poggensee, investitionsrechnung, grundlagen - aufgaben - lösungen (2009)

 


Soweit liegt die dynamische Betrachtung durch die Diskontierung deutlich näher an der Realität als die statische Betrachtung. Zunächst aber noch ein Hinweis zur Darstellung der Zahlungen auf dem Zeitstrahl.

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In gefragten Gegenden mag sich 1 Prozent Wertsteigerung pro Jahr, gerade derzeit, als eine leichte Übung anhören; wer indes die falsche Ecke oder eine sehr ausgefallene Immobilie wählt, der muss möglicherweise auf ein Plus lange warten.

Ohne Marktkenntnis nutzt die beste Tabellenkalkulation nichts. Wer unrealistische Zahlen einträgt, bekommt unrealistische Zahlen heraus. Wer das fache der Jahresnettomiete als Kaufpreis gezahlt hat, setzt als späteren Immobilienwert ebenfalls das fache der vermuteten Jahresnettomiete z.

Denn Miet- und Wertentwicklung verlaufen meist parallel. Zu gering wird von Laien häufig der Instandhaltungsaufwand kalkuliert. Zwar bildet eine Eigentümergemeinschaft bereits eine Rücklage mit dem monatlichen Hausgeld, aber Sonderumlagen kommen bei älteren Immobilien immer wieder vor. Anzeige Finden Sie die beste Baufinanzierung. Berücksichtigt werden sollte zudem das Leerstandsrisiko sowie die Tatsache, dass ein Maklerhonorar bei Neuvermietung, auf Grund des Bestellerprinzipes, mittlerweile fast immer zulasten des Vermieters geht.

Das Thema Steuern ist wichtig, deswegen allein sollte man aber nicht eine Immobilie kaufen. Die Immobilie für sich muss ein gutes Geschäft sein. Ein Steuereffekt kann das ergänzen. Er fällt umso höher aus, je höher der persönliche Steuersatz des Anlegers ist.

Die Mieteinnahmen erhöhen das zu versteuernde Einkommen, etliche Ausgaben lassen sich aber von der Steuer absetzen. Die wichtigsten davon sind:. Das führt dann zu einer Steuerersparnis. Alle wichtigen Faktoren für eine Rendite-Berechnung werden abgefragt, der Steuereffekt wird anhand des zu versteuernden Jahreseinkommens errechnet und in einer zusätzlichen Tabelle aufgelistet.

Wer mit diesem empfehlenswerten Tool der Verbraucherschützer mal einige der Angebote durchrechnet, die derzeit auf dem Markt sind, wird feststellen: Riesen-Renditen wird der Vermieter in Spe kaum erzielen.

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Ein ordentliches Ergebnis und konservativ gerechnet. Weil so viele verschiedene Faktoren Einfluss auf den Erfolg einer Geldanlage ausüben, gibt es auch verschiedene Rechenformeln für die Renditen. Bei der einfachsten Formel, der Grundformel zur Berechnung der Rendite einer Kapitalanlage, wird das eingesetzte Kapital mit dem Gewinn in Relation gesetzt.

Wer auf Rechnen keine Lust hat, kann auch die Umlaufrendite als Vergleichsmittel für eine Kapitalanlage hinzuziehen. Die Umlaufrendite ist der durchschnittliche Renditewert aller inländischen, bereits emittierten Anleihen erster Bonität , insbesondere Staatsanleihen, welche sich aktuell im Umlauf befinden.

Statt eines festgelegten Zinssatzes findet man auf dem Wertpapiermarkt einen festgelegten Preis für ein Wertpapier. Dieser Preis ist der Kurs eines Wertpapiers. Aus diesem lässt sich die Rendite des Wertpapiers ableiten. Besonders wichtig sind die Entwicklung des Kurswertes, des Marktzinses und die Laufzeit.

Hat sich das Risiko bei einer Kapitalanlage für Sie bezahlt gemacht oder nicht? Rendite mit Rauch Glimmstengel sind noch lange nicht out.

Um den risikolosen Zins zu erhalten, ist es ratsam die Geldmarktrendite für den jeweiligen Zeitraum als Anhaltspunkt heranzuziehen. Anhand dieser errechnen Sie die Standardabweichung. Um die Volatilität auf das Jahr zu beziehen, müssen sie aus dieser die zwölfte Quadratwurzel ziehen.

Übersicht der Investitionsrechnungsverfahren unter Annahme der Datenunsicherheit Historische Entwicklung der Investitionsrechnung 1. Dies liegt daran, dass die mathematischen Modelle, die die Grundlage der Investitionsrechnungsverfahren bilden, theoretisch schon seit langer Zeit ausgereift sind. Das Problem liegt primär in der Beschaffung verlässlicher Daten. Da eine wirtschaftlich orientierte Investitionsentscheidung immer Prognosewerte der wirtschaftlichen Erfolgszahlen der Zukunft verwenden muss, müssen Prognosemodelle für die Schätzung dieser Werte herangezogen werden.

