsächlich Senatoren und Ritter, profitierten vom Export der Agrarprodukte, die sie mit Hilfe der Sklaven billig erstellen konnten.

Sie beliefen sich auf Seit Mitte der achtziger Jahre, als es eine fünfjährige Dürre zu beklagen gab, hat sich die katastrophale Entwicklung beschleunigt. Die dafür zu zahlende Gebühr an den Staat von Niger ist sehr gering. Ein Bewässerungssystem für Niger schien nach Weltbank Analysen sinnvoll.

Auf dem so gewonnenen Boden könnten jährlich drei Ernten eingebracht werden. Die Selbstversorgung an Nahrungsmitteln sei somit möglich. Der Hunger schien besiegbar. Im Jahr also vor zwölf Jahren — wurden Die Stadt Johannesburg hatte ihre Trinkwasserversorgung an einen multinationalen Konzern verkauft.

Darauf wurde der Wasserpreis massiv erhöht. Viele Bewohner der Armenviertel konnten die hohen Preise nicht bezahlen. Viele mittellose Familien waren gezwungen, sich ihr Wasser aus Bewässerungsgräben, verschmutzten Bächen oder Tümpeln zu holen. Einige Bewohner zogen in Soweto vor das Oberste Gericht. Der Prozess wurde gewonnen. Die Stadt Johannesburg musste zulassen, das die öffentliche Trinkwasserversorgung zu bezahlbaren Preisen wieder eingeführt wurde.

Kommen wir zu Haiti. Grundnahrungsmittel ist der Reis. Anfang der 80er Jahre konnte sich Haiti mit Reis selbst versorgen. Die Bauern waren durch einen Einfuhrzoll von 30 Prozent geschützt. Der Schutzzoll für Reis wurde von 30 auf 3 Prozent reduziert. Er ruinierte den nationalen Anbau und damit die Existenz von Hunderttausenden Reisbauern. Gleichzeitig brach der lokale Reisanbau ein- von Als sich der Weltmarktpreis von Reis verdreifachte, konnte der Staat nicht genügend Lebensmittel einführen.

Wechseln wir nach Brasilien. Dort hat das Programm, Agrotreibstoffe zu produzieren, absolute Priorität. Hier wird in erster Linie der Rohrzucker verwendet, um Bioethanol herzustellen. Ein vages Ziel besteht sogar darin, in Zukunft einmal Milliarden Liter zu exportieren.

Jetzt schon werden dazu Häfen ausgebaut. Die Ausbauflächen für Zuckerrohr sollen auf 26 Millionen Hektar ausgedehnt werden. China kann bis zwanzig Ethanolfabriken in Brasilien errichten. Zuckerrohr sei keine Nahrungspflanze, im Gegensatz zu den Amerikanern werde weder Mais noch Weizen verbrannt. Das Argument hält Ziegler für nicht stichhaltig. Die Landwirtschaftsgrenze verlagere sich stetig. Das Zuckerrohr dringe in das Innere des kontinentalen Hochlandes vor.

Die zunehmende globale Nachfrage bewirkt eine Preissteigerung der Lebensmittel. Auf den Zuckerrohrfeldern wird nur selten der gesetzliche Mindestlohn bezahlt. Die Hersteller von Agrotreibstoffen stellen in erster Linie Wanderarbeiter ein. Häufig sterben die Schnitter und ihre Kinder an Tuberkulose und Unterernährung. Die Zahl der Landarbeiter ohne Boden beträgt 4,8 Millionen. Wenn die Ernte im Süden beendet ist, müssen die Arbeiter 2.

Auch Kinder arbeiten auf den Plantagen. Wer protestiert, wird durch einen gefügigeren Arbeiter ersetzt. Ausverkauf von Boden an multinationale Konzerne Das angeblich marxistische Äthiopien ist hier ein beachtliches Negativbeispiel.

Bis haben auch ausländische Investoren neben über 8. Mächtigster Agarinvestor ist der saudische Multimilliardär Al- Ahmoudi. Er will noch zusätzlich Früher lebten auf seinen Ländereien Kleinbauernfamilien aus dem Volk der Nuer, die mit Waffengewalt vertrieben wurden.

Der Konzern erhielt die Konzession ohne finanzielle Gegenleistung für 99 Jahre. Geplant war die Herstellung von Bioethanol. Auch dort soll Zuckerrohr für die Nutzung von Bioethanol angebaut werden, ein Ausbau auf Der Vertrag wurde mit der Regierung in Freetown geschlossen, die betroffenen Bauern wissen nichts von ihrem Schicksal.

Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen fünfzig Personen zur Beaufsichtigung der Zuckerrohrsprossen und des Manioks. Der Tageslohn beträgt umgerechnet 1,8 Euro. Sie bringen die dem Lebensmittelanbau dienenden Flächen zum Schrumpfen, sie vernichten die bäuerlichen Familienbetriebe und verstärken den Hunger in der Welt.

Nach Schätzung der Weltbank sind seit Anfang zusätzlich mindestens 62 Millionen Menschen in das Heer der Unterernährten abgesunken. Heiner Flassbeck meint dazu: Die restlichen 98 Prozent werden vor dem Fälligkeitsdatum weiterverkauft. Wer mit einer Partie Weizen oder Reis, einer Anzahl Hektoliter Öl etc, handle, müsse gehalten sein, die vereinbarte Ware auch zu liefern.

Aktivitäten, die das Verbot der Spekulation mit Grundnahrungsmittel zum Ziel haben: Die Linkspartei in Spanien brachte im Mai einen Gesetzentwurf ein, in dem das Verbot der Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel gefordert wird.

Die Jungsozialisten der Schweiz beschlossen ebenfalls im Mai eine Volksinitiative mit dem Ziel, das Verbot der Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel in die Bundesverfassung aufzunehmen. Die Lage der Ernährung in einem Land, das seit Jahrzehnten planwirtschaftlich funktioniert: Sechs der vierundzwanzig Millionen Nordkoreaner sind stark unterernährt. Zwischen und sind zwei Millionen Menschen den verschiedenen Hungersnöten zum Opfer gefallen.

Anfang gab es riesige Überschwemmungen, die die Reisfelder verwüsteten, die Maul- und Klauenseuche hat den Viehbestand reduziert. In Umerziehungslagern gibt es mehr als An Mangelernährung sterben in den Lagern 40 Prozent der Häftlinge. Dort wurden jährlich Millionen Liter Milch verbraucht. Für die Kleinbauern hatte das die Auswirkung, dass ihre Milchproduktion in fünf Jahren von 2,5 Millionen auf Grund dafür waren die Milchsubventionen der EU, die Milchpulverimporte aus ihr stiegen von 1.

Dies hatte die Weltbank zur Voraussetzung für einen Kredit gemacht. Viele einheimische Bauern in Jamaika zwingen diese Subventionen zum Aufgeben. Von Hähnchenzüchtern in Ghana, die aufgeben mussten, nachdem tiefgefrorene Hähnchenschenkel und -flügel aus der EU den Markt überschwemmten und ihre Preise unterboten. Die frühere Textilindustrie ganz Afrikas sei gezielt kaputt gemacht worden, ist er überzeugt, durch den Verkauf von Textilien, die hier bei Altkleidersammlungen eingesammelt werden.

Es sei eine Frechheit, dass sich das Rote Kreuz, für fünf Cent pro Kilogramm, für die kommerzielle Sammlung über die Altkleidercontainer einspannen lasse, meinte der Referent. Gegenwärtige Preisentwicklung nach Einschätzung der Weltbank: Massenvernichtung in der Dritten Welt, München Um das zu erreichen, investieren die Fonds zum Beispiel in die dem Index zugrunde liegenden Wertpapiere im gleichen.

Für das Menschenrecht auf Nahrung,. Eine Milliarde Menschen sind aktuell von Hunger und Tod bedroht, und die Angst vor der Armut hat längst Schichten in den westlichen Industrieländern erreicht, die sich lange auf der sicheren Seite eines Wohlstandes wähnten, der sich schon immer auf dem Rücken der Ärmsten aufbaute.

