Länderbewertungen: Risiken weltweit auf Höchststand

 

Mass Customization and Country-of-Origin Effects Inauguraldissertation to attain the following academic degrees, based on a cotutelle agreement.

Die Nachfrage kommt dabei von Wiederverkäufern und Endverbrauchern, die sich wegen der zusätzlichen Kosten für den Transport dieser Erzeugnisse vom Auslieferungspunkt zum endgültigen Bestimmungsort Tankstellen, Haushalte, Produktionsbetriebe aus einer nahegelegenen Quelle bevorraten wollen.

Von: C. Isken/Redaktion

Aktien» Nachrichten» COFACE AKTIE» Coface: Risikosignale werden lauter / Kreditversicherer stuft Italien in der Länderbewertung herab - Ende der globalen Wachstumsphase?Price: €

Wie kreditwürdig ein Staat ist, lässt sich an den verschiedenen Ratings der Ratingagenturen ablesen. Die Bonitätsnoten beschreiben prinzipiell die Sicherheit der Staatsanleihen des Landes. Je besser die Bewertung durch die Ratingagentur, desto eher kann der Anleger darauf setzen, dass er sein Investment inklusive Zinsen zurück erhält.

Schlechte Ratings deuten darauf hin, dass die Bonds spekulativ sind und gegebenenfalls ein Zahlungsausfall droht. Sehr schlechte Ratings sind allerdings selten. Hinsichtlich der Sicherheit für normale Sparer, die ihr Geld im Ausland parken, lässt sich sagen, dass der Staat immer dann eine wichtige Rolle spielt, wenn das entsprechende Finanzinstitut in eine Schieflage gerät.

Allerdings gibt es auf eine Rettung von Banken keine Garantie. Die führenden Ratingagenturen bewerten die aufgeführten Banken bzw. In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine stark vereinfachte Ratingskala. In unserem Ratgeber-Bereich bieten wir Ihnen darüber hinaus die detaillierte Ausführung der Ratingtabelle für alle wichtigen Ratingagenturen. Sie weisen darauf hin, dass alle niederländischen Produzenten, die über freie Reserven verfügen, mehrere Vertriebsoptionen haben: Export, Verkauf an einen Händler, an einen Endverbraucher in den Niederlanden, ein regionales Verteilerunternehmen oder an Gasunie.

Obgleich dies einerseits stimmt, ist andererseits festzustellen, dass alle derzeit vorhandenen Reserven mit Ausnahme von Teilen der von Mobil bereits für Gasunie vorgesehen sind. In den Niederlanden verfügt Mobil über [ Zudem stehen Mobil weitere [ Auch diese Tatsache trägt zur "einzigartigen" Position von Mobil bei.

Exxon verfügt über eine bedeutende und lukrative Beteiligung an Gasunie, und geringere Erträge, die auf den Preiswettbewerb zwischen zwei seiner Unternehmungen zurückzuführen sind, würden sich auf Exxon negativ auswirken. Angesichts der vertraglichen Vereinbarungen, auf denen die Gründung von Gasunie beruht, wird nicht zugelassen, dass Mobil weiterhin als Konkurrent von Gasunie auftritt.

Aus diesem Grunde müsste Exxon erst die Zustimmung von sowohl Shell als auch der niederländischen Regierung einholen, bevor das Unternehmen direkt in Konkurrenz zu Gasunie treten kann.

Selbst wenn man davon ausgeht, dass die niederländische Regierung angesichts ihrer Befürwortung der Liberalisierung des Erdgasmarktes Mobil ihre Zustimmung dazu gibt, dass das Unternehmen als Wettbewerber von Gasunie auftritt, wäre eine solche Zustimmung nicht im wirtschaftlichen Interesse von Shell, da der preisliche Wettbewerb einen enormen Gewinnverlust für Gasunie mit sich brächte.

Somit ist die Kommission der Meinung, dass durch den Zusammenschluss die bereits bestehende marktbeherrschende Stellung von Gasunie weiter ausgebaut wird, so dass der funktionsfähige Wettbewerb auf dem niederländischen Ferngasmarkt spürbar behindert würde. Diese Begründung würde darauf hinauslaufen, dass der Wettbewerb in der Gasindustrie irrelevant ist.

Und das ist ganz eindeutig nicht der Fall, selbst wenn man von den internen Dokumenten von Gasunie ausgeht. Die Fusionskontrollverordnung gilt für die Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung von Parteien, die am Zusammenschluss nicht beteiligt sind.

Dabei erkennt die Kommission an, dass es sich um eine indirekte Bestätigung handelt, da sich beide Fälle mit oligopolistischen marktbeherrschenden Stellungen befassen. Wenn also davon ausgegangen würde, dass nur solche Zusammenschlüsse, die eine beherrschende Stellung der an ihnen Beteiligten begründen oder verstärken, von der Verordnung erfasst würden, so wäre deren Zielsetzung so, wie sie sich insbesondere aus den erwähnten Begründungserwägungen ergibt, teilweise gefährdet.

Der Verordnung würde auf diese Weise ein nicht unerheblicher Teil ihrer praktischen Wirksamkeit genommen, ohne dass dies in Anbetracht der allgemeinen Systematik der gemeinschaftlichen Fusionskontrollregelung geboten wäre. Ferner ist dabei zu berücksichtigen, dass es sich bei Gasunie um ein Gemeinschaftsunternehmen handelt, an dem eine der Parteien des Zusammenschlusses eine nicht unwesentliche Beteiligung besitzt.

Das mag zwar richtig sein, ist jedoch nicht von Bedeutung. Weiterhin vertreten die Parteien die Ansicht, dass sich eine Anwendung der Fusionskontrollverordnung auf derartige Fälle erübrige, da die europäischen und nationalen Kartellämter über andere Möglichkeiten verfügten, einen Missbrauch der marktbeherrschenden Position eines Dritten zu verhindern. In der Fusionskontrollvereinbarung ist jedoch kein System zur Kontrolle von Missbrauch vorgesehen, sondern eine strukturelle Kontrolle, um die Begründung oder Stärkung einer beherrschenden Stellung zu verhindern.

So kann durchaus der Schluss gezogen werden, dass die Märkte noch regionalen Charakter haben, wobei als Regionen die "alten Gebietsabgrenzungen" gelten. Er kann jedoch auch als nationaler Markt gesehen werden. Dadurch wirkt die Branche sehr stabil. In Deutschland war die Stabilität bis Mai durch private Vereinbarungen Abgrenzungsvereinbarungen geregelt.

In dem genannten Abschnitt wurde ferner festgestellt, dass ausgehend von der Netzzugangsregelung, wie sie von der deutschen Erdgasindustrie vorgesehen ist Referenzfall VV Gas ein Infragestellen der Position der überregionalen Ferngasgesellschaften nicht wahrscheinlich ist. Anhand dieser Verflechtungen zeigt sich, dass die Verbindungen zwischen Wingas und den anderen Unternehmen weniger eng sind als die zwischen BEB, Thyssengas und Ruhrgas. Daraus ergibt sich eine Kostensymmetrie auf "Grenzhöhe".

Folglich sind sie über diesen Teil der Kosten auch informiert. Von VNG ist ein solches Bestreben nicht zu erwarten. Das Interesse der Anteilseigner richtete sich eher auf das Bestreben, dass das Unternehmen sobald als möglich Dividenden aus dem Kerngeschäft in den neuen Bundesländern zur Auszahlung bringt. Wingas war das erste und einzige Unternehmen, das den Wettbewerb in Deutschland durch die Errichtung eines eigenen Hochdruckleitungsnetzes für heizwertreiches Erdgas auf die Verbraucherebene gehoben hat und ihn heute durch die Erweiterung seines Netzes belebt.