Hierfür werden triviale Modelle oder Techniken der akademischen Entscheidungstheorie benutzt. Da die Zukunft aber nach wie vor in den meisten Fällen nicht exakt prognostizierbar ist, liegt hier die eigentliche Schwäche der Realitätsnähe der Rechenergebnisse.

Verändert haben sich in den vergangenen Jahrzehnten primär die Schlagkraft und das betriebliche Know-how bei der Anwendung der Informationstechnologie.

So lassen sich rein unter dem Aspekt der Betrachtung auf der Zeitschiene die wissenschaftliche Entwicklung und die Anwendung der relativ einfachen Verfahren der statischen Investitionsrechnungsmethoden mit der fehlenden betrieblichen Rechenkapazität begründen.

In einer Zeit ohne die betriebliche Verbreitung von Computern und Taschenrechnern war die Verwendung der statischen Investitionsrechnungsverfahren ein sinnvolles Hilfsmittel zur Unterstützung der betrieblichen Entscheidung. Mit der Verbreitung der Taschenrechner war auch die mit höherem Rechenaufwand begleitete Durchführung der dynamischen Investitionsrechnungsverfahren in Betrieben mit vertretbarem Arbeitsaufwand möglich.

Die Simultanmodelle des Kapitalbudgets, die Entscheidungssituationen deutlich realitätsnäher abbilden können, als das in den anderen Modellen möglich ist, fanden ihre breitere betriebliche Anwendung erst mit dem Einzug von Personalcomputern in Betrieben in den 80er Jahren. Neben der Betrachtung der Zeitschiene hat natürlich auch noch die Komplexität des Entscheidungsproblems einen Einfluss auf das verwendete Investitionsrechnungsverfahren. Für die Beurteilung einer Anschaffung mit einer Anschaffungsauszahlung von 50 Euro ist sicherlich ein statisches Investitionsrechnungsverfahren wegen der vermutlich geringen Bedeutung dieser Investition gerechtfertigt, falls hier überhaupt ein mathematisches Verfahren angewendet wird.

So werden hier auch immer wieder bedeutende Investitionen aufgrund von fehlendem Know-how mit zu trivialen Investitionsrechnungsverfahren oder ganz ohne sie durchgeführt. Auch die Branche hat einen Einfluss. So sind Unternehmen, die besonders viel Kapital in kurzer Zeit investieren, Investmentbanken also beispielsweise, intensiver mit investitionsrechnenden Stellen, auch in hierarchisch oberen Ebenen der Aufbauorganisation der Unternehmen, ausgestattet.

Je kleiner die Unternehmen werden, desto eher fällt die aufbauorganisatorische Aufhängung zunächst in eine Controlling Abteilung, mit weiterer Unternehmensverkleinerung in eine Abteilung Rechnungswesen und dann in eine allgemeine Abteilung zurück.

In sehr kleinen Unternehmen ist dies dann Aufgabe der Unternehmensleitung direkt. Die Implementierung in die Aufbauorganisation ist auch stark davon abhängig, ob im Unternehmen eine Linienorganisation, eine Matrix- oder eine Projektorganisation vorhanden ist. Mischformen sind natürlich möglich. Mögliche alternative Konkretisierungen einer investitionsrechnenden Abteilung werden in Abbildung 1.

Gesonderte Überlegungen für andere Organisationsformen wie die Matrix- oder Projektorganisationsform werden hier nicht angestellt. Die in der Abbildung 1. In sehr kleinen Unternehmen wird die Investitionsrechnung, soweit sie existiert, im Regelfall nur in sehr einfacher Form vorgenommen Inv 1.

Hier ist aus der Sicht dieses Fachgebietes bei bedeutenderen Investitionen den Unternehmensleitern zu raten, externen Sachverstand für die Investitionsrechnung zurate zu ziehen. Mögliche Verankerung der investitionsrechnenden Einheiten in der Aufbauorganisation 21 1. Bei einer solchen aufbauorganisatorischen Installation gibt es dann natürlich immer einen weiteren operativen Bereich in Form etwa einer Abteilung, die die Arbeit der Investitionsrechnung und der dafür nötigen Datenbeschaffung dann verantwortlich begleitet.

Dies könnte durch eine eigene Investitionsabteilung Inv 6 oder eine Abteilung mit diversen Stellen Inv 6 mit Inv 11 organisiert sein. Soweit innerhalb der in diesem Absatz geschilderten Schrittfolge nicht die Abteilungsleitungen die Investitionsrechnung durchführen, sondern sie dies an eine nachgeordnete Stelle in diesen Abteilungen delegieren, ergeben sich die Stellenkonkretisierungen Inv 8, Inv 9, Inv 10 und Inv 12 in Abbildung 1.