Ein Anstieg um einen Prozentpunkt der durchschnittlichen Lebensmittelpreise bedeutet, dass 16 Millionen diese Preise nicht mehr bezahlen können, so die Autorin. Wie die Weltbank meint, verursachten in Afrika die erhöhten Preise für Nahrungsmittel, dass 30 Millionen Menschen zusätzlich in starke Armut gestürzt wurden. Am stärksten traf es Somalia, wo bis Ende über drei Millionen Menschen Lebensmittelhilfe brauchten. Sie haben es aber nicht geschafft, ein Tausendstel dieser Summe für die Ärmsten der Welt bereitzustellen, die angesichts der Ernährungskrise dringend Hilfe gebraucht hätten.

Man kann davon ausgehen, dass sie für den Anstieg der Lebensmittelpreise mit verantwortlich sind. Ein renommiertes Institut geht davon aus, dass 30 Prozent des globalen Anstieges von Lebensmittel-preisen aus ihrem Vorhandensein resultiert.

Bis soll der Anteil auf ein Drittel anwachsen. Eine weitere Dimension von Biotreibstoffen lässt sich in Borneo Indonesien nachweisen. Dort werden Urwälder planiert, um riesigen Palmölplantagen Platz zu machen. Zeitgleich verschwinden die Anbauflächen für Lebensmittel. Der Palmölverbrauch hat sich weltweit verdoppelt. Bislang wurden Margarine oder auch Lippenstifte daraus gewonnen, jetzt ist es Biosprit. Bemerkenswert ist, dass auf den 23 Millionen Hektar Land, auf denen in Brasilien Zuckerrohr für Bioethanol angebaut wird, Nahrungsmittel für eine vegetarische Ernährung von bis zu Millionen Menschen angebaut werden könnten.

Paul Krugmann meint zum Thema Biotreibstoff als Nobelpreisträger: Förderungen und Steueranreize für ihren Einsatz sind ein wesentlicher Faktor, der zur Nahrungsmittelkrise beiträgt. Oder man könnte es auch so sagen: Man lässt Menschen in Afrika hungern, damit amerikanische Politiker in den Bundesstaaten mit einem hohen Anteil von Farmern ihre Wähler hofieren können. Nehmen wir das Beispiel Mauretanien , um das Problem der Unterernährung zu erläutern.

Zahlreiche Exportländer schränkten zum Schutz ihrer eigenen Konsumenten die Ausfuhren von Getreide und Mais deutlich ein. Daraufhin waren Importländer wie Mauretanien mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert. Das Land lebt vom Verkauf von Fischereilizenzen. Ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes wird dadurch erwirtschaftet. Der Fang gelangt tiefgefroren in die Verbraucherländer. Die hochwertigen Fische verschwinden, die Sardinen bleiben. Was schlägt Petra Ramsauer als Lösungsmöglichkeit vor?

Spekulation und die damit verbundene Finanzakrobatik ist ein wesentlicher Faktor der Preissteigerung von Lebensmitteln geworden. Finanzspekulation die Einführung einer minimalen Transaktionssteuer vorgeschlagen, Tobin Tax genannt. Würde lediglich ein geringer Prozentsatz von 0,5 Prozent aller Kapitalflüsse besteuert, brächte dies jährlich Milliarden Euro… Ein Verbot des Börsenhandels mit Agrarprodukten ist unrealistisch.

Allerdings muss bei Spekulationsgeschäften das Regelwerk von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie greifen. FAO — Generaldirektor Jacques Diouf hofft angesichts der Krise auf einen Impuls für eine neue Ordnung der weltweiten Agrarproduktion mit dem Schwerpunkt auf dem Menschenrecht auf Nahrung, das längst völkerrechtlich verankert ist.

Dezember ein Zusatzprotokoll zu diesem Sozialpakt verabschiedet. Damit soll Opfern von Verletzungen sozialer Menschenrechte, wenn ihnen die Lebensgrundlage gewaltsam entzogen wurde und sie sich nicht ernähren können, die Möglichkeit eingeräumt werden, bei der UNO Beschwerde einzulegen. Mit der Einklagbarkeit ist ein erster Schritt getan. Nun geht es darum, die Durchsetzbarkeit dieses fundamentalen Menschenrechtes auch zu gewährleisten.

Wäre es nicht sinnvoller, zu fordern: Und zwar in fünf Bereiche: Investitionen in die Produktivitätssteigerung in den abgelegenen Dörfern der weniger entwickelten Welt, in die Bewahrung natürlicher Ressourcen, in den Aufbau der Infrastruktur und der Märkte, in die Ausbildung der lokalen Bauern und auch in den Aufbau von Nothilfeprogrammen.

Es stellt sich auch die Frage, ob die industrielle — sehr energieintensive — Form der Landwirtschaft angesichts der schwindenden Energieressourcen in der Lage sein wird, den zu erwartenden Nachfrageanstieg bewältigen zu können.

Ertragssteigerungen von Prozent konnten dort verbucht werden, indem Felder mit naturbelassenen Methoden bestellt wurden… Durch den Einsatz traditioneller Methoden schritt die Bodenerosion weniger stark voran, gleichzeitig verringerte sich das Sinken des Grundwasserspiegels. Pflanzliche ökologische Erzeugnisse verursachen um ein Viertel weniger Treibhausgas — Emissionen als konventionell hergestellte Produkte..

Die neue Regelung Nachfolgeprotokoll des Kyoto-Abkommens muss Armutsbekämpfung und Klimaschutz verknüpfen…Eine Möglichkeit wäre es, den Erlös aus dem Handel mit Verschmutzungsrechten zum Teil direkt für die Finanzierung der Millenniumsziele zu verwenden. Würden die Verschmutzungsrechte global gehandelt, würde das bis zu Milliarden Euro bringen. Umso mehr zeigt sich, wie verrückt und dekadent unsere Welt geworden ist.

Es ist so banal. Dies wieder und wieder festzustellen, doch die Folgen dieser Ungleichheit sind tödlich. Für 5 Millionen Kinder pro Jahr. Der dritte Kanzler der Bundesrepublik, Kurt Georg Kiesinger, war bei seiner Wahl umstritten wegen seiner nationalsozialistischen Vergangenheit.

Geboren wurde er in Ebingen in Schwaben. Das Abitur holte er an einem Stuttgarter Gymnasiun nach. Damals entstand sein Plan, in den diplomatischen Dienst einzutreten. Er studierte dort zunächst Neuphilologie, später Jura. Über die Motive seines Eintrittes meinte Kiesinger: Dem widerspricht, dass er von entscheidender Stelle für würdig befunden wurde, in leitender Funktion im Auswärtigen Amt tätig zu sein.

Übertragen wurden ihm die Referate:. In fast fünfjähriger Tätigkeit gingen tausende Dokumente mit nationalsozialistischem Inhalt durch seine Hände. Eine Woche später verlautet in einem Protokoll über eine abermalige Beratung folgendes: Hierzu soll Ministervorlage gemacht werden.

Nach der Kapitulation Frankreichs wurde eine Reise nach Frankreich geplant. Unter der Regie von Kurt Georg Kiesinger stand am Trinkt kein Wasser, die Engländer haben ein fast unglaubliches Vorhaben ausgeführt. Beamte des englischen Geheimdienstes haben den Marathon-See von der Nordostseite her mit Typhusbazillen infiziert, um den Deutschen einen englischen Empfang zu bereiten. Er war eine gewissenhafte Arbeitskraft. Die Mitgliedschaft wuchs in den Jahren von bis von Christian Schauer, März Plebiszitäre Elemente folgten dem Vorbild der Schweizer Bundesverfassung von Dem Reichspräsidenten oblag es, sich direkt an das Volk zu wenden.