Die Ergebnisse der von der Kommission durchgeführten Untersuchungen unterstützen jedoch die Schlussfolgerung, dass Wingas nicht in der Lage sein wird, das Oligopol noch stärker herauszufordern. Angaben der Parteien zufolge hat Wingas einen Marktanteil von ca. Dies bedeutet, dass das Unternehmen nicht weit von der Zielsetzung entfernt ist. Aus internen Dokumenten der Parteien ist ersichtlich, dass sich der Markt stabilisiert hat und Wingas bereits dabei war, sich eine gefestigte Position aufzubauen.

In diesem Vertrag hat sich RG zum Bezug von wenigstens [ Somit gelangt die Kommission zu der Auffassung, dass Wingas künftig kaum in der Lage sein wird, die Position der etablierten Unternehmen zu gefährden. Nur bei VNG sind die Gewinne bislang eher gering, was wahrscheinlich auf die nach der deutschen Vereinigung erforderlichen enorm hohen Investitionssummen zurückzuführen ist. Jedoch scheinen die gegenwärtigen Anteilseigner auch daran interessiert zu sein, einen möglichst geringen Wert für das Unternehmen anzugeben, da dies die Gefahr mindert, dass die BvS die frühere Treuhandanstalt rückwirkend gerichtlich einen beträchtlichen Betrag einfordert.

Den teuersten Markt hat Frankreich aufzuweisen Im Zeitraum Mai waren die Preise für Firmenkunden, kontinuierliche und diskontinuierliche industrielle Abnehmer in Deutschland stets unter den höchsten der sechs oben genannten Länder zu finden, und zwar sowohl vor als auch nach Steuern.

Obwohl die alten Abgrenzungsvereinbarungen keine Gültigkeit mehr haben, kann dennoch von einem durchaus wirksamen Schutz des eigenen Territoriums unter den auf dem Markt agierenden "traditionellen" Ferngasgesellschaften ausgegangen werden. Dies ist zunächst auf den gemeinsamen Einkauf von importiertem Erdgas zurückzuführen. Da es eindeutige Vereinbarungen zwischen den Gesellschaften darüber gibt, welcher Teil des gemeinsam importierten Erdgases an welches Unternehmen geht, setzen sie ihren Erdgasimportanteil auch nicht dafür ein, sich gegenseitig auf dem Territorium des jeweils anderen "anzugreifen".

Zweitens gibt es die sogenannten Verkaufsabsprachen. Mittels dieser Absprachen können die Umsätze einer Partei auf dem Territorium einer anderen Partei von der Abnahmeverpflichtung der "angegriffenen" Partei gegenüber der angreifenden Partei abgesetzt werden.

Nach Meinung der Parteien kann ein solches Wachstum, das sich bestenfalls als moderat beschreiben lässt, ab dem Jahre [ Dieser Prozentsatz wird jedoch dem Wettbewerbspotential des Unternehmens auf dem deutschen Markt bei weitem nicht gerecht. Das Unternehmen hat einen nicht unwesentlichen Anteil am in Deutschland geförderten Erdgas [ Somit gehört das Unternehmen zu den etablierten Unternehmen auf dem deutschen Erdgasmarkt.

Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass Mobil Erdgas importieren konnte, ohne über ein eigenes Hochdruckleitungsnetz zu verfügen, sich also des Netzzugangs insbesondere bei BEB enger Partner des Unternehmens in Deutschland bediente. Anders als bei dem Einzelkonzern Mobil hat das fusionierte Unternehmen in der Tat durch die Liberalisierung mehr zu verlieren als zu gewinnen.

Die Parteien vertreten die Auffassung, dass infolge der Unternehmensleitungsstruktur von Ruhrgas [ Die Anteile von Exxon und Shell an der europäischen Erdgasförderung und der Ferngasversorgung in den Niederlanden und in Deutschland befinden sich in gemeinsamem Besitz.

Folglich sind ihre wirtschaftlichen Interessen auch gleichgelagert. Trotz der eigenen Philosophie von Exxon und Shell in bezug auf bestimmte Elemente des Ferngasmarktes, die ihren Ausdruck zum Beispiel in den Diskussionen zur künftigen Rolle von Gasunie findet, dürften diese Fakten eine stabile Ausgangsbasis für gemeinsame Interessen liefern.

Dadurch wird der Handlungsbereich der fusionierten Unternehmensstruktur hinsichtlich ihres De-facto-Einflusses auf Ruhrgas spürbar erweitert. Diese Berechnung beruht auf einer Abhandlung von Bresnahan und Salop Bei dem gegebenen Konzentrationsniveau weist ein solcher Anstieg darauf hin, dass eine substantielle Erweiterung der Marktmacht möglich ist.

Vor der Fusion wäre Mobil daran interessiert, die Möglichkeit des Ausbaus der einzigen regionalen Ferngasgesellschaft, die nicht von den Transportleistungen der überregionalen Ferngasgesellschaften abhängt, zum potentiellen Konkurrenten auf einem liberalisierten künftigen Markt zu sichern.

Diese Möglichkeit des Auftretens als potentieller Konkurrent würde nach dem Zusammenschluss durch die Errichtung einer formellen Kontrolle über EGM ausgeschaltet, da im Gegensatz zu Mobil als Einzelkonzern das fusionierte Unternehmen durch die Liberalisierung mehr zu verlieren als zu gewinnen hat.

Die Parteien vertreten die Auffassung, dass die Fusionskontrollverordnung eine zweigleisige Überprüfung vorsieht und dieses Prinzip von der Kommission angenommen und von den Gerichten der Gemeinschaft bestätigt wurde. Dies gilt insbesondere für den Erdgasbedarf der lokalen Verteilerunternehmen. Aus diesem Grund teilt die Kommission die Ansicht der Parteien, dass die Untertagespeicher einen gesonderten sachlich relevanten Markt darstellen. Während der wirtschaftliche Radius bei der Porenspeicherung unter km liegt, ist die wirtschaftliche Entfernung vom Endverbraucher bei der Kavernenspeicherung auf 50 km begrenzt.

Bei Berücksichtigung des Radius von km für Porenspeicher umfasst die gesamte Region um München noch eine weitere Anlage Eschenfelden. Diese Anlagen bedienen den süddeutschen Raum, der einen beträchtlichen Teil des Gemeinsamen Marktes ausmacht. Laut Angaben der Parteien können die vier erschöpften Felder, an denen sie keine Anteile haben, zu Speichern mit einem Arbeitsgasvolumen von etwa [ Jedoch sind die Konzessionsinhaber und weitere interessierte Dritte der Ansicht, dass diese Felder nur eine Kapazität von etwa [ Ferner besitzen die Parteien Anteile an den Feldern, die das höchste potentielle Arbeitsgasvolumen aufweisen.

Grundöle, chemische Additive und Schmierstoffe. Grundöle werden mit chemischen Additiven vermischt, so dass Schmierstoffe entstehen. Grundöle werden nach ihren Eigenschaften klassifiziert. Bei allen Schmierstoffen verändert sich die Viskosität mit der Temperatur mit steigender Temperatur werden die Schmierstoffe dünnfluessiger.

Jedes Grundöl hat einen bestimmten "VI". Diese Eigenschaft sichert insbesondere bei Motorenölen eine wirksame Schmierung. Entsprechend ihrem Viskositätsindex können Grundöle wie folgt klassifiziert werden: Obgleich dies lediglich Begriffe sind, unter denen die Produkte vertrieben und von Exxon und Mobil nicht anerkannt werden, sind sie in der Branche dennoch weit verbreitet.