Deutlich besser wird das Wissen über Investitionsrechnung in einem Unternehmen natürlich durch eine eigene Abteilung zur Investitionsplanung in der Aufbauorganisation der vorgestellten Linienorganisation manifestiert. Diese Organisationsform repräsentiert Wissen und Kompetenz bei der Vorbereitung von Investitionsentscheidungen durch die Durchführung von Investitionsrechnungen und durch die Datenbeschaffung sicher am besten.

Zu betonen ist an dieser Stelle noch, dass eine derartige Aufbauorganisation nur erfolgreich sein kann, wenn eine geeignete interne Unternehmenskommunikation vorhanden ist. Sobald sich die Einheit der Investitionsplanung in der Aufbauorganisation als eigenständige Gruppe versteht, ohne Wissen mit anderen Einheiten auszutauschen, werden nicht genügend realitätsnahe Daten gesammelt werden können.

Gerade bei 22 Die Ablauforganisation einer Investitionsrechnung Produktionsbetrieben sind die investitionsrechnenden Abteilungen auf Informationen über technische Notwendigkeiten und Schwierigkeiten aus produzierenden Abteilungen angewiesen, da dieses Wissen in Investitionsplanungsabteilungen eher selten stark repräsentiert ist. Bedeutender als die Aufbauorganisation der Investitionsplanung ist eine strukturierte und transparente Ablauforganisation der Investitionsplanung, welche im folgenden Unterkapitel dargestellt wird.

Nur ein kleiner Bereich dieser Phasen des Entscheidungsprozesses, die eigentliche Investitionsrechnung mittels eines Investitionsrechnungsverfahrens, ist Gegenstand dieses Buches. Die einzelnen Phasen sind in Abbildung 1. Zum einen wird so die Unternehmensumwelt in Bezug auf das Aufkommen neuer Informationen beobachtet. Derartige neue Informationen können zum Beispiel den technischen Fortschritt betreffen.

Durch das Aufkommen neuer Verfahren oder kostengünstigerer Maschinen kann zur Erhaltung der Wettbewerbsstärke eine Ersatzinvestition nötig werden.

Ausführlich werden wir sie in Kapitel 5 behandeln. Ebenso kann durch Informationen über das Verhalten der Konkurrenz ein durch Investitionen begleitetes Handeln nötig werden.

Diese Informationen können über die automatisierte Überwachung neuer Informationen im Internet, die Lektüre von Branchendiensten und Printmedien, den Besuch von Fortbildungen oder Branchentreffen oder durch Mitarbeiter an das Unternehmen herangetragen werden. Zum anderen werden aus dem Unternehmen selbst kommende Informationen über die Notwendigkeit einer Erweiterung oder einer Rationalisierung oder eines Ersatzes von Investitionsobjekten aufgenommen.

Sollten diese Anregungen mit den Zielen der Unternehmung übereinstimmen und ein Bedarf möglich sein, tritt der Investitionsrechner in die folgende Phase ein, die Planungsphase. Hier erfolgt zunächst eine konkrete Zielfestlegung zum Planungsproblem.

So ist festzulegen, ob es neben monetären auch nichtmonetäre Kriterien gibt. Dies kann entweder durch die spätere Festlegung des zu benutzenden Investitionsrechnungsverfahrens berücksichtigt werden oder durch Formulierung von K. Nichtmonetäre Kriterien könnten z. Ein nichtmonetäres Kriterium könnte auch der Ausschluss eines bestimmten Anbieters bei der Suche nach einem Investitionsobjekt sein.

Nach Festlegung der Kriterien erfolgt der meist arbeitsaufwändigste Teil der Investitionsplanung, die Datensammlung. Zunächst werden alle bekannten Alternativen ermittelt. Aus diesen Alternativen werden dann diejenigen ausgeschieden, die K.

Für die verbleibenden Alternativen muss dann ggf. Zum Problem der Datensammlung wird im folgenden Unterkapitel konkreter Stellung genommen. Nach der Datensammlung für die möglichen Alternativen wird die eigentliche Investitionsrechnung, mit der sich alle folgenden Hauptkapitel dieses Buches beschäftigen, durchgeführt. Dabei ist darauf zu achten, dass definierte Zielkriterien und das ausgewählte Investitionsrechnungsverfahren nicht im Widerspruch zueinander stehen.

In der Abstimmung mit anderen Unternehmensbereichen müssen die in der Investitionsrechnung selbst nicht beachtete Finanzierung und die Kapazitätsplanung vorgenommen werden.