Er konnte nach Art. Davon wurde ebenso wenig Gebrauch gemacht wie von einer zweiten Möglichkeit. Im Falle von Meinungsverschiedenheiten zwischen Reichstag und Reichsrat über ein Gesetz konnte der Reichspräsident durch Volksentscheid die Staatsbürger als Schiedsrichter anrufen. Mehr reales Gewicht bekam ein Passus Art. An dieser Hürde scheiterte der Volksentscheid vom Es ging um die Beschaffung von Land und Arbeit für Kleinbauern. Der erste Versuch wurde mangels Geld eingestellt, der zweite scheiterte juristisch.

Die Regierung reagierte auf die Initiativen nicht ausreichend, was zum Vertrauensverlust der Bauern und Landarbeiter beitrug. Die Volksbegehren sollten dem kleinen Sparer Inflationsausgleich verschaffen. Die Marine plante, von an pro Jahr vier sogenannte Panzerkreuzer zu bauen. Die sozialdemokratischen Minister stimmten später dann doch für das Projekt, was bei der Basis einen Sturm der Entrüstung auslöste und ein eher zeitloses Beispiel für den Opportunismus der SPD darstellt.

Das Volksbegehren gegen den Panzerkreuzerbau scheiterte damit. Bei Abstimmungen sich als Kommunist zu erkennen zu geben, war in manchen Gegenden Deutschlands mit viel Mut verbunden. Rate für den Panzerkreuzer ab. Ein Plebiszit, durchexerziert nach parlamentarischen Regeln, kann nicht funktionieren.

Es erreichte nur knapp die Prozent-Hürde. Nur 13,8 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung stimmte gegen den Young-Plan, obwohl damals etwa 23 Prozent der Bürger die Rechtsparteien wählten. Besonders bittere Erfahrungen boten die Volksbegehren für den Fortbestand der Demokratie nicht, die Nazis kamen durch sie nicht an die Macht. So drohten im Volksbegehren gegen den Young-Plan Reichskanzler und Reichsminister, die mit auswärtigen Mächten Verträge zeichneten, in denen eine Kriegsschuld Deutschlands eingeräumt wurde, Zuchthausstrafen nicht unter zwei Jahren.

Ob Volksentscheide allerdings den Faschismus verhindert hätten, ist auch nicht bewiesen. Die Volksabstimmungen waren durch verfängliche Fragestellungen und schwer durchschaubare Verfahren gekennzeichnet.

Trotzdem ist die Zahl der Zustimmenden frappierend. Die Schweiz gilt als das klassische Beispiel der direkten Demokratie.

Seit sind bis Volksentscheide getroffen worden, seit Seit kennt das Land das obligatorische Referendum. Alle Verfassungsänderungen unterliegen der Abstimmung des Volkes und der Kantone. Seit wurden obligatorische Referenden angenommen und 48 verworfen. Das fakultative Referendum wurde eingeführt. Bis kam dies mal vor, 66 Gesetze wurden abgelehnt. Ein weitere Möglichkeit direkter Demokratie besteht in der Volksinitiative zur Teilrevision der Bundesverfassung.

Hierin können seit Dies war bisher nur in 12 Fällen erfolgreich. Die Volksinitiative ist das stärkste direktdemokratische Mittel. Alle Kantone lehnten die Initiative ab. In Kantonen, in denen Rüstungsgüter produzierende Unternehmen beheimatet sind, fiel die Ablehnung besonders deutlich aus, so in Thurgau, wo die auf Fertigung gepanzerter Fahrzeuge spezialisierte Firma Mowag ansässig ist.

Knapp abgelehnt wurde im Dezember eine Verschärfung des Asylrechts. Im Juni stimmte allerdings eine knappe Mehrheit dafür, Ausländer beim Grundstückserwerb weiter zu diskriminieren. Das Volk stimmte gegen die meisten Parteien und die Wirtschaftsverbände. Selbst eine Immobilienkrise und rückläufige Direktinvestitionen konnten das Volk nicht dazu bewegen, die in Boomzeiten aufgebauten Hürden gegen ausländische Grundstückskäufer etwas zu senken.

Initiativen aus der Bevölkerung, die Verfassungsänderungen anstreben, sind allerdings nur in 23 Bundesstaaten des Westens und mittleren Westens möglich. Dort ist auch eine Gesetzesinitiative vorgesehen, in dem die Bevölkerung über ein Volksbegehren einen selbst formulierten Gesetzesvorschlag zur Abstimmung stellen kann.

Fast in allen Städten und Gemeinden sind Bürgerentscheide möglich. Auf Gesamtstaatsebene sind keine Volksentscheide möglich. Einführung in die Direkte Demokratie, hrsg. Zusammenfassung der wichtigsten Umweltreferenden und ihrer Ergebnisse in ausgewählten Bundesstaaten, bis Die acht Millionen Kalifornier hispanischer Herkunft hatten sich gegen den Entwurf empört und dagegen protestiert.

Illegale leben zu Hunderttausenden in Kalifornien, kommen ohne Papiere über die mexikanische Grenze, arbeiten oft zunächst als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft und danach als Kleingewerbler. Sie sind vor den Einwanderungsbehörden sicher, da es kein Meldegesetz gibt. Ein Gericht stoppte Teile eines Gesetzes, nach denen Kinder Illegaler ab sofort der Besuch öffentlicher Schulen verweigert werden sollte. Was bei direkter Demokratie auch auf dem Spiel stehen kann am Beispiel der Todesstrafe.

Die Kriminalitätsfurcht ist in den neunziger Jahren angestiegen. In Ostdeutschland schwankt die Einstellung zur Todesstrafe: Markante Ergebnisse der Erforschung geschlechtsspezifischer Charakteristika: Jüngere Menschen sind überdurchschnittlich oft Gegner der Todesstrafe, ältere Menschen sprechen sich demgegenüber nur zu 47 dagegen aus.

Nur 38 Prozent waren nach diesem Mord noch gegen die Todesstrafe. Vor etwa einem Jahr ist eine ähnliche Situation zu vermelden. Sind wir stark genug, in ökonomisch und politisch verschärfter Situation Volksentscheide zu solchen Themen zu gewinnen? Einführung in die Direkte Demokratie, München Silvano Möckli, Wenn Volkes Stimme sich erhebt. Die Praxis der direkten Demokratie in der Schweiz, in: Bernadette Calonego, Des Volkes Stimme ist nicht progressiv, in: Süddeutsche Zeitung vom 5.

Schweizer gegen Liberalisierung bei ausländischem Grunderwerb, in: Sieg der Starrköpfe ebd. Die robuste Wirtschaft hat Clinton zur Wiederwahl verholfen, in: Spielautomaten in Flughäfen, Schulverbot für illegale Einwanderer, in: Das unsichere Gefühl der Sicherheit.

Unter dem Eindruck spektakulärer Verbrechen wird der Ruf nach drakonischen Strafen lauter, in: September von schauerchristian in Buchbesprechungen. Todesurteile gegen Muslimbrüder bestätigt , in Main-Echo vom Todesurteile können in keiner Weise geeignet sein, einen Weg aus der Krise aufzuweisen. Zu viele Menschen sind schon gestorben als dass die neuen Machthaber nicht wenigstens einmal versuchen müssten, einen Weg der Aussöhnung zu begehen.

Dem Druck weicht er nun aus: Jetzt zieht er sich aus Angst um seine Sicherheit aus dem Showgeschäft zurück. Auch das war Anfang Juni und zeigt, dass auch von dem neuen Machthaber Al-Sisi eine Demokratie mit garantierter Meinungs- und Kunstfreiheit nicht zu erwarten ist. Damit hat er zwar recht, denn der Sieger stand schon vorher fest. Aber Ironie ertragen Diktatoren nicht. Mursi so wenig wie Al-Sisi. Main-Echo online vom 3.

Frühe Kämpfe zwischen Kopten und Muslimen. Nach der Eroberung Syriens durch die muslimischen Araber begannen diese mit 9. Nach ihrem Sieg bei Heliopolis über die Byzantiner wurde das ganze Land besetzt. Alexandria kapitulierte aber erst , nachdem den Kopten ägyptischen Christen unter dem Patriarchen von Alexandria die Religionsfreiheit zugesichert worden war. Die islamischen Herrscher waren nach ihrem Sieg im 7. Jahrhundert in Ägypten weniger an einem Religionswechsel als an den Abgaben der Kopten interessiert.