In der nachfolgenden Tabelle sind die im Dokument verwendeten Begriffe definiert:. Je höher die Flüchtigkeit eines aus Erdöl hergestellten fluessigen Schmierstoffs, desto höher ist der Verbrauch. Die Flüchtigkeit ist abhängig von der Form der Destillationskurve und wird in Noack gemessen. Diese Eigenschaft ist natürlich für Motorenöle und andere Schmierstoffe, die bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden, sehr wichtig.

Der Pourpoint ist direkt von dem eingesetzten Rohöl und den angewandten Aufbereitungsverfahren abhängig. Zumeist wird paraffinisches Rohöl für die Herstellung von Grundölen verwendet, obgleich naphthenisches Rohöl bei einigen Einsatzzwecken bestimmte Eigenschaften aufweist, die der anderen Rohölart überlegen sind. Da die Parteien angegeben haben, dass sie weltweit kein naphthenisches Grundöl herstellen, beschränkt sich die Bewertung auf paraffinisches Grundöl.

Rohöle, die für die Herstellung von Grundölen geeignet sind, unterscheiden sich von den für diesen Zweck nicht geeigneten Rohölsorten durch die Konzentration der Grundölmoleküle sowie auch dadurch, wie leicht sie aus dem Rohöl extrahiert werden können. Arab Light gilt als ein für die Herstellung von Grundölen sehr gut geeignetes Rohöl, während die westafrikanischen Rohöle weniger geeignet sind. In Abhängigkeit vom jeweiligen Einsatzzweck und dem Grundöl finden bei Schmierstoffen verschiedene Additive Anwendung.

Additive lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Dabei ist festzustellen, dass bei allen Additiven Grundöle als Trägersubstanz verwendet werden. Ein DI-Paket beinhaltet zumeist etwa sechs einzelne Additivkomponenten; die wichtigsten darunter sind Detergenzien, Dispergiermittel, Korrosionshemmstoffe und Antioxidationsmittel. Die konkrete Kombination dieser Komponenten und ihr jeweiliger Gehalt hängen vom letztendlichen Einsatz des Schmierstoffs und der Spezifikation des Fertigprodukts ab.

Damit tragen die VI-Verbesserer zum besseren Leistungsverhalten bei niedrigen und hohen Temperaturen bei. Sie können als synthetische Ölverdicker betrachtet werden, die bei geringen Temperaturen relativ inaktiv sind, jedoch bei höheren Temperaturen mit der Wärme reagieren und somit der natürlichen Tendenz der Grundöle zur Verdünnung entgegenwirken.

Alle Mehrbereichsmotorenöle enthalten VI-Verbesserer. Kraftfahrzeugtechnik "Kraftfahrzeugschmierstoffe" , Industrie "Industrieschmierstoffe" , Schiffstechnik "Schiffsschmierstoffe" , Flugzeugindustrie "Flugschmierstoffe". Die Endprodukte entstehen bei den Herstellern von Schmierstoffen durch Zumischen chemischer Additive zu den Grundölen, wodurch die geforderten Eigenschaften erzielt werden.

Der verbleibende Anteil entfällt auf die Schiffs- und Flugzeugtechnik. Die Flugschmierstoffe werden in Abschnitt F behandelt. Industrieschmierstoffe zeichnen sich durch spezielle Eigenschaften aus, die ihnen durch die Additive verliehen werden. Die Herstellung der Schmierstoffe erfolgt in zwei Stufen und umfasst die Vorlage der Produktspezifikation durch den Kunden, die Auswahl der Lieferanten durch den Schmierstoffhersteller und die Gewährleistung spezieller Eigenschaften des Schmierstoffs durch den Additivhersteller.

Sie bestimmen gemeinsam, welche Leistungsanforderungen der herzustellende Schmierstoff erfuellen muss. Der Additivlieferant hat ein Additivpaket zusammenzustellen, das gemeinsam mit dem ausgewählten Grundöl sichert, dass der Schmierstoff die geforderten Eigenschaften aufweist.

Ebenso kann der Additivhersteller die notwendigen Untersuchungen anstellen, um sicherzustellen, dass die Additivpakete für die jeweiligen Grundöle geeignet sind, was oftmals ohne Wissen oder Mitarbeit des Schmierstoffherstellers erfolgt. Dieses verleiht dem Schmierstoff die geforderten Eigenschaften, wobei die Kosten möglichst gering gehalten werden. Sind die Komponenten vermischt, ist der Stoff mit Hilfe von in der Industrie anerkannten Testprogrammen auf Einhaltung der Leistungsvorgaben zu prüfen.

In diesem Fall übernimmt der Additivlieferant die Investitionsaufwendungen, die erforderlich sind, damit die 'Standardpakete' den Anforderungen entsprechen. Dabei hängen die Kosten davon ab, ob eine sogenannte 'Deckung' vorhanden ist, was bedeutet, dass verschiedene Grundöle von verschiedenen Lieferanten verwendet werden können, da der Einfluss dieser Öle auf den Fertigschmierstoff bekannt und dokumentiert ist.

Bei Fehlen einer solchen 'Deckung' wird ein "Austauschprogramm" angewandt, das eine dokumentierte Grundölauflistung ergibt. Laut Angaben der Additivlieferanten und der Schmierstoffhersteller liegen die Kosten für die Nutzung der 'Standardpakete' deutlich über denen eines Additivpakets für spezielle Grundöle.

Ein generisches Additivpaket ist so zu konzipieren, dass es auch bei Verwendung des 'schwächsten' Grundöls bei jedem Prüfstandsversuch die Anforderungen erfuellt.

Da unterschiedliche Grundöle ein unterschiedliches Verhalten zeigen können, kann es durchaus der Fall sein, dass mit dem schwächsten Grundöl ein anderes Testergebnis erreicht wird. Anders ausgedrückt, ist bei einigen Grundölen eine zusätzliche Behandlung mit Additiven erforderlich, damit diese die geforderten Eigenschaften aufweisen. Obgleich das Zulassungsverfahren einen 'internen' Charakter hat im Gegensatz zu den Kraftfahrzeugschmierstoffen , spielt die Kombination von Grundöl und Additiv eine entscheidende Rolle.

Die Kunden aus der Industrie kaufen Produkte wegen der ihnen bekannten Eigenschaften, die gesichert werden müssen. Die Umstellung auf ein anderes Grundöl würde Validierungsprüfungen bei einer Reihe von Schlüsselprodukten und kritischen Leistungsparametern erfordern.

Bestimmte industrielle Tests, mit denen bestätigt werden kann, dass sich die Additive in einem anderen Grundöl nicht anders verhalten, sind zeitaufwendig zum Beispiel dauert ein Oxidationstest über Stunden und verhindern somit den schnellen Übergang zum Einsatz eines anderen Grundöls.

Angaben der Additivlieferanten zufolge kann das Zulassungsverfahren für Industrie- und Schiffsschmierstoffe länger als ein Jahr dauern, normalerweise ist jedoch von sechs Monaten auszugehen. Dies ist auf die Nachfrage nach solchen Produkten von Einzelkunden zurückzuführen, die weder über die Mittel noch das Know-how verfügen, um sicherzustellen, dass der von ihnen gekaufte Schmierstoff auch der richtige für den jeweiligen Einsatz ist.

Ferner beschreibt dieses System das Verfahren zur Herstellung, Prüfung und Bekanntgabe der erforderlichen Leistungsdaten. Additivpakete verändern können, ohne neue Tests durchführen und neue Leistungsmerkmale für ihre Produkte festlegen zu müssen. In einer Durchführungsbestimmung sind ferner die Bedingungen festgelegt, unter denen die Schmierstoffhersteller Änderungen an diesen vornehmen vorrangig Änderungen des VI-Verbesserers oder des Grundöls und dennoch behaupten dürfen, dass die Produkte den geprüften Leistungskriterien entsprechen.