In der Finanzplanung müssen die Herkunft der Geldmittel und die Liquidität geplant werden. Zur Bezahlung der Anschaffungsauszahlung kann Fremdkapital, z. Dies gilt ebenso für die Liquidität. Der Geldbedarf für das Investitionsobjekt muss ebenso wie die zukünftig durch die Investition erzielten Überschüsse, die so genannten Desinvestitionen, in Herkunft und Verwendung geplant werden.

In der Kapazitätsplanung muss die gesamte Supply Chain für ein neues Investitionsobjekt ggf. So sind die Beschaffung, Finanzierung und ggf. Raumkapazitäten, Personalkapazitäten und Engpässe im Produktionsablauf sind zu analysieren und der Absatz der Produkte mit der notwendigen Organisation und Logistik ist festzulegen.

Auch diese Kapazitätsplanung ist nicht Gegenstand der eigentlichen Investitionsrechnung. Die Investitionsrechnung selbst hat nur die Aufgabe der maximal möglichen Strukturierung des Entscheidungsproblems und der Komplexitätsreduktion des Entscheidungsproblems durch Ermittlung einer investitionsrechnerischen Kennzahl. Jede negative Abweichung von den Plandaten, z.

Bei dieser Aufgabe handelt es sich um eine Kooperationsaufgabe, in der die investitionsrechnende Stelle in Zusammenarbeit mit der ausführenden Stelle nach Ineffizienzen sucht, um diese zu verbessern und so noch erfolgreicher zu werden.

Hier werden Nachrechnungen und Abweichungsanalysen durchgeführt. Diese Tätigkeit erfolgt natürlich ebenfalls in Kooperation mit der die Investition durchführenden Stelle. Da die Investitionsrechnung im Regelfall zukunftsbezogen ist, müssen also Daten über Ereignisse in der Zukunft beschafft werden.

Dies ist bei dem heutigen Stand der Prognosetechnik, und jener ist seit einigen Dekaden nur unwesentlich verändert, aber nur mit unvollständiger Realitätsnähe möglich. Da die Zukunft nicht vorhersehbar ist, sind Daten für Investitionsobjekte in den meisten Fällen auch nicht mit Sicherheit prognostizierbar. Dabei gibt es natürlich graduelle Unterschiede beim Sicherheitsniveau der Datenprognose. So sind die Rechenelemente, wie die relevanten Kalkulationsdaten für eine Investitionsrechnung im Regelfall bezeichnet werden, z.

Die Datenprognose für den Aufbau eines neuen Unternehmens in einer jungen Branche, z. Dies führt natürlich zu einem Verlust an Realitätsnähe der Rechenergebnisse der Investitionsrechnungsverfahren, wenn die Rechenelemente nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden können.

Andererseits sind diese Prognosemodelle nicht spezifische wissenschaftliche Erkenntnisse der Investitionslehre, sondern werden in der akademischen Entscheidungslehre, der Stochastik oder der Ökonometrie erforscht und gelehrt. Dadurch werden die Ergebnisse der benutzten Techniken zwar nicht mit Sicherheit eintreten, trotzdem sind sie eine sinnvolle Strukturierung eines Planungsproblems. So mag der Leser sich an anderer Stelle mit diesen Modellen auseinandersetzen, hier soll nur eine kleine Strukturierung möglicher Prognoseverfahren zur Generierung der notwendigen Rechenelemente präsentiert werden, die sich sehr eng an den Ausführungen von Kruschwitz zu diesem Thema orientieren.

Diese werden in Abbildung 1. Übersicht möglicher Prognoseverfahren Prognoseverfahren qualitative Befragungen quantiative Kreativitätstechniken univariate Verfahren multivariate Verfahren Quelle: Befragungen lassen sich auf die verschiedensten Arten strukturieren, grundsätzlich können alle Stakeholder befragt werden, also Lieferanten, Mitarbeiter, Kunden, Experte usw. Andere Strukturierungen sind ebenfalls möglich. Bei den Kreativitätstechniken handelt es sich um Verfahren des strukturierten Nachdenkens, deren Ziel es ist, Ideen und Ergebnisse zu einem behandelten Thema zu erzielen.

Auf sie soll an dieser Stelle nicht im Detail eingegangen werden, sie können in anderen Lehrbüchern zur Entscheidungslehre oder zur Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre nachgelesen werden. Ergebnisse qualitativer Verfahren können auch durch quantitative Werte repräsentiert werden. Das Ergebnis der Delphi-Methode als Vertreterin der Kreativitätstechniken und damit der qualitativen Techniken zu der Frage nach der jährlichen erwarteten Strompreissteigerung für die kommenden 10 Jahre kann z.