Im Jahr begann die Verfolgung der Kopten. Die Bauarbeiten ärgerten die muslimischen Bewohner des Stadtviertels. Die Kopten wehrten sich, konnten sich aber nicht durchsetzen, es gab Tote und Verletzte. In den folgenden Jahren wurden Gesetze erlassen, die den Kopten das Leben erschwerten. Alle Kirchengüter wurden beschlagnahmt, Christen hatten schwarze Gürtel und schwarze Turbane zu tragen, sie durften nicht auf Pferden reiten, die Palmsonntag-Prozession wurde verboten.

Der koptischen Beamtenschaft wurde von den Muslimen vorgeworfen, Muslime mit härteren Methoden zur Steuerzahlung zu zwingen als Kopten. Eine frühe Talibanisierung fand unter diesem Kalifen statt. Das Leben der Menschen wurde auf das Jenseits abgerichtet. Der Gesang und das Musikspielen wurde verboten. Schmuck war nicht erlaubt, der Hundebesitz verboten, Schachspiele mussten abgegeben werden und wurden im Kalifen-Palast verbrannt.

Napoleon war bereits im August heimlich nach Frankreich zurückgekehrt. Der erstere entspringt dem See Dembea. Breitengrad durchbricht er einen Bergkette und stürzt in Tälern dieser Berge über sechs Katarakte, deren Fallhöhe jeweils 10 bis 12 Meter beträgt.

Breitengrad, östlich vom Blauen Nil. Er durchbricht dieselbe Bergkette. Die Anzahl seiner Wasserfälle ist jedoch unbekannt. Die beiden Flüsse vereinigen sich unter dem In den er Jahren politisierte sich die Bruderschaft stärker und setzte sich für das Ziel der Rückkehr zum ursprünglichen Islam und der Errichtung einer islamischen Ordnung ein.

Er trat auch für den bewaffneten, offensiven Dschihad gegen Nicht-Muslime und deren Helfer ein. Sie war streng hierarchisch organisiert. Die mächtige Organisation unternahm nichts gegen die Besatzungsmacht. Die Handlungsweise gegenüber der Nationalen Front war extrem. Eine Serie von Attentaten prägte ihr Tun. Die Mordanschläge auf Mustafa el-Nahas am 6.

Dezember , am Januar , der Sprengstoffanschlag auf das Metro-Kino am 6. November in Kairo entdeckt wurde. Dezember wurde General Selim Zaki, Polizeichef von Kairo, in unmittelbarer Nähe der medizinischen Fakultät, in seinem gepanzerten Dienstfahrzeug ermordet. Letzere sah sich ihrerseits gezwungen, die Muslimbrüderschaft zu zerschlagen.

Die Behörden reagierten so ihrerseits mit verstärkter Verfolgung. Februar in Kairo, wahrscheinlich im Auftrag des ägyptischen Königshauses, erschossen; der Attentäter wurde nicht gefasst. Der Brand Kairos am Januar verschanzte sich die Provinzpolizei in Ismailia und führte ein stündiges Gefecht gegen britische Panzer und Artillerie, die sie unter gezieltem Feuer hielten.

Es folgte ein Massaker unter der Fellachenpolizei. Am folgenden Tag kam es zu einem Generalstreik. Studenten und Arbeiter zogen zum Zentrum von Kairo. Kurz vor Mittag traten die Brandleger in Aktion. Sie trugen Listen bei sich, auf denen die Reihenfolge der anzuzündenden Häuser verzeichnet war. Wer waren dies Leute? Nicht zuletzt Anhänger der Muslimbrüderschaft.

Mittels einer Angstpsychose versuchten sie, eine antijüdische Stimmung zu erzeugen, die es bisher in Ägypten nicht gab. Die Demonstranten starrten auf die Taten der Brandstifter, die sich mit Hunderten von jungen arbeitslosen Landstreichern aus dem Lumpenproletariat von Kairo verbündet hatten.

Ahmed Hussein, Führer der Sozialistischen Partei, wurde angeklagt und später von Innenminister Nasser wieder freigelassen. Sieben Brandstifter wurden zu langjähriger Zwangsarbeit verurteilt und wieder freigesprochen. Der Militärputsch von Einige waren Anhänger von Ahmed Hussein. Sie unterstützten General Aziz el-Masri.

Er war Stabschef und wurde wegen seines Zusammenspiels mit der Achse von den Briten aus seiner Position entfernt. Das Oberkommando wurde verhaftet. Es war nicht möglich, diese hydraulischen Aufgaben auf nur lokaler Ebene zu erledigen. Seine ausführenden Organe waren Minister, Gebietsverwalter und Priester.

Jahrhundert vor Christus bestand dann die dreifache Aufteilung des Landes unter dem König, den Priestern und den Kriegern. Privaten Landbesitz gab es während des Mittleren Reiches, danach wurde dieser wieder aufgehoben. Auch unter den Lagiden Dynastie bis 30 vor Christus scheint der König im Besitz des überwiegenden Teils des ägyptischen Grund und Bodens gewesen zu sein. Es gab drei Hauptformen: Später dann gab es die Landzuteilung an Militärführer, deren Unterstüzung sich das Königshaus sichern wollte.

Die zentrale Macht gewann nach kürzester Zeit wieder die Oberhand. Die Mehrheit der Bauern lernte bis ins Jahrhundert nie einen eigenen Grundbesitz kennen.

Friedrich Engels meinte zu Thema Privateigentum im Orient: Ich glaube, es liegt hauptsächlich am Klima, verbunden mit den Bodenverhältnissen, speziell mit den Wüstenstrichen… Die künstliche Bewässerung ist hier die erste Bedingung des Ackerbaus, und diese ist Sache entweder der Kommunen, Provinzen oder der Zentralregierung. Die Regierung im Orient hatte immer auch nur drei Departements: Es gibt auch Punkte der Ähnlichkeit mit dem europäischen Feudalismus: Bonapartes französische Expedition von bis und Mohammed Ali haben den orientalischen Feudalismus stark erschüttert.

In dem Gesetz vom September wurden Bodenpreise festgesetzt, den Bauern ein Erbrecht zuerkannt und die Registrierung des Grundbesitzes geregelt.

Unter der Herrschaft Muhammad Alis wurde mit der Privatisierung des sich bis dahin nominell allein im Besitz des Staates befindlichen Landes begonnen und das alte System der Steuerpacht Iltizam zugunsten einer direkten Besteuerung von Grund und Boden, durchgesetzt durch bezahlte Angestellte des Staates, ersetzt.

Zwei Millionen Feddan 6 — das entsprach der bebauten Gesamtfläche- wurden wie folgt aufgeteilt. Auf die erste Gruppe entfielen 2. Andererseits verfügten 0,01 Prozent der Grundbesitzer über 10 Prozent des Landes. Die erste Gruppe setzte sich aus Magnaten zusammen, die ihren Besitz gewinnbringend an dritte Parteien , sogenannte Compradores verpachteten. Vor vollzog sich eine solche Verpachtung auf zwei Arten: Die Fellachen hatten auch unter einer Vielzahl von Steuern und Abgaben zu leiden sowie einem Anstieg des Pachtpreises parallel zum Anstieg des Baumwollpreises.

Die mittleren Landbesitzer 5 bis 50 Feddan bebauten ihr Land mithilfe einer kleinen Anzahl von Landarbeitern. Eine andere Gruppe 5 bis 20 Feddan hatte es mit einer sich verschlechternden Lage zu tun. Sie fand ihren politischen Ausdruck in der Wafd-Partei. Unterhalb diese Klasse gab es das agrarische Kleinbürgertum, das sich aus Grundbesitzern zwischen 1 und 5 Feddan zusammensetzte. Das Leben dieser Menschen war vom Marktpreis für landwirtschaftiche Produkte abhängig, der auch an weiterverpachteten Parzellen hing.