Der ATC erarbeitet eine Durchführungsbestimmung für die Tests, deren Forderungen erfuellt werden müssen, bevor der Hersteller verschiedene Produkteigenschaften deklarieren kann. Ferner umfasst die Durchführungsbestimmung die Regeln für die Registrierung und Durchführung der Tests und die gemeinsame Verwendung der Testdaten. In der Zulassung werden die Bestandteile des Schmierstoffs genau aufgeführt; das Grundöl eines speziellen Herstellers und das jeweilige Additivpaket sind Bestandteil der Rezeptur, für die die Zulassung erteilt wurde.

Der genaue Investitionsumfang sowohl zeitlich als auch finanziell hängt von einer Vielzahl von Faktoren, darunter dem Qualitätsniveau, bereits durchgeführten Tests und dem erforderlichen Änderungsumfang ab Wie schnell die Umstellung erfolgen kann, ist in erster Linie davon abhängig, ob der neue Lieferant Grundöl oder Additive bereits eine Zulassung für das jeweilige Grundöl oder die Additive besitzt.

Ist diese sogenannte "Deckung" nicht vorhanden, belaufen sich die Kosten für das "Austauschprogramm" auf USD für ein einfaches Grundöl-Verzeichnisprogramm bis USD für ein umfassendes Testprotokoll für weniger häufig benötigte Grundöle , wobei von der Annahme ausgegangen wird, dass die Kombination von Grundöl und Additiven aus technischer Sicht die geforderten Eigenschaften erreichen kann.

Ein solches Verfahren dauert 18 Monate und länger. Sie fordern zusätzliche Tests bei anderen Leistungsparametern und eine Zulassung für die jeweiligen Ausrüstungen. Für eine OEM-Zulassung sind zusätzliche Tests sowohl Prüfstands- als auch Feldversuche und weitere zeitliche und finanzielle Investitionen erforderlich. Um die vorhandenen Lagerflächen gut auszunutzen oder die Kaufkraft gegenüber dem Grundöllieferanten zu erhöhen, kann es der Fall sein, dass der Schmierstoffhersteller nicht nach Schmierstoffanwendung unterscheidet.

Wie bereits erläutert, gibt es für Schmiermittel zahlreiche Anwendungen, von denen jede ein anderes Grundöl mit unterschiedlichen Merkmalen benötigt.

Es könnte daher argumentiert werden, dass es genauso viele sachlich relevante Märkte gibt, wie spezifische Anforderungen gestellt werden. Keine Unterscheidung zwischen Motorenölen und industriellen Schmierstoffen.

Des weiteren zeigen die Nachforschungen auf dem Markt, dass zwischen den Grundölen der Gruppe I für Industrieschmierstoffe und Motorenöle nur kleine Qualitäts- oder Preisunterschiede und damit keine Angebotsdifferenzierungen bestehen. Im Hinblick auf den Viskositätsindex sind Grundöle keine fungiblen Erzeugnisse, da jede Schmierstoffart einen spezifischen Viskositätsindex VI benötigt, welcher die Leistungsfähigkeit bestimmt.

Bei dieser Substituierbarkeit auf der Angebotsseite verringert sich jedoch die Ausbeute, wodurch die Produktionskapazität der Grundölanlage beeinträchtigt wird.

Mit zusätzlichen Additiven in der Fertigschmierstoffrezeptur kann ein niedriger Grundöl-VI ausgeglichen werden. Dabei handelt es sich zum einen um Produkte mit niedriger Viskosität oder leichte Grundöle zum Beispiel N und zum anderen um Produkte mit hoher Viskosität oder schwerere Grundöle zum Beispiel N und Brightstock-Öle.

Sie bestimmen sich nach den Anforderungen an Motorenöle, wobei Grundöle mit niedriger Viskosität eingesetzt werden müssen. Leichtere Grundöle haben eine höhere Leistungsfähigkeit und verfügen über Eigenschaften, die eine bessere Abgaskontrolle und einen geringeren Kraftstoffverbrauch ermöglichen.

Die Grundöle der Gruppe I werden aus Rohöl oder Rohölfraktionen getopptes Rohöl, Vakuumgasöl, Raffinationsrückstände hergestellt, während die Grundöle der Gruppe III aus dem Destillationsrückstand gewonnen werden, der in bestimmten Hydrokrackern Hydrokrackerrückstand in Kraftstoffraffinerien anfällt.

In Folge der Entwicklung auf dem Gebiet der Motortechnik und aufgrund der höheren Anforderungen der Automobilhersteller an Kraftstoffverbrauch, Leistung und Ölwechselintervalle sowie aufgrund einer schärferen Emissionsgesetzgebung wird die Nachfrage nach Erzeugnissen der Gruppe I nachlassen.

Aus wirtschaftlicher Sicht besteht besonderes Interesse daran, die Verwendung der Grundöle der Gruppe I möglichst auszuweiten und die Anforderungen an die Schmiermittel unter Kostenaspekten mittels eines günstigen Gleichgewichts von Grundölen und Additiven zu erfuellen. Was die DI-Pakete für Motor- und Getriebeanwendungen betrifft, so deuten die Ergebnisse der Untersuchung darauf hin, dass diese Produkte aus der Sicht der Nachfrageseite nicht einen eigenen sachlich relevanten Markt darstellen, doch dass in Abhängigkeit vom Verwendungszweck unterschiedliche Märkte bestehen könnten.

Eine weitere Abgrenzung des sachlich relevanten Marktes ist in bezug auf DI-Pakete für Motor- und Getriebeanwendungen nicht erforderlich, da auf Mobil weniger als [ Die Parteien begründen ihre Feststellung mit folgenden Erwägungen.

Zunächst einmal werden weltweit dieselben Grundölarten verkauft und eingesetzt. Drittens besteht ein bestimmter Zusammenhang zwischen Grundölpreisen und Bruttospannen. Bei näherer Untersuchung kann keine dieser Feststellungen aufrechterhalten werden, sondern es muss festgestellt werden, dass es sich um einen EWR-weiten Markt handelt. Dieser Preisunterschied wird unter Berücksichtigung der Transportkosten noch deutlicher. Diese Preise sind jedoch die Folge der Krise in Südostasien und werden nicht dauerhaft auf diesem Niveau verweilen.

Die Parteien schätzen ein, dass sich der durchschnittliche Preisunterschied auf einem Niveau von [ Unterstrichen wird dies durch den Umstand, dass beinahe gar keine Handelsaktivität verzeichnet wird. Aus diesem Grund werden die schweren Sorten zum Beispiel Solvent neutral auf dem Spotmarkt angeboten. Die Ausfuhren betreffen hauptsächlich die schweren Sorten.

Schwerneutrale Öle werden auch als Weichmacheröle eingesetzt. In jedem Fall müssten die Transport- und Umschlagkosten hinzugerechnet werden.

Alle befragten Handelsunternehmen haben geantwortet, dass sie in den vergangenen Jahren kein Grundöl in den EWR eingeführt haben. Handelsunternehmen spielen im Exportgeschäft als Zwischenhändler nur eine untergeordnete Rolle. Fast alle Wettbewerber der fusionierenden Seiten mit Ausnahme von Repsol: Das ist insbesondere auf das derzeitige spezifische europäische Verbrauchsprofil und die entsprechenden Qualitätsanforderungen zurückzuführen.

Unabhängig von der Festlegung, ob es sich beim Markt um den EWR oder ein darüber hinausgehendes Gebiet handelt, bewirkt dies keine Änderung der wettbewerbsrechtlichen Würdigung dieses Zusammenschlusses, so dass die Bestimmung des Marktes offen gelassen werden kann.