Die Eignung dieser Verfahren sollte nicht aufgrund der Tatsache, dass die Ergebnisse subjektiv ermittelt wurden, kritisiert werden. Die Güte der so ermittelten Rechenelemente hängt sehr von der Verlässlichkeit der Datenquellen ab. So ist die Eigeneinschätzung eines Mitarbeiters eines Unternehmens, der einen Investitionsantrag in seinem Unternehmen gestellt hat, um ein neues Notebook zu bekommen, über den Nutzwert des alten Gerätes vielleicht deutlich weniger positiv, als dies in der Realität der Fall ist, damit er auch ein neues Gerät erhält.

Die Einschätzung eines erfahrenen Meisters in der Produktion über die Rüstzeiten beim Anbau neuer Werkzeuge an Maschinen kann dagegen eine sehr qualifizierte und auf umfangreichen Erfahrungen beruhende Schätzung sein, die die beste vorhandene Informationsquelle darstellt.

Bei den univariaten Methoden Trendverfahren, Exponentielle Glättung, Autoregressive Verfahren wird aus der historischen Entwicklung einer Zeitreihe einer betrachteten Variablen mittels der verschiedenen Modelle versucht, eine Regel für die zukünftige Entwicklung zu finden.

Dabei werden exogene Einflussfaktoren Strukturbrüche in der zeitlichen Entwicklung der erklärenden Variablen ignoriert. Bei den multivariaten Verfahren einfache Regression, multiple Regression wird die Entwicklung der endogenen Variablen aus mehreren exogenen Variablen erklärt. Eine Überprüfung der Aussagekraft der herangezogenen exogenen Variablen und eine Überprüfung der Aussagekraft über die Zeit sind dort mit statistischen Techniken möglich. Wie gut aus historischen Daten die Entwicklung einer Zukunft vorhergesagt werden kann, lässt sich nur nach einigen weiteren vergangenen Jahren im Einzelfall durch den Abgleich der prognostizierten Daten mit den dann eingetretenen realen Werten ermitteln.

Es ist offen, welches Prognoseverfahren sich für die Prognose im Einzelfall eignet. Die Eignung soll an dieser Stelle durch einen kleinen Abgleich bei der Prognose nach verschiedenen Verfahren und der dann eingetretenen Entwicklung der Superkraftstoffpreise gemessen an den Jahresdurchschnittspreisen in Eurocent pro Liter in Deutschland dokumentiert werden.

Die Ausgangsdaten und Prognosen sind zunächst in Abbildung 1. Hier handelt es sich also um Werte, die tatsächlich so, zumindest in dieser Erfassungsart, in der Vergangenheit eingetreten sind. Diese Daten sollen mit verschiedenen Prognosetechniken bearbeitet werden, um dem Leser zu zeigen, wie einzelne Prognosetechniken arbeiten und wie sich Prognose und real eintretende Daten an diesem sehr subjektiven Beispiel bei einzelnen Techniken auseinanderentwickeln können.

In Spalte C in Abbildung 1. Die Kurve ist in Abbildung 1. Diese Regression eignet sich nicht für eine Prognose, mit der man die prognostizierten Werte mit der bereits eingetretenen Realität vergleichen kann, denn weitere Zahlen als 30 Das Problem der Datenbeschaffung für die Investitionsrechnung bis zum Jahr liegen derzeit nicht vor. Daher wurde in einem zweiten Schritt die Regression nur mit Daten von bis durchgeführt, und die Werte für die Jahre bis wurden mit dem Ergebnis der Schätzgleichung prognostiziert.

Alternativ zu den multivariaten Verfahren lassen sich auch univariate quantitative Verfahren anwenden. Eine Möglichkeit ist hier die Trendextrapolation.

Damit wieder ein Vergleich des Prognoseergebnisses mit der historischen Realität möglich ist, wurden für das in Spalte I dokumentierte Vorgehen die Jahre und als Basis für die Trendermittlung nach folgender Formel benutzt: In Spalte K wurde eine naive Prognose durchgeführt und die Werte des Jahres wurden für die kommenden Jahre unverändert gelassen.

Diese Kurve ist in Abbildung 1. Neben den quantitativen Prognoseverfahren lassen sich auch qualitative Verfahren anwenden, z. Zwei Aussagen zur Entwicklung der Kraftstoffpreise mögen hier exemplarisch genannt sein: Juni findet sich folgende Expertenaussage: Bei den quantitativen Verfahren können die prozentualen Abweichungen der prognostizierten Werte von den zwischen und tatsächlich eingetretenen Werten in Abbildung 1.

Bei den Expertenprognosen ergaben sich Abweichungen von ca. Allerdings ist diese Auswertung tendenziös, denn die Aussagen der Experten sind sicherlich aus dem Zusammenhang gerissen und werden mit Jahresdurchschnittsdaten der entsprechenden Jahre verglichen, die nicht im Fokus ihrer Vorhersagen standen.