Auch die extrem Rechte unter Achmed Hussein fand hier Anhänger. Die Schätzungen schwanken zwischen 8 Millionen und 14 Millionen Personen. Die Fellachen drohten sich zu erheben. Die Ägyptische Bodenkreditbank wurde mit französischem Kapital gegründet, folgte die von den Engländern die Land Bank of Egypt.

In der ersten Hälfte des Der Wert des kultivierten Landes betrug Millionen ägyptische Pfund, die Hypotheken beliefen sich auf 60 Millionen ägyptische Pfund. Politischer Staatsstreich von Die dort erlittene Niederlage schwächte Faruks Autorität. Die Muslimbruderschaft wurde daraufhin verboten und zahlreiche Anhänger u. Bewaffnete Bauern griffen Wachen und Polizeikasernen an und erhoben Anspruch auf das von ihnen bearbeitete Land. Streik von Kafr el-Dawwar. August von einer neuen Ära.

Am gleichen Tag wurde die Fabrik von der Armee eingeschlossen. Die beiden Arbeiterführer wurden von einem Militärtribunal zum Tode verurteilt und gehängt. Die Agrarreform von Die oberste Grenze des Landbesitzes wurde auf Feddan festgelegt. Ein Komitee sollte mit der jährlichen Festlegung der Löhne für die Landarbeiter in den verschiedenen Gebieten betraut werden Agrargenossenschaften sollten für die kleinen Grundbesitzer bis zu fünf Feddan eingerichtet werden. Aufgabe war die Beschaffung von Landwirtschaftskrediten sowie die Organisation von Futter- und Düngemitteln und Saatgut.

Hierzu meinte ein Kritiker: Es entstand eine Landwirtschaft von Pächtern, zusätzlich stieg der Anteil von Lohnarbeitern auf dem Land. Die genossenschaftliche Zusammenarbeit war eine Zusammenarbeit auf Kreditbasis zur Kommerzialisierung. Auch vertrat er eine eher konziliantere Haltung gegenüber dem Staat Israel, den er als eine gelungene Befreiung von kolonialer Herrschaft betrachtete. Nach seiner Machtübernahme verschrieb er sich immer mehr dem Panarabismus.

Eine Begründung für seinen Sinneswandel gab Nasser selbst gegenüber einem engen Freund: Jedesmal wenn du oder jemand anderer mit mir über die Araber geredet hatten, habe ich darüber gelacht. Aber dann habe ich das ganze Potential der arabischen Staaten erkannt! Dadurch habe ich meine Meinung geändert. Infolge seiner Wandlung zum arabischen Nationalisten vertrat Nasser auch eine aggressivere Haltung gegenüber Israel, dessen Existenzrecht er ablehnte.

Dies unterstrich Nasser durch seine martialische Rhetorik. Nasser nutzte die Medien, um seine Ideologie in Afrika und vor allem der arabischen Welt zu verbreiten. Dazu benutzte er auch islamische Untertöne.

Häufig wurden Falschmeldungen über diese Radiostationen verbreitet. Die Hinwendung zum Panarabismus half Nasser auch dabei, seinen politischen Gegnern — Nagib und der Muslimbruderschaft- ideologisch etwas entgegenzusetzen.

In die Nasserzeit fielen die guten Beziehungen von Teilen des Militärs zum deutschenNationalsozialismus. Im Main-Echo vom Ägypten — beliebter Zufluchtsort für Nazis. Es fanden dort Unterschlupf: Von ihm ist die Aussage überliefert: Bevorzugt war dieses Buch bei ägyptischen Offizieren verbreitet.

Hans Appler war für den Islamischen Kongress tätig. Ich gratuliere Ihnen vom Grunde meines Herzens. Auch wenn es so aussieht, als seien Sie geschlagen, in Wirklichkeit sind Sie der Sieger.

Es wird keinen Frieden geben, bis Deutschland wieder das wird, was es war. Eden konnte die Haltung Nassers nicht begreifen. Nasser beobachtete von seinem Haus aus, wie englische und französische Luftstreitkräfte den nahe gelegenen Flughafen bombardierten.

Die gesamte Luftwaffe der Ägypter wurde vernichtet. Nasser erwartete einen schnellen Sieg gegen die pro-Saudischen Kräfte. Aber nach drei Jahren war das Truppenkontingent von 5. Zwar konnte die ägyptische Armee einen Teilerfolg erringen, doch musste Sadat erkennen, dass der Konflikt nicht militärisch, sondern nur auf politischem Weg zu lösen war.

Die ägyptische Geschichtsschreibung erwähnte die israelische Überquerung des Suezkanals in Richtung Westen nur am Rande. Die Dritte Ägyptische Armee wurde am Suekanal eingeschlossen. Er reiste nach Jerusalem, und Ägypten erklärte sich als erstes arabisches Land bereit, Israel völkerrechtlich anzuerkennen. Die Annäherung an Israel und den Westen isolierte Ägypten in der arabischen Welt, die ägyptische Mitgliedschaft in der Arabischen Liga wurde bis suspendiert.

Neuer Präsident wurde der bisherige Vizepräsident Hosni Mubarak. Er setzte die Politik der Zusammenarbeit mit dem Westen fort, konnte jedoch auch die Isolierung Ägyptens innerhalb des arabischen Lagers überwinden.

Kreuz und Halbmond, München , S. Das Armeeregime, die Linke und der soziale Wandel unter. Nasser, Frankfurt am Main , S. Die Geschichte meines Lebens, München 2.

Politische Probleme zur Zeit Mubaraks. Das Wirtschaftswachstum, das zuvor etwa 3 Prozent ausmachte und gerade mit dem Wachstum der Bevölkerung Schritt hielt, erreichte in den Jahren bis einen durchschnittlichen Wert von 7,1 Prozent. Die Regierung hatte mindestens 7 Prozent vorgegeben, um die Arbeitslosigkeit abzubauen und die Armut zu bekämpfen. Dank der Wachstumsraten, die relativ hoch sind, sank der Anteil der Ägypter, die unter der Armutsgrenze von 2 Dollar am Tag leben, knapp.

Seit verlangsamte sich das Wachstum auf 5 Prozent. Die Zahl der völlig Armen stieg wieder an. Die Bevölkerung von etwa 82 Millionen ist sehr jung. Von ihnen finden die meisten keine Arbeit oder landen in der Schattenwirtschaft. Sie sind der Rebellion geneigt. Der Internationale Währungsfonds hat immer wieder einen Abbau der staatlichen Subventionen etwa für Lebensmittel gefordert, um das Haushaltsdefizit von 7 bis 8 Prozent am Bruttoinlandsprodukt zu senken.

Dem widersetzte sich Mubarak aber in der richtigen Analyse der verheerenden Wirkung. Nicht gelungen ist es in dieser Zeit der Regierung Nazif, mit dem stärkeren Wachstum die Ungleichheit der Vermögen und Einkommen abzubauen. Im Gegenteil, die Schere öffnete sich weiter, und der opulente Lebensstil der Oberschicht wurde immer sichtbarer und von vielen einfachen Ägyptern als empörend empfunden. Mursi Präsident bis zum 3. Präsident Ägyptens bis zum 3. Juli war Mohammed Mursi, der in Al-Adwah geboren wurde.

Als Mitglied der Führungsriege der Muslimbruderschaft beteiligte sich Mursi in der Regierungszeit Mubaraks an regierungskritischen Demonstrationen und wurde dabei mehrfach verhaftet, zuletzt April zum ersten Parteivorsitzenden dieser neuen Partei. Für seine Partei trat er bei der Präsidentschaftswahl an. Ursprünglich sollte Mursi Parteivorsitzender bleiben, doch die ursprünglich vorgesehene Kandidatur El-Schaters wurde von der Wahlkommission nicht zugelassen.