Hierbei handelt es sich um integrierte Mineralölgesellschaften mit Grundölraffinerien weltweit und einer starken Präsenz und einer Produktion innerhalb des EWR, die die eigenen Bedürfnisse übersteigt: Diese Grundöle dürften von geringerer Qualität sein und werden hauptsächlich im Export, bei industriellen Schmierstoffen und bei Weichmacherölen eingesetzt.

Spanien, wo das Unternehmen gemeinsam mit Cepsa die Grundölanlagen in Algeciras betreibt. Die Marktanteile wurden unter Zuhilfenahme von drei verschiedenen Ansätzen berechnet, und zwar zunächst auf der Grundlage der von den Seiten vorgelegten Sollkapazität, zweitens auf der Grundlage der Istproduktion und drittens auf der Grundlage der Produktion von Erzeugnissen der Gruppe I. Sofern Dritte die angeforderten Angaben nicht zur Verfügung gestellt haben wie z. Da die Dritten darum gebeten haben, die bereitgestellten Angaben zu den Positionen Istkapazität, Istproduktion und Istumsatz als vertraulich zu behandeln, wurden in der Tabelle nur Prozentbereiche genannt.

In der folgenden Tabelle zur Grundölproduktion und -kapazität werden die Istkapazität und die Istproduktion mit der von den Seiten bereitgestellten Istkapazität aus Enerfinance '96 verglichen.

Diese Erzeugnisse sind entweder das Ergebnis einer zusätzlichen Stufe bei der Veredelung der Grundöle oder ein Nebenprodukt der Grundölproduktion.

Verkäufe an Konzernunternehmen werden als Verkäufe für den Eigenbedarf betrachtet. An dritter Stelle steht Shell mit einem Marktanteil, der dem von BP-Mobil nahe kommt obwohl darauf hingewiesen werden muss, dass knapp die Hälfte der Produkte, die Shell für den Transitmarkt bereithält, als Weichmacheröl verkauft wird.

Bei Elf wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Nettokäufer auf dem Markt handelt. Wenn tatsächlich neue Kapazitäten geschaffen werden sollten, dann handelt es sich dabei sicherlich um Kapazitäten für Öle der Gruppe III, für die in Zukunft eine erhöhte Nachfrage erwartet wird.

USD aufgewendet werden müssen. Trotzdem wurden in den beiden letzten Jahren drei Grundölraffinerien geschlossen. In diesen Grundölraffinerien wurden schwerere Grundölsorten hergestellt, so dass sich der Verfall der Ausfuhrpreise seit besonders schwerwiegend auswirkte. Als Konsequenz daraus ergibt sich, dass überregional operierende Grundöllieferanten die zur Erlangung der Austauschbarkeit für ihre Grundölanlagen Investitionen getätigt haben 40 die Zulassung für ihr Grundöl mit einem bestimmten Additivpaket nur ein einziges Mal einzuholen brauchen.

Da sie in geographisch günstiger Lage über verschiedene Produktionseinheiten und zahlreiche Lagereinrichtungen verfügen, sind sie besser in der Lage, verschiedene Mischanlagen zu beliefern. Regional operierende Grundölhersteller, die ihre Produktion geographisch nicht so weit gefächert haben, müssen entweder höhere Kosten für den Transport von ihrer Raffinerie zu den Kundenanlagen auf sich nehmen oder Grundöl auf einem Markt in der Nähe des Kunden d.

In diesem Fall müssen sie jedoch für jede auf dem Markt erworbene Grundölsorte eine Zulassung beantragen. Diese Unternehmen erzielen gegenüber ihren kleineren Wettbewerbern bestimmte Kostenvorteile, da sie ihre Fixkosten problemloser auf die Produktion verteilen können. Dieser europaweite Verbund wird durch Lagerkapazitäten an strategischen Standorten in Europa weiter gestärkt.

Die Wettbewerber haben darauf verwiesen, dass der Transport auf dem Landweg auf einen Radius von km bei LKW und von km beim Schienentransport beschränkt ist. Wenn man davon ausgeht, dass die Fixkosten bei den beiden möglichen Transportfahrten konstant bleiben, dann bedeutet das, dass der Transport von Italien nach den Niederlanden [ Mit anderen Worten, wenn sich die Transportkosten zwischen dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden auf [ Von den europäischen Lieferanten von Motorenöladditiven werden Additivpakete in erster Linie für diejenigen Grundöle entwickelt, die von den Schmierstoffherstellern ausgewählt werden.

Additivhersteller erwerben zusätzliche Zulassungen und bringen die dafür erforderlichen Mittel auf, jedoch nur für die hauptsächlich gehandelten Grundöle vorrangig von Exxon, Shell und BP-Mobil , da bei ihnen die zusätzlichen Zulassungskosten mit der Aussicht auf zusätzlichen Umsatz verbunden sind.

Bei Grundölen, die nicht von Exxon, BP-Mobil und Shell produziert werden, zeichnet sich eine Tendenz zur Ad-hoc-Zulassung mit dem Ziel ab, speziellen Kundenwünschen zu entsprechen, wenn sich dies als technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll erweist.

Damit sind Exxon, BP-Mobil und Shell stets die Schlüssellieferanten für Grundöle, mit denen sich nur wenige der übrigen, kleineren Grundöllieferanten messen können. Entscheidet sich hingegen ein in mehreren Regionen operierender Schmierstoffhersteller dafür, die Grundöle von unterschiedlichen Herstellern vor Ort zu kaufen, sind für die Erlangung einer Zulassung für ein Fertigschmiermittel mehrfache Prüfungen und Zulassungen erforderlich, was abschreckend auf die Additivlieferanten wirkt.

Bei Motorenölen liegt er derzeit zwischen drei und fünf Jahren. Hinzu kommt, dass die Zulassungsanforderungen der Endprodukthersteller immer strenger werden, so dass die Schmiermittelhersteller gezwungen sind ständig neue Rezepturen zu entwickeln. Die Entwicklung der neuen Schmiermittelgenerationen wird von den OEM bestimmt, wobei dies gelegentlich in Zusammenarbeit mit den Mineralölgesellschaften geschieht. Diejenigen Schmierstoffhersteller, die sich hohen Qualitätsstandards verschrieben haben, lagern kein Grundöl von verschiedenen Erzeugern in ein und demselben Grundölbehälter selbst dann nicht, wenn es sich um Grundöle mit ähnlichen Spezifikationen handelt.

Auf Grund der begrenzten Lagerkapazitäten setzen die Schmierstoffhersteller daher häufig "allgemeine Grundöle" ein, die sowohl für die Motorenölerzeugung als auch für die Produktion von Schmierstoffen für die Industrie einsetzbar sind. Aus diesem Grund kommt dann oft ein "allgemeines Grundöl" zum Einsatz, das sich im Rahmen der Spezifikationen für eine breite Erzeugnispalette bewegt.

Das bedeutet, dass ein Grundöl, welches für anspruchsvolle Erzeugnisse eingesetzt wird, auch für weniger anspruchsvolle Erzeugnisse verwendet werden kann. Die Veränderung der Rezeptur eines anspruchsvollen Produkts führt zu unterschiedlich hohen Rezepturkosten, die von der Wahl des benötigten anspruchsvollen Grundöls abhängig sind.

Eine weitere Möglichkeit ist die Spezialisierung auf die Produktion von Kraftfahrzeugschmierstoffen oder von Industrieschmierstoffen obwohl die Parteien angegeben haben, dass es sich hierbei um einen neuen und verstärkt genutzten Trend handelt, behaupten sie, dass es beim Grundöl für Industrie- und Kraftfahrzeugschmierstoffe keinen gesonderten sachlich relevanten Markt gibt.