Als Fazit dieser empirischen Betrachtung sollte dem Leser nun bewusst sein, dass im allgemeinen Fall eine gute Vorhersage der für die Investitionsrechnung benötigten Daten nur sehr schwer möglich ist. Für den allgemeinen Fall kann auch ex ante nicht festgelegt werden, welches das geeignete Prognoseverfahren ist.

Wäre dies sicher, wäre die Zukunft ja nicht mehr unsicher, sondern vorhersagbar. Eine besondere Bedeutung bei der Prognose der Rechenelemente stellt die Bestimmung des Kalkulationszinssatzes dar. Der Kalkulationszinssatz ist die subjektive Mindestverzinsungsanforderung des Investors, also der Zinssatz, den der Investor mindestens mit einer Investition oder einem Investitionsprogramm erzielen möchte, damit er die Investition als lohnend ansieht.

Zur Festlegung dieses Zinssatzes gibt es diverse Verfahren, wie z. Bei Mischfinanzierungen gibt es eine mit diesen Zinssätzen und Kapitalanteilen gewichtete Festlegung des Kalkulationszinssatzes. Es sind Zu- und Abschläge zu diesen Kalkulationen möglich.

Grundsätzlich sind Festlegungen nach dem Opportunitätskostenprinzip sinnvoll. Dort wird der gesamte Nutzen der besten nicht gewählten Alternative als Messzahl festgelegt, also die Rendite der besten gerade verworfenen Investition.

Schlechte Planungsdaten 33 1. Trotzdem ist eine strukturierte und reflektierte Datenbeschaffung der beste Weg zur Erstellung einer transparenten Entscheidungsgrundlage. In einem akademischen Lehrbuch ist es auch die Aufgabe des Autors, eine kritische Grundhaltung einzunehmen und den Leser auf Schwierigkeiten und Risiken beim dem behandelten Thema hinzuweisen.

Ein Bejubeln des behandelten Lehrgebietes wäre sicherlich nicht angebracht. Generell hat die Investitionsrechnung zwei Probleme. Zum einen ist dies das Problem der Datenbeschaffung. Da es sich bei den verwendeten Daten um Prognosen zukünftiger Werte handelt, ergibt sich hier eine Unschärfe bei einer auftretenden Diskrepanz zwischen heutigen Plandaten und zukünftig eintretenden tatsächlichen Werten.

Zum anderen ist es die Tatsache, dass die Investitionsrechnungsverfahren akademische mathematische Modelle sind und als solche vereinfachten Abbilder der Realität komplexe praktische Entscheidungssituationen nicht immer sachgerecht abbilden können.

Nichtsdestotrotz ist die Durchführung einer Investitionsrechnung die beste verfügbare Vorgehensweise für eine Entscheidungsvorbereitung. Ein Vorteil liegt in der strukturierten Planung eines Investitionsobjektes in der Planungsphase. Durch das Zusammentragen von Planungsdaten wird das Planungsverfahren strukturiert bearbeitet und erhöht allein dadurch die Realitätsnähe der Planung und den Erkenntnisgewinn.

Zum anderen wird das Vorgehen auf dem Weg zur Investitionsentscheidung, die Investitionsrechnung, dokumentiert und für alle Beteiligten offengelegt. Genau dies erfolgt durch die Anwendung eines Investitionsrechnungsverfahrens und ist der Vorteil gegenüber einer Planung aus dem Bauch heraus. Nur so lassen sich komplexe betriebliche Entscheidungssituationen zur rationalen Entscheidungsreife bringen, deren Konsequenzen eine Unternehmensleitung ohne Anwendung eines Modells wegen der Komplexität nicht überblicken würde.

Wenn dann der Investitionsrechner auf eine sorgfältige und realitätsnahe Datensammlung achtet, ein zur Entscheidungssituation passendes geeignetes Investitionsrechnungsverfahren anwendet und die Ergebnisse unter Berücksichtigung der Annahmen des verwendeten Investitionsrechnungsverfahrens interpretiert, ist die beste mögliche und verfügbare Entscheidungsgrundlage geschaffen. Zur Investitionsrechnung gibt es also zur sinnvollen Lösung betrieblicher Planungsprobleme im Bereich der längerfristigen oder umfangreicheren Kapitalverwendung keine Alternative.

Der Leser soll nun nach Lektüre dieses Kapitels in der Lage sein: Der Leser soll nun in der Lage sein zu definieren, was Investitionsrechnung ist, welche Bedeutung sie aus verschiedenen Perspektiven hat, was ihr Ziel ist, welche unterschiedlichen Verfahren es gibt und was ihre Grenzen sind. Dem Leser soll auch klar sein, dass die Investitionsrechnung trotz vorhandener Mängel bezüglich der vollständigen Übertragbarkeit der Rechenergebnisse auf die Realität das beste verfügbare Verfahren zur strukturierten Bewertung von Investitionsobjekten darstellt.