Juni trat Mursi sein Amt an. Ein Video aus dem Jahre , veröffentlicht vom Mediendienst Memri, zeigt einen eifernden Islamisten, der sich in einem Interview mit einem arabischen Sender über die Israelis auslässt. Mursi gibt sich moderat als Präsident aller Ägypter. Die Kunstfreiheit ist gegenwärtig jedoch in Gefahr. Für Regierungskritiker ist die Lage in Ägypten gegenwärtig schwierig. World socialiste web site, Kommentar zur neuesten Entwicklung im Main-Echo geschrieben am Man kann gespannt sein, ob die Militärs in Ägypten für eine demokratische Entwicklung sorgen können, für die sie in der Vergangenheit nicht standen.

Mursi, der abgesetzte Präsident, war kein Demokrat, sondern instrumentalisierte die Demokratie für eine zunehmende Islamisierung der ägyptischen Gesellschaft. November hat Mursi ein Dekret erlassen, mit dem er seine Entscheidungen über das Recht stellte und sich selbst unangreifbar durch das Rechtssystem machen wollte.

Damit hat er sich als eine Art Diktator etabliert. Er hat zudem Protestierer festnehmen lassen, die schlimmste Folter haben ertragen müssen, schlimmer als die Folter unter Mubarak, bei dem Folter an der Tagesordnung war.

Nach glaubwürdigen Quellen wurden zwanzig Männer in Mursis Gefängnissen vergewaltigt. Er wurde zum Gouverneur von Luxor ernannt. Zur Person, die einen Tötungsaufruf gegen ihn verbreitete, meinte er vor ein paar Tagen: Juni von der ägyptischen Regierung verlangte, sich von den Mordaufrufen zu distanzieren, und zwei Tage später empfängt Mursi Assem Abdel Maged, der den Mordaufruf gemacht hat, und umarmt ihn öffentlich, vor laufender Kamera.

Das ist eine Farce, und die deutsche Regierung darf sich so etwas nicht gefallen lassen. Mai von schauerchristian in Reader Ägypten.

Die Ungarn , die sich selbst Magyaren nennen, wanderten im ersten Drittel des 9. Jahrhunderts vom östlichen Rand des Urals — ihrem ursprünglichen Siedlungsgebiet- in die Steppen nördlich des Schwarzen Meeres ein. Dort wurden sie von den Petschenegen — einem der alten Turkvölker- vertrieben und wanderten nach Pannonien weiter, das früher eine römische Provinz war.

Ihre Oberherrschaft wurde bis an die Enns ausgedehnt. Die Ungarn galten als kenntnisreiche extensive Viehzüchter Pferde und Schafe. Handwerklich widmete man sich dem Waffenschmieden. Jahrhundert folgten kleine Siedlungen und Stallungen nach der rein nomadischen Lebensweise. Dieser musste zudem durch Abgaben der unterworfenen Völker gedeckt werden. Hier wurden neben mNahrungsmitteln auch Sklaven beschafft.

Die Ungarn fielen in alle Gebiete des Karolingerreiches ein. Der Sieg bei Merseburg brachte Deutschland eine Atempause. Erst der Sieg von Kaiser Otto I. Die Herrschaft Stephans I. Im Jahre wurde er zum König von Ungarn gekrönt.

Die Stephanskrone wurde zum Symbol der Christlichkeit des Staates. Diese Region wurde in das Königreich Ungarn einbezogen. Ein wichtiges Datum der ungarischen Geschichte ist der Mongolensturm von Er deckte die Probleme des Landes bezüglich seiner Verteidigung auf.

Die Mongolen zogen sich überraschend zurück. Die östlichen Landesteile waren weitgehend entvölkert worden.

Die Siedlungspolitik wurde wieder aufgenommen. Die östlich der Karpaten lebenden Kumanen und Jazygen wurden als Gruppen aufgenommen und christianisiert. Mehr als zwei Drittel des Landes wurden osmanisch, darunter Siebenbürgen als Vasall des türkischen Reiches.

Die türkischen Siege in Ungarn sind chronologisch so zu datieren: Die Türken haben Ungarn in fünfzehn Sandschaks aufgeteilt. Den Ungarn sind nur Oberungarn und ein oder zwei Komitate, die an Österreich grenzen, verblieben Nicht nur die Türken, sondern auch die Österreicher schinden und schröpfen Ungarn.

Luthers und Calvins Lehre verbreitet sich im ganzen Land. Nicht nur die Türken und die Österreicher sind den Ungarn feind, sie selbst befeinden sich untereinander. Eine walachische und eine türkische Heerschar ziehen gegen Siebenbürgen. Frater Georgius stellt in wenigen Tagen fünfzigtausend Kämpfer auf die Beine. Frater Gregorius wird von Meuchelmördern umgebracht. Im Stadion liegen schon zu viele Tote,und nur mit unserem eigenen Blut dürfen wir freigebig sein.

Das ungarische Blut hat sich für Europa und die Freiheit als zu wertvoll erwiesen, als dass wir nicht mit den kleinsten mTropfen haushälterisch umgehen müssten. Aber ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die an die Möglichkeit eines selbst resignierten, selbst vorläufigen Kompromisses mit einem Terror-Regime glauben, das ebenso sehr Anspruch auf die Bezeichnung sozialistisch hat wie ehemals die Folterknechte der Inquisition auf die Bezeichnung christlich.

Bild Ungarns nach der Machtübernahme der Kommunisten: Insgesamt erreichte die Zahl der von der Säuberung betroffenen Opfer Oktober wurde er wegen angeblicher Spionagetätigkeit festgenommen und in Isolierhaft gehalten. Auch er unterschrieb ein Geständnis, um Folter und Ungewissheit zu beenden. Offensichtlich war das die bevorzugte Methode der Beamten des ungarischen Geheimdienstes. Seit ist der Oktober der Beginn des Aufstandes ein Nationalfeiertag in Ungarn. Oktober bis zum Mitte November zeigt, welche Folgen es haben kann, wenn der Revisionismus die Führung einer kommunistischen Partei erobert: Es soll an die Herrschaft der Pfeilkreuzler und den nach Ende des Zweiten Weltkrieges folgenden Kommunismus in Ungarn erinnern und stellt dabei beide Regime in seiner Ausstellung gegenüber.

Hier wurden während der Diktatur nach dem Zweiten Weltkrieg in Ungarn viele Menschen verfolgt, gequält und getötet. Durch schrittweisen Ausbau umfasste das Gefängnis im Endzustand den unterirdischen Bereich unter dem gesamten umgebenden Häuserblock.

Es sind nicht wenige Städte in Europa, die ihre Gründung den Römern verdanken. Auch Budapest, die heutige ungarische Hauptstadt, zählt dazu. Diese Bedeutung wurde noch dadurch erhöht, dass die Siedlung Sitz des römischen Statthalters der Provinz Pannonien wurde.

Ein Grund für diese herausgehobene Stellung war die ausgezeichnete Lage direkt an der ungemein wichtigen Donau. Jahrhundert zogen die Römer ab. Jahrhundert den heutigen Burgberg in Buda als Königsresidenz befestigen und besiedeln. Pest entwickelte sich auf der anderen Seite der Donau zu einer Kaufmannsstadt. Ein neuer Patriotismus wird deutlich in der Errichtung des Nationalmuseums von In Pest kam es zum Aufstand gegen die Habsburger.

Ödön Lechner schuf eine eigene Variante des Jugendstils. Der Heldenplatz mit dem Milleniumsdenkmal. Es entstand zu den Feierlichkeiten der Tausendjährigen Geschichte Ungarns. Der Komplex wurde fertig gestellt. Die 36 Meter hohe Säule zeigt der Erzengel Gabriel. Betrachten wir näher die Matthiaskirche in Budapest. Höchstwahrscheinlich wurde die alte Marienkirche in der Zeit des Tatarensturms bis zerstört. Das Zentrum der Stadt war die neu errichtete Marienkirche von König Wladislaus Jagiello II.