Die Tatsache, dass die Kombinationen aus Grundöl und Additiven der Zulassung unterliegen, hat auch Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Schmierstoffhersteller und Additivhersteller, da es in den Beziehungen zwischen Schmierstoffhersteller und Additivlieferanten normalerweise um eine ganze Palette von benötigten Additiven handelt.

Ändert der Schmierstoffhersteller seine Schmiermittelrezeptur durch die Umstellung auf andere Grundöllieferanten, so muss der Additivlieferant sein Einverständnis zu einem neuen gemeinsamen Entwicklungsprogramm geben. Verweigert er dieses, bleibt der Mineralölgesellschaft nicht anderes übrig, als nach bereits vollständig zugelassenen Kombinationen aus Grundöl und Additiven zu suchen, was sie gegenüber dem Additivanbieter in eine schwächere Position brächte.

Beim Erreichen dieser Mindestleistungsnormen darf das Erzeugnis nur für eine bestimmte Anwendung zum Einsatz kommen. Bei einer Veränderung der Spezifikationen durch einen OEM können unabhängig von der Marke solange keine Schmierstoffe mehr verkauft werden, wie die Anpassung an die neuen Spezifikationen nicht erfolgt ist. Überregionale Wettbewerber Exxon, Shell, BP-Mobil gehen zunehmend dazu über, eine einzige gesamteuropäische Produktpalette einzuführen sowohl bei Motorenölen als auch bei Wartungsschmiermitteln.

Steht die Rezeptur für einen Schmierstoff erst einmal fest, ist die Häufigkeit des Wechsels der Grundöllieferanten durch die Austauschbarkeit der Grundöle und die Zulassung der Fertigschmiermittel begrenzt. In einigen Fällen geschah dies aus Qualitätsgründen, in anderen Fällen aus Preisgründen.

In allen Fällen hatte jedoch der überlegene Wettbewerber den Standort seiner Produktionskapazitäten in der Nähe des Kunden. Das bedeutet aber nicht, dass Exxon und BP-Mobil keinen Preiswettbewerb durchführen; in einigen Fällen wurde der Kunde im Folgejahr wieder zurückgewonnen.

Nach Informationen der Parteien muss jedoch festgestellt werden, dass 'Additivhersteller in der Lage sind, Grundöle von relativ niedriger Qualität einzusetzen' und Additivlieferanten gelegentlich diese Mengen zusätzlich zu ihren terminvertraglichen Mengen von Exxon, Shell oder NP-Mobil auf dem Spotmarkt aufkaufen. Da Additivlieferanten über keine strengen Zulassungs- oder Qualitätsanforderungen verfügen, gibt es einen scharfen Preiswettbewerb seitens kleinerer Wettbewerber, die die Kunden mit dieser Nachfrage an sich binden möchten selbst wenn dies zu zusätzlichen Transportkosten führt.

Für diese Schmierstoffhersteller sind Qualität, Liefersicherheit und das Fehlen von Zulassungsbeschränkungen die wichtigsten Kriterien, [ Wenn sich die Marktsituation verschlechtert oder die Produktionskapazität wieder auf ihrem normalen Niveau einpegelt, so greifen diese Kunden wieder auf die eigene Produktion zurück.

Daher konzentrieren sich kleinere Grundölraffineriebetreiber auf Verkäufe vor Ort und den Export. Sie sind bei industriellen Schmierstoffen präsent, deren Anforderungen eher auf der allgemeinen Leistungsfähigkeit als auf der Rezeptur basieren, und haben beim Absatz von Industrieschmierstoffen eine starke Stellung erlangt.

Kleine Schmierstoffhersteller mit dem Spezialisierungsgebiet Industrieschmierstoffe sind sehr preisempfindlich und wechseln die Grundöllieferanten, um ihre Einwirkungsmöglichkeiten zu verbessern. In diesem Zusammenhang sind technischer Kundensupport, Flexibilität und Know-how bei speziellen Anwendungen die wichtigsten wettbewerbsbezogenen Kriterien, und gerade in dieser Hinsicht stechen kleine, regional agierende Raffinationsbetreiber besonders hervor.

Diese Unternehmen arbeiten meist nicht mit überregionalen Lieferanten zusammen, sondern bringen mit einheimischen Additivlieferanten gern gemeinsame Entwicklungsprogramme auf den Weg und verlassen sich auf eine garantierte Grundölversorgung aus einem Standort in der Nähe ihrer Mischanlage. Hinzu kommt, dass das Grundöl bei diesen Spezialschmierstoffen von geringerer Bedeutung ist. So verkauft sich zum Beispiel eine Spezialmetallbearbeitungsfluessigkeit zu einem dreimal höheren Preis als ein Industriehydrauliköl.

Dies zeigt sich an einem Grundölraffineriebetreiber, dessen Grundöle zwischen mehreren Anlagen ausgetauscht werden können und der darauf hingewiesen hat, dass eine Grundölaustauschbarkeit nicht automatisch zu einem garantierten Absatz führt.

Für seien lediglich die Lieferverträge für industrielle Anwendungen verlängert worden. Dadurch werden die kleineren Marktbeteiligten im wesentlichen auf die Belieferung von einheimischen Schmierstoffherstellern eingeschränkt, die meist auf Industrieschmierstoffe oder auf den Export ihrer Produktion orientiert sind.

Das ist auf folgende Faktoren zurückzuführen:. Jedoch ist die Sollkapazität ein unzuverlässiger Indikator für die Produktionskapazität einer Grundölraffinerie.

Anstatt von Überkapazität zu sprechen, scheint es angebrachter, sich auf die Überproduktion zu konzentrieren d. Diese Zahlen sind jedoch immer noch fragwürdig. Zum Beispiel wurden von den Parteien viele der öffentlich zugänglichen Abschätzungen der Sollkapazität ihrer Anlagen nach unten revidiert, während sie dies bei den Wettbewerbern nicht taten.

Wettbewerber wie NYNAS stellen nur naphthenisches Grundöl für spezifische industrielle Anwendungen her Gruppe V , das jedoch gegenüber paraffinischem Grundöl für Motorenöl oder allgemeine industrielle Schmierstoffe ohne spezielle Einsatzgebiete wie Druckfarbe oder Gummi wegen des Preisunterschieds und der technischen Merkmale nicht wettbewerbsfähig ist. Seitens eines wichtigen Grundölwettbewerbers wird mitgeteilt, dass aufgrund des Alters zahlreicher Grundölanlagen in der Gemeinschaft die tatsächliche durchschnittliche Produktionskapazität unter der Sollkapazität liegt.

Diese Raffinerien profitieren nicht länger von der Beseitigung von Engpässen [ Eine Schlussfolgerung der Studie bestand darin, dass bei Raffinerien aufgrund der sehr hohen Fixkosten versucht wird, sie jederzeit mit Maximalkapazität zu betreiben. Nach Auffassung von Cepsa wäre eine Verringerung des Auslastungsgrades wirtschaftlich nicht vertretbar.

Die Überproduktion in den Händen von Dritten beträgt ca. Im folgenden wird noch dargestellt werden, dass es trotzdem unwahrscheinlich ist, dass durch diese überschüssige Produktion die Nachfrage im EWR befriedigt werden kann.

Es wäre auch unlogisch annehmen zu wollen, dass die Raffineriebetreiber die Produktion nicht durch eine geeignete Gestaltung der Raffinerien bereits auf ein optimales Niveau geführt haben. Jedoch haben die Parteien dargelegt, dass die tiefere Veredelung von Grundölen zu Kraftstoffen in den vergangenen zehn Jahren zu keinem Zeitpunkt wirtschaftlich sinnvoll war. So hat es den Anschein, als ob sich kleinere Raffinerien durch den Einsatz von Ölschiefersorten an die fallenden Exportpreise anpassen, die ihnen die Möglichkeit geben, das Einsatzgut in eine erhöhte Kraftstofferzeugung umzuleiten und dafür die Grundölproduktion zu verringern.