Ziel ist es, dem Leser bewusst zu machen, welche Kritik an den statischen Verfahren anzubringen ist und mit welchen Risiken ihre Anwendung in Bezug auf die Übertragung der Ergebnisse in die Praxis als Investitionsentscheidung behaftet ist. Die allgemeinen Annahmen der statischen Investitionsrechnungsverfahren werden präsentiert, ebenso die bekanntesten 4 statischen Investitionsrechnungsverfahren, ihre Kriterien, ihre Formeln, ihre Risiken im Einzelnen und ihre Anwendung auf praktische Fragestellungen.

Auch ihre schnelle Anwendbarkeit aufgrund der einfachen Datenbeschaffung und Rechentechnik wird dargelegt. Im Einzelnen sollen folgende Teilziele erreicht werden: Nach der Lektüre des Kapitels soll der Leser in der Lage sein zu definieren, was statische Investitionsrechnungsverfahren sind, welchen Wert sie für die praktische Anwendung haben, welche Kritik und welche Gefahren es bei der Übertragung der Rechenergebnisse in die Praxis gibt und wie die Verfahren im Einzelnen arbeiten.

Die entsprechenden Formeln sollen durch den Leser nach Lektüre des Kapitels eigenständig aufgestellt werden können. Damit Sie diese Ziele erreichen können, ist es notwendig, die angebotenen Übungskalkulationen eigenständig im Kopf, mit dem Taschenrechner oder mit der Tabellenkalkulation nachzuvollziehen. Dafür sind sie zu trivial. Ihre Berechtigung hatten die Methoden, wie bereits in Kapitel 1. Die Darstellung dieser Verfahren in einem modernen Lehrbuch ist also überraschend und somit erklärungsbedürftig.

Der Hauptgrund, der für diese Darstellung spricht, liegt in der Tatsache, dass immer noch sehr viele Unternehmen die statischen Investitionsrechnungsverfahren für Investitionsrechnungen heranziehen.

Däumler nennt bei von ihm zitierten oder von ihm selbst durchgeführten Untersuchungen aus der Mitte der 90er Jahre Umfrageergebnisse, nach denen fast jedes zweite deutsche Unternehmen noch statische Investitionsrechnungsverfahren anwendet, zumindest zusätzlich 38 Grundsätzliche Aspekte der statischen Investitionsrechnungsverfahren zu anderen Verfahren.

Damit der Leser dieses Buches die Schwächen dieser Verfahren kennt und sie entsprechend in der Praxis bei der Konfrontation mit derartigen Berechnungen anprangern und inhaltlich kritisieren kann, werden die Techniken hier präsentiert.

Ein deutlicher Vorteil der statischen Verfahren gegenüber den anderen Techniken der Investitionsrechnung liegt eindeutig in der Einfachheit der Berechnung. So kann ein Unternehmer ebenso wie eine Privatperson eine eben aufgekommene Idee einer ersten Kalkulation zuführen, indem mit geschätzten Daten durch Kopfrechnen schnell ein Ergebnis produziert wird.

Dies funktioniert ebenso in Verhandlungen mit anderen Wirtschaftspartnern, ohne dass diese die Kalkulation bemerken können, wie bei sehr zügiger Autofahrt als Fahrer, ohne den Verkehr zu gefährden. Hier liegt der Vorteil der Verfahren. Da die statischen Verfahren einen Zinssatz nicht oder nur unvollständig berücksichtigen, wie wir im Laufe dieses Kapitels noch erarbeiten werden, ist die Datenbeschaffung der Rechenelemente auch deutlich weniger aufwändig als für die dynamischen Investitionsrechnungsverfahren.

Während nur die Ein- und Auszahlungen als Rechenelemente der Investitionsrechnung den zeitlichen Anfall der Zahlungen exakt beachten, wie wir in Abbildung 1.

Alle statischen Verfahren sind periodische Verfahren, betrachten also nur die wirtschaftliche Situation in einer einzigen Periode, also nur in einem einzigen Jahr. Die Entscheidungskriterien der statischen Verfahren basieren also immer auf einer einperiodischen Betrachtung und einer impliziten maximierten Entnahme dieser Beträge aus dem Investitionsobjekt. Vermögenssammelnde Kriterien werden zur Bewertung in der Statik also nicht herangezogen.

Bei der statischen Amortisationsrechnung als ebenfalls statischem Verfahren handelt es sich um die Suche nach der Anzahl der Perioden, nach denen die Anfangsauszahlung zurückgewonnen ist, soweit ist dieses Verfahren mehrperiodisch, allerdings kann auch hier von der Konstanz der Zahlungen in allen Perioden ausgegangen werden. Grundsätzlich wird hier zwischen dem primitiven und dem verbesserten Verfahren zur Datenbeschaffung unterschieden.