Innerhalb von 24 Stunden gestalteten sie die Kirche in eine Moschee um. Die Liebfrauenkirche befand sich Jahre in türkischem Besitz. Weil sie Moschee wurde, blieb die Marienkirche erhalten, die anderen Kirchen in der Burg von Buda wurden von den Türken zerstört. Die Eroberung als Glaubensgeschichte: Der abergläubische Schrecken der Augenzeugen bezwang auch die Burgverteidiger: Eger gilt als Prachtstück des Barocks. Die Stadt liegt km nordöstlich von Budapest. In der Bischofskirche kann man sich ein Orgelkonzert anhören, das beeindruckend ist.

Weiter beeindruckend das Erzbischöfliche Lyzeum, in dem ein Deckenfresko des österreichischen Malers Johann Lukas Kracker hervorsticht. Der Erbauer dieses bedeutenden ungarischen barocken Schlosses Gödöllö war Graf Antal Grassalkovich , ursprünglich aus einer kroatischen Adelsfamilie stammend. Eine charakteristische Gestalt des sich im Mit dem Bau des Schlosses wurde ab , nach Plänen und unter der Leitung des aus Salzburg stammenden. Baumeisters Andreas Mayerhoffer begonnen. Königin Elisabeth lebte hier häufig und meinte zum Park: Fragen der Zeit, Reinbeck bei Hamburg , S.

Geschichtliches Schon im 6. Jahrtausend vor Christus lebte man in Zypern in festen Häusern. In dieser Zeit gab es schon Handel mit den Nachbarvölkern.

Obsidianklingen, die aus Kleinasien stammen, beweisen das. Die Ausbeutung der Kupfervorkommen des Landes begann im 3. In dieser Zeit gab es Werkzeuge und Waffen aus Bronze. Während des zweiten Jahrtausends entwickelten sich religiöse Vorstellungen mit einem höheren Differenzierungsgrad.

Über das kultische Leben der Bronzezeit gibt ein mauerum-schlossenes Heiligtum Aufschluss, in dem ein Einzuweihender vor stehenden menschlichen Figuren kniet.

Diese halten Schlangen und tragen Stierhörner. Beide Tiere symbolisieren also Leben und Tod. Es handelt sich hierbei um ein mystisches Ritual. Mitte des zweiten Jahrtausends gelangten Töpferwaren an die syrisch-palästinensische Küste. Das Kupfer war trotzdem der bedeutendste Exporartikel.

In dieser Zeit kommt es auch zu Handel mit der syrischen Stadt Ugarit, wo die Zyprer wahrscheinlich mit den Kretern zusammen trafen und die zypro-minoische Schrift entwickelten.

Um die Mitte des 2. Ihre theoretische Begründung hatte Anfang des Jahrhunderts der britische Nationalökonom David Ricardo mit seiner Theorie der komparativen Kostenvorteile geschaffen: Eine Land sollte danach nicht etwa Selbstversorgung anstreben, sondern diejenigen Produkte für den Markt herstellen, bei denen es geringere Produktionskosten als andere Länder hat - wenn es diese verkauft, kann es auf dem Markt mehr von anderen benötigten Dingen einkaufen, als es selber produzieren könnte; gewinnt also insgesamt bei dem Geschäft.

Diese Mindestpreise führten aber unabhängig von der Nachfrage zu steigender Produktion; und um diese loszuschlagen, exportierten die USA in die Staaten Asiens und Lateinamerikas, wo es eine Nachfrage gab. Auf diesen Märkten war das amerikanische Getreide aber ohne Subventionen nicht wettbewerbsfähig, und als sich die USA in den er Jahren im Gefolge des Vietnamkrieges und einer Haushaltskrise diese Subventionen nicht mehr im bisherigen Umfang leisten konnte, erfolgte unter Richard Nixons Landwirtschaftsminister Earl Butz zum einen der Umbau der amerikanischen Landwirtschaft mit dem Ziel der globalen Wettbewerbsfähigkeit, zum anderen die globale Unterstützung des freien Marktes.

Im Jahr betrugen diese etwa 20 Milliarden Dollar, bei einem durchschnittlichen Farmer betrugen sie 22 Prozent seines Einkommens. Andere gingen den gleichen Weg, und zahlten sogar noch mehr: Um ihre eigene Landwirtschaft vor der Zerstörung durch die subventionierten Erzeugnisse aus den USA und Europa zu schützen, versuchten viele Staaten, ihre Märkte mit Steuern und Zölle für importierte Produkte zu schützen.

Diese Politik scheiterte aber spätestens in den er Jahren: Inzwischen könnte Brasilien Hähnchenfleisch billiger in die USA liefern, als diese es selbst erzeugen könnten - weshalb die USA ihre Bauern durch Einfuhrzölle schützen; und trotzdem ist die amerikanische Handelsbilanz für Nahrungsmittel inzwischen negativ - das Land importiert mehr, als es exportiert.

Die Ausweitung der Anbaugebiete in den Tropen in den letzten Jahrzehnten geht oft bis in die tropischen Regenwälder hinein: Fünf Unternehmen kontrollieren weltweit drei Viertel des Handels mit Saatgut, drei Unternehmen kontrollieren 48 Prozent des weltweiten Getreidehandels. Früher selbstständige Bauern sind dabei oft zu einem abhängigen Baustein dieses internationalen Agrobusiness geworden. Amerikanische und andere Tierhalter etwa gehen auch deshalb nach Brasilien, weil es dort keine Gesetze zum Umgang mit der anfallenden Gülle gibt.

Die andere Frage ist grundsätzlicher: Soll die Versorgung eines Landes mit Lebensmitteln wirklich vom internationalen Handel abhängig sein, und so beispielsweise politischem Druck von anderen Staaten unterliegen können? Warum dies so ist, ist eine der umstrittensten Fragen in der Diskussion über die Welternährung.

Einen Anteil haben die Exportorientierung und die Eigentumsverhältnissen aus der Kolonialzeit: In den Industrieländern wurde dies zuweilen als Chance gesehen: Auf Ricardos Theorie der komparativen Vorteile aufbauend sollten die Länder auf Anbau für den Export oder Industrialisierung setzen und ihre Nahrungsmittel importieren. Kenia hat eine zweigeteilte Landwirtschaft. Als die grüne Revolution nach Kenia kam, wuchs die Produktivität zunächst um 4 Prozent im Jahr, genauso viel wie in Asien.

Die Ursachen lagen zum einen an korrupten Regierungen, die etwa Preise zu ihrem eigenen Wohl manipulierten, zum anderen daran, dass das Saatgut der grünen Revolution nicht an die Verhältnisse in Afrika angepasst wurde: Als dann die Düngerpreise im Gefolge der Ölkrise stiegen und die Regierungen der Industrieländer nicht länger gewillt waren, Dünger zu subventionieren die Anhänger des freien Marktes, die darauf hinwiesen, dass diese Subventionen das Entstehen einer lokalen Düngemittelindustrie verhinderten, hatten sich - wohl auch unter dem Einfluss steigender Ausgaben für Energie und der Frustration über die Korruption in den Empfängerländern - durchgesetzt , brach die Grüne Revolution in Kenia zusammen.

Dort, wo sich wie in Asien die Grüne Revolution sich durchgesetzt hat, hat sie die Erträge zum Teil verdoppelt, nach manchen Schätzungen verdanken bis zu Millionen Menschen ihre Ernährung der Grünen Revolution. Auch hierfür gab es jedoch einen Preis: In vielen dieser Gebiete, etwa im Punjab, dem indischen Brotkorb, in dem auf 1,5 Prozent der Fläche Indiens 20 Prozent des indischen Weizens und 12 Prozent des indischen Reises erzeugt werden, ist heute das Grundwasser abgesunken und mit Pestiziden verseucht.

Aber zahlreiche Bauern haben sich auch derart für Saatgut, Dünger und Pestizide verschuldet, dass viele im Selbstmord den einzigen Ausweg sahen - Schätzungen reichen bis zu In den Ländern, wo die Grüne Revolution gescheitert ist, setzten die Geberländer wieder auf den Anbau von Exportgütern , wenn sie sich überhaupt noch um die Landwirtschaft kümmerten.