Dabei werden sie entweder keine Grundöle herstellen und die Einsatzmoleküle zur Kraftstoffherstellung einsetzen, wobei die Grundölraffineriekapazität ungenutzt bleibt. Wir leiten unsere Einsatzstoffe immer dann in eine erhöhte Kraftstoffproduktion, wenn die Auslastung niedrig ist. Bis zum Beginn des Wettbewerbs zwischen diesen Exportgütern und entsprechenden Erzeugnissen aus Asien konnten die schwereren Sorten vorteilhaft verkauft werden.

Dieser Unterschied bei den Sorten wird durch die erheblichen Preisunterschiede zwischen dem Exportmarkt und dem EWR-Markt verdeutlicht, wie im folgenden Abschnitt erläutert. SN liegen die Exportspotpreise weit unter dem Preisniveau im EWR, was, sieht man von der Wirkung von Terminverträgen und potentiellen Qualitätsunterschieden ab, nur auf Angebots- und Nachfrageeffekte zurückgeführt werden kann.

Wie aus den Angaben der Parteien hervorgeht, bieten die Hersteller bestimmte Mengen auf dem Spotmarkt an, je näher sich die Kapazität ihrer Tanklager der möglichen Obergrenze annähert. Dabei akzeptieren sie ohne weiteres das Preisniveau am Markt, da damit die Herstellungskosten gedeckt werden können, und vermeiden auf diese Weise, dass die Produktionskapazität nicht ausgelastet wird.

Auf einem langfristig angelegten Markt kann der dabei erzielte Wert unterhalb der Betriebskosten insgesamt liegen, sich für den Hersteller aber trotzdem als wirtschaftlich sinnvoll erweisen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch der Hinweis, dass Exxon, Shell und in kleinerem Umfang BP-Mobil im Vergleich zu ihren national operierenden Wettbewerbern im Grundölgeschäft nur einen geringen Spotmarktabsatz aufweisen.

Wie bereits ausgeführt, erfolgt der Absatz von Exxon, Shell und BP-Mobil meist termingebunden, während die Wettbewerber eher spotmarktorientiert sind. Nach der Viskosität aufgeschlüsselt ergibt sich für die Ausfuhr von Grundöl durch die neun wichtigsten Wettbewerber von Exxon-Mobil folgendes Bild: Von einigen Wettbewerbern wurde sogar der Markt der leichten Grundöle als zunehmend schwierig bezeichnet.

Die Grundölproduzenten im EWR können, wie von den Wettbewerbern, die die LN-Produktion bereits erhöht haben, mitgeteilt wurde, die Umstellung auf eine erhöhte Produktion von leichten Sorten nicht ohne erhebliche Investitionen durchführen.

Der Wechsel zu einem anderen Rohöl setzt zudem voraus, dass der Hersteller über eine ausreichende Vakuumkapazität verfügt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine Investition in Höhe von rund 50 Mio. USD erfordernden Bau einer Hydrokrackanlage nicht möglich ist.

Von mehreren Wettbewerbern ist angegeben worden, dass sie für die Herstellung von Schmierstoffen geeignetes Einsatzmaterial nur zu Transportkosten beziehen können, die keine Rentabilität zulassen.

In diesem Zusammenhang wird von einem wichtigen Grundölwettbewerber folgendes festgestellt: Die Kommission zieht daraus die Schlussfolgerung, dass diese Hersteller leichte Sorten mit niedriger Flüchtigkeit nicht produzieren würden, gäbe es am Markt keine Nachfrage danach, und dass die Flüchtigkeit ein wichtiges Element bei der Einschätzung der Möglichkeit der Erhöhung der Produktion leichter Sorten ist. Die Raffinerien sind dabei entweder voll ausgelastet oder produzieren in der geforderten Qualität bis an die Leistungsgrenze der Anlage.

Die weitere Umstellung auf Grundöle der Gruppe III kann eher dazu führen, dass unwirtschaftliche Grundölanlagen geschlossen als Überkapazitäten geschaffen werden.

Wenn bei regionalen Betreibern Überkapazitäten bestehen, so werden sie durch Zulassungsbestimmungen und eine beschränkte räumliche Präsenz daran gehindert werden, sich dem Wettbewerb auf dem europäischen Markt zu stellen.

Die Entwicklung der Bruttospannen als Prozentsatz des Verkaufspreises zeigt, dass es in diesen zehn Jahren keine rückläufige Entwicklung gegeben hat. Bei einem Vergleich der Bruttospannen und der Kosten für den Zeitraum [ Anders ausgedrückt, im genannten Zeitraum wurden die Preise von den Kostenschwankungen nur sehr wenig beeinflusst.

Man würde hier eher vermuten, dass auf einem Überangebotsmarkt Kostensenkungen unmittelbar zu einem Absinken der Preise führen. Anders gesagt, Exxon ist von der Überkapazität weit weniger betroffen, als seine Konkurrenten, die bei den Barkosten im 3.

Sie wären damit auf der Grundlage ihrer starken Wettbewerbsstellung in der Lage, jeden Versuch der Parteien zur Preiserhöhung nach dem Unternehmenszusammenschluss unverzüglich und problemlos zu parieren.

Die Parteien stellen dazu weiterhin fest, dass die Fusion nicht zur Schaffung oder Stärkung einer marktbeherrschenden Stellung führt, da der Markt durch eine bedeutende strukturelle Überkapazität gekennzeichnet ist, die bei [ Die fusionierenden Parteien könnten ihre Preise zu Gewinnzwecken erhöhen oder Preisdruck ausüben. Überdies verfügen Shell und Exxon in mehreren Unternehmen, insbesondere beim Additivhersteller Infineum, über gemeinsame Beteiligungen und eine gemeinsame Kontrolle.

Die Strategie von Shell im Bereich Grundöl besteht darin, zuallererst für den Eigenbedarf zu produzieren. Damit würde Shell gegenüber dem Preisführer in der Grundölproduktion nachziehen. Die Aussicht auf fallende Marktpreise durch eine derartige Aktion seitens Exxon könnte dessen Mitbewerber davon abhalten, die Preise von Exxon aggressiv zu unterbieten. Die Parteien haben zwar besonders die Problematik der Überkapazität im EWR betont, jedoch wurde dies durch dritte Grundölwettbewerber nicht bestätigt.

Ein weiterer Beweis dafür ist die Übernahme von Fina durch Total. Die Kommission geht daher davon aus, dass Total nicht in der Lage ist, Grundöle für die Mischaktivitäten von Fina zu liefern.

Im Gegensatz dazu hatten die Schmierstoffhersteller vor dem Unternehmenszusammenschluss die Möglichkeit, eines der drei Unternehmen gegen die anderen auszuspielen. Nach einer Fusion hätten sie nur noch eine geringe Auswahl, da Shell nur über geringe Kapazitäten für den Transitmarkt verfügt, die noch nicht durch Terminverträge gebunden sind. Die Alternative, die Lieferanten sowohl von Grundöl als auch Additiven auszutauschen, würde in Betracht gezogen, da bei einer entsprechenden Auswahl der Additivhersteller, vollständig zugelassene Kombinationen bezogen werden könnten.

Dies erfordere jedoch Zeit, insbesondere angesichts der Vorlaufzeiten, um die vorhandenen Additive zu entsorgen, neue Vorräte anzulegen und OEM-Zulassungen einzuholen.

In der Praxis würden die Schmierstoffhersteller die Preiserhöhung angesichts der grundlegenden Neuentwicklung einer Rezeptur akzeptieren, wenn die erforderlichen Forschungs- und Entwicklungskosten durch das erwartete Umsatzvolumen gedeckt werden können.

Da der Schmiermittelmarkt hart umkämpft ist, würden es die Schmierstoffhersteller angesichts der höheren Preise für Grundöle und dem Druck ihrer Kunden schwer haben, sich zu behaupten. Ein Antrag auf Überarbeitung war bereits vor einigen Jahren von den nationalen Raffineriebetreibern und Schmierstoffherstellern gestellt worden.

Offenbar sollte damit darauf hingewiesen werden, dass Raffineriebetreiber, die mehrere Produkte herstellen, gegenüber den Raffineriebetreibern, die ein einziges Produkt herstellen, bei der Versorgung von Kunden in ganz Europa über einen beträchtlichen Vorteil verfügen.

Da die Überarbeitung noch nicht erfolgte, ist es die Ansicht der Kommission, dass die Bewertung des vorgeschlagenen Zusammenschlusses auf den bestehenden Anforderungen der ATIEL-Leitlinien für die Austauschbarkeit von Grundölen beruhen muss und nicht auf einer Überarbeitung, die möglicherweise in der Zukunft vorgenommen wird.

Bei ATIEL handelt es sich um einen Vertreter des Schmiermittelsektors, der sich aus Vertretern der unabhängigen Schmierstoffhersteller und der nationalen integrierten Mineralölgesellschaften zusammensetzt. Die überregionalen integrierten Mineralölgesellschaften Exxon, BP-Mobil und Shell sind hier in der Minderheit, jedoch müssen Änderungen von Bestimmungen einstimmig beschlossen werden. Der Antrag auf Änderung der ATIEL-Bestimmungen, der vor nunmehr drei Jahren eingereicht wurde, ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Entscheidungsfindung ein langwieriger und mühsamer Prozess und noch nicht abgeschlossen ist.

Die Hersteller von Kraftfahrzeugschmierstoffen erwerben daher beide Zulassungen und sichern damit, dass sie ausreichende Mengen am Markt absetzen können.

Von den Additivlieferanten wurde mitgeteilt, dass Schmierstoffe mit ACEA-Zulassung im allgemeinen nicht nur auf diese Weise gekennzeichnet verkauft würden, sondern stets mit weiteren Zulassungen. Folglich müssen Kraftfahrzeugschmierstoffe zur Erzielung eines ausreichenden Marktvolumens beiden Zulassungen entsprechen.

Da das API seine Spezifikationen alle zwei Jahre ändert, werden die tatsächlichen Belastungen durch Zulassungen und fehlende Grundölaustauschbarkeit bestehen bleiben. So gelten bei Ford beispielsweise eigene Produktspezifikationen, die die Zulieferer nicht nur EU-weit, sondern überall in der Welt einhalten müssen. Wie aus der Marktuntersuchung hervorgeht, wird durch den Zusammenschluss im Bereich der Additive und der Fertigschmierstoffe keine marktbeherrschende Stellung geschaffen oder verstärkt.

So könnte die marktbeherrschende Stellung im Bereich Grundöl zum Beispiel dazu verleiten, die Kosten der unabhängigen Mitbewerber auf dem Schmiermittelmarkt in die Höhe zu treiben. Erhöhung der Grundölpreise, Standardisierung der Produkte und Erhöhung der Anzahl neuer Rezepturen, die für das Grundöl der fusionierten Parteien oder die Additivpakete von Infineum zugelassen werden, plötzliche Preiserhöhungen, kombinierter Verkauf von Grundölmaterial und Additiven sowie eingeschränkter Verkauf von Rohstoffen.

Aus einer solchen Strategie würde auch Shell Nutzen ziehen, da dies die Stellung des Unternehmens auf dem Schmiermittelmarkt stärken würde. Selbst bei einer internationalen Präsenz wären sie gezwungen, Grundöle aus verschiedenen Quellen zu liefern Eigenproduktion in einigen Ländern, Konkurrenzgrundöle in anderen.

Lediglich Shell dürfte in der Lage sein, sich an niedrigere Preise anzupassen, während die anderen Marktbeteiligten mit geringer Nachfrage aus dem EWR-Raum gezwungen sein können, ihre Erzeugnisse auf den Exportmärkten abzusetzen. Das fusionierte Unternehmen bekäme die Möglichkeit, die Entwicklung von neuen Schmierstoffen zu steuern und enge Beziehungen zu OEM- und Additivherstellern aufzubauen, die dann ihrerseits den Wettbewerbern des fusionierten Unternehmens gegenüber Schranken für den Markteintritt errichten würden.

Eine marktbeherrschende Stellung kann durch die Konzentration der Schmierstofflieferkette errungen werden. Die Entwicklung von Additivgemischen aus anderen Grundölerzeugnissen wäre kostenintensiv, da die Additivhersteller nicht mehr sicher sind, ob sie mit diesen Grundölstoffen ein ausreichendes Umsatzvolumen erzielen.

Ein solcher Schritt bei der Entwicklung von Schmierstoffen, die früher teilweise vom Additivlieferanten finanziert wurde, würde diese Schmierstoffhersteller mit hohen Kosten belasten. Zuerst wären die kleinen unabhängigen Schmierstoffhersteller betroffen und würden aus dem Markt gedrängt. Nationale integrierte Schmierstoffhersteller würden in diesem Fall ihre Aktivitäten auf den Markt des jeweiligen Landes beschränken. Auch sehr wirtschaftlich arbeitende Unternehmen wie Castrol, Fuchs oder Texaco wären durch die erhöhten Kosten betroffen und kämen an eine Grenze, von der an sie im Preiswettbewerb mit Exxon-Mobil und Shell nicht mehr bestehen könnten.

Lubrizol und Ethyl die Platz 1 bzw. Platz 3 belegen sind auf den Bereich Additive beschränkt. Texaco Platz 5 verfügt über ein eigenes Additive herstellendes Unternehmen, fertigt jedoch keine Grundöle, während Chevron Oronite auf Platz 4 nur Schmierstoffe in Europa vermarktet. Infineum, das Anfang durch Zusammenlegung der Additivaktivitäten von Shell und Exxon entstand, nimmt den zweiten Platz ein. Zwar wird Infineum durch den geringen Anteil von Mobil [ In Anbetracht der geringen Überlappung wird der Zusammenschluss auf dem Markt für Schmierstoffadditive keine marktbeherrschende Stellung begründen bzw.

Bei ihnen handelt es sich entweder um vertikal integrierte Unternehmen wie die anmeldenden Parteien oder unabhängige Schmierstoffhersteller wie Castrol oder Fuchs. Für denselben Zeitraum lautet die Schätzung von Enerfinance in diesem Bereich wie folgt: Die Schmierstoffbranche dürfte angesichts des Auftretens solcher Wettbewerber wie Shell, Castrol, TotalFina und Elf weiterhin ihren wettbewerbsorientierten Charakter behalten.

Der Verkauf im Einzelhandel erfolgt an den Tankstellen. Bei den vertriebenen Produkten handelt es sich um Otto- und Dieselkraftstoffe. Diese Geschäfte beinhalten normalerweise Einmalkäufe Einzellieferungen von Frachtlosen t Leichterlose oder bis zu t Tankerlose , bei denen die Preisstellung auf der Grundlage des Tageswertes erfolgt.

Die Lieferbedingung lautet ab Raffinerie. Verkäufe ab Raffinerie sind diejenigen Lieferungen, die von der Branche unter der Bezeichnung "Frachtmarkt" geführt werden.