In Kenia setzten sie, nachdem in den frühen er Jahren die brasilianischen Kaffeeplantagen durch Kälte geschädigt waren, auf den Anbau von Kaffee. Dies tat allerdings auch Vietnam, und der vietnamesische Robusta-Kaffee war zwar schlechter als der kenianische Arabica-Kaffee - aber billiger. Das Überangebot führte zu sinkenden Preisen, und da Kaffee wenig preiselastisch ist nach der Theorie der Ökonomen sollten sinkende Preise zu steigendem Verbrauch führen und dieser wieder zu steigenden Preisen führen; Kaffeetrinker trinken aber in der Regel nicht mehr, wenn Kaffee billiger wird und auch das Überangebot nicht einfach reduziert werden kann die teuer zur Produktionsreife gebrachten Bäume produzieren ja weiter , blieben die Preise dauerhaft niedrig.

Diese Situation ist typisch für zahlreiche Exportpflanzen, und die Anhänger des freien Marktes sehen dies als natürlichen Prozess, bei dem die schwächeren Anbieter aus dem Geschäft aussteigen. Die amerikanische Hilfsorganisation U. Dieser Anbau ist jedoch fest in das globale Handelssystem eingebunden, und leidet daher unter dem Preisdruck des Handels und steigenden Qualitätsanforderungen, die von Kleinbauern nicht zu erfüllen sind.

Insbesondere leidet der Sektor aber unter steigenden Treibstoffkosten die Ware wird per Flugzeug transportiert , was wiederum seine Zukunft in Frage stellt. Die Kleinbauern haben zudem besonders unter der Praxis der Industrieländer gelitten, ihre mit Garantiepreisen geförderte Überschussproduktion mit weiteren, "Exporterstattungen" genannten Subventionen in Entwicklungsländer zu exportieren. So landen noch heute die Hähnchenkarkassen und -flügel, die wir nicht essen wollen, in Westafrika - und sorgen für Preise, die örtliche Erzeuger in die Pleite treiben.

Mitunter wird die Politik - nach europäischem und amerikanischem Vorbild - von den Staaten selbst betrieben, etwa in Indien, das ebenfalls landwirtschaftliche Erzeugerpreise subventionierte. China und die Golfstaaten zu verkaufen - in der Hoffnung, dass diese die Produktion erhöhen und Devisen ins Land bringen.

Dabei setzten Experten heute eigentlich wieder auf die Förderung von Kleinbauern, denn diese leiden besonders unter dem Hunger auf der Welt, siehe den folgenden Kasten.

Weltweit sind etwa Millionen Menschen unzureichend ernährt ; Meist liegt Hunger nur in Krisenregionen an Nahrungsmangel. Viele Länder, in denen gehungert wird, sind Lebensmittelexporteure. Auch heute hungern Menschen in vielen Ländern vor allem deshalb, weil ihre eigene Ernte nicht fürs ganze Jahr oder eine ausgewogene Ernährung reicht und sie kein Geld haben, das Fehlende dazu zu kaufen.

Im Jahr versprach die internationale Staatengemeinschaft in den Millennium- Entwicklungszielen , den Anteil der hungernden Menschen an der Gesamtbevölkerung bis zum Jahr zu halbieren.

In nahezu der Hälfte der Länder wurde dieses Ziel nicht erreicht. Rückschläge gab es zwischenzeitlich insbesondere durch steigende Preise für Grundnahrungsmittel, die in vielen Ländern zu Unruhen führten - Anfang in Mexiko, in Burkina Faso, Bangladesch, Ägypten, Haiti - und nach Angaben der Weltbank in weiteren 29 Ländern Um den Kleinbauern zu helfen, setzen internationale Organisationen wie die Welternährungsorganisation FAO wieder auf die Landwirtschaft: Ebenso ist Abkehr von der Ideologie des freien Marktes zu beobachten, da klar ist, dass Kleinbauern aus Entwicklungsländern hier keine Chance gegen die subventionierte Landwirtschaft aus den Industrieländern, die zudem von einer hervorragenden Infrastruktur profitiert, haben: Was die Kleinbauern anbauen sollten, ist allerdings umstritten: Die Bill und Melinda Gates Stiftung etwa setzt auf Saatgut, das durch Genmanipulation an die Verhältnisse in Afrika angepasst wird; andere warnen, dass dabei die Gefahr besteht, die Fehler der grünen Revolution zu wiederholen, und sich die Arbeit daher auf die Verbesserung der Bodenqualität konzentrieren sollte.

Dass den armen Ländern der Kampf gegen den Hunger gelingt, ist nicht nur ein moralisches Muss in einer Welt, in der es eigentlich genug zu essen gäbe, sondern liegt auch in unserem eigenen Interesse: In einer globalisierten Welt wird der Hunger nicht zunehmen, ohne dass wir dieses ebenfalls spüren.

Die Ertragssteigerung der industrialisierten Landwirtschaft kam vor allem durch eine massive Steigerung der Inputs Düngemittel, Maschineneinsatz zustande. Diese und die Globalisierung der Landwirtschaft führte aber auch dazu, dass die Landwirtschaft heute ebenso von billigem Öl und Gas für Treibstoffe und zur Herstellung von Düngemitteln abhängig ist wie der Rest der Industriegesellschaft auch; in der industriellen Landwirtschaft werden heute pro Kalorie erzeugter Nahrungsenergie 1,6 Kalorien aufgewendet in der traditionellen, nicht-mechanisierten Landwirtschaft wurden mindestens 10 Kalorien pro aufgewandter Kalorie erwirtschaftet ; bis die Lebensmittel auf unserem Tisch stehen, kommen für Transport, Verarbeitung, Verpackung, Verkauf, Aufbewahrung und Zubereitung noch einmal mehr als 6 Kalorien pro Kalorie Nahrungsenergie hinzu Da die Steigerung der Inputs mittlerweile keine Steigerung der Erträge mehr bringt, nimmt die Produktivität der Landwirtschaft immer langsamer zu; inzwischen liegt sie unter dem Bevölkerungszuwachs.

Seit schrumpften die Getreidevorräte, da der Verbrauch schneller wächst als die Produktion. In der Geschichte der Menschheit gab es drei Erosionsschübe: Letzteres geschieht insbesondere zugunsten der Rinderhaltung - sei es, dass der Regenwald zu Weideland wird, sei es, dass Soja als Futter angebaut wird. In armen Ländern kommt hinzu, dass Hunger die Kleinbauern dazu treibt, auch eigentlich ungeeignete Flächen auf steilen Hängen zu beackern.

Diese Bodenerosion kann mit modernen, bodenschonenden Bewirtschaftungsmethoden zwar auch in der konventionellen Landwirtschaft reduziert werden, aber nach wie vor gehen jährlich rund 10 Millionen Hektar landwirtschaftliche Böden verloren - das ist viel mehr, als neu gebildet werden kann.

Dazu kommt, dass viele landwirtschaftliche Böden immer weniger organische Bestandteile enthalten, die in einem gesunden Boden genau so viel Wasser und Nährstoffe enthalten wie die mineralischen Bestandteile - ihr Anteil geht zurück, weil organisches Material wie Mist als Dünger durch Kunstdünger ersetzt wird mehr: Die Verwendung von Kunstdüngern ist ein Eingriff in die globalen Stickstoff-, Phosphat- und Kaliumkreisläufe, deren Folgen niemand abschätzen kann.

Alleine die Tierhaltung verursacht 65 Prozent hiervon: Da bei der Massentierhaltung auch der Anfall von Gülle nicht mehr an Land gebunden ist, fällt diese zudem konzentriert in bestimmten Regionen an, wo die Böden die anfallenden Mengen längst nicht mehr aufnehmen können. Beim Phosphatkreislauf übertrifft der technische Beitrag die natürliche Menge inzwischen um das zehnfache. Auf dem Festland begünstigt die Düngung solche Pflanzenarten, die mit den Nährstoffen gut zurechtkommen - auch auf den Äckern.