Beim primitiven Verfahren werden die Planungsdaten des ersten Jahres als repräsentativ und damit als gültig für alle Planungsperioden unterstellt. Beim verbesserten Verfahren werden die Daten einer repräsentativen Periode ausgewählt und für die Rechnung verwendet. Dieses Vorgehen der Statik bewirkt einige zum Teil schwerwiegende Nachteile bezogen auf die Übertragbarkeit der Rechenergebnisse auf die Realität: Bei dem Beispiel in Abbildung 1. Jährliche Nettoeinzahlungen des Objektes A sind also um Dies ist sinnvoll, damit nicht unterschiedliche Kapitalbudgets unterschiedlich hohe Anschaffungsauszahlungen, die über die Laufzeit im Investitionsobjekt gebunden sind über unterschiedlich lange Zeit unterschiedliche lange Nutzungsdauern der Investitionsobjekte verglichen werden.

Davon wird in der Praxis gerne abgewichen. Dies ist nicht dramatisch, weil im statischen Modell die Opportunitätskosten für Kapital, die Verzinsung, nicht durchgängig vollständig beachtet werden. Wenn unterstellt 40 Grundsätzliche Aspekte der statischen Investitionsrechnungsverfahren wird, dass Kapital keine Opportunitätskosten hat, ist es auch nicht dramatisch, unterschiedliche Kapitalbeträge über unterschiedliche Zeit zu vergleichen.

Sinnvoll ist es allerdings auch nicht, aber wegen der geringen Genauigkeit der statischen Methoden in anderen Bereichen insgesamt vertretbar. Für dynamische Verfahren wäre dies deutlich kritischer zu bewerten, dies wird Gegenstand von Kapitel 4 sein. In diesem Kapitel sollen 4 unterschiedliche statische Verfahren betrachtet werden: Insbesondere in der älteren akademischen Literatur wurden verschiedene weitere statische Verfahren in umfangreicher Zahl präsentiert, die dann häufig von bekannten Autoren thematisch verwandter Lehrtexte entwickelt waren und eine marginale Veränderung gegenüber einer der bekannten Methoden darstellten.

Diese sollen an dieser Stelle nicht vorgestellt werden, ebenso wie hier, wie im ganzen Buch, keine Betrachtung steuerlicher Aspekte stattfinden soll. Die dafür notwendigen Berechnungsformeln unterscheiden sich. Insgesamt ergibt sich eine hohe Anzahl an unterschiedlichen statischen Formeln. Daher soll im folgenden Unterkapitel, bevor es an die Vorstellung der einzelnen statischen Investitionsrechnungsverfahren geht, ein Toolkit aufgebaut werden, aus dem jede statische Investitionsrechnungsformel ermittelt werden kann.

So ist ein Auswendiglernen der Formeln nicht nötig, wenn sie immer wieder aus den relevanten Bestandteilen zusammengesetzt werden können.

Allerdings werden die Formeln in den Unterabschnitten 2. Was diese Begrifflichkeiten genau bedeuten, wird auch Gegenstand in diesem Unterkapitel sein. Diese Unterscheidungen haben zur Konsequenz, dass je bestimmt definiertem Fall einer praktischen Investitionsfragestellung, die mit statischer Investitionsrechnungsformel berechnet werden soll, nur exakt eine Formel die Entscheidungssituation richtig wiedergibt.

Leider gibt es für die 4 zu behandelnden statischen Investitionsrechnungsverfahren ca. Dies eröffnet nun für ein akademisches Lehrbuch 2 Möglichkeiten: Entweder die Darstellung aller Formeln zu den einzelnen statischen Investitionsrechnungsverfahren oder die Darstellung einer allgemeinen Aufbauvorschrift für statische Investitionsrechnungsformeln, aus der je nach Fall die richtige Investitionsrechnungsformel erstellt werden kann, ohne dass für die Reproduktion alle Formeln einzeln erlernt werden müssen.

Letzterer Weg soll in diesem Unterkapitel zunächst beschritten werden. Zusätzlich werden die gängigsten der statischen Investitionsrechnungsformeln in den 42 Ein Baukastensystem zur Erstellung statischer Investitionsrechnungsformeln folgenden 4 Unterkapiteln, also in den Kapiteln 2.

Für diese beschriebenen Verfahren werden zunächst die maximal 3 verschiedenen Komponenten oder Summanden, die in einer statischen Investitionsrechnungsformel vorkommen können, vorgestellt, danach werden die 3 unterschiedlichen Fälle oder Konstellationen, unter denen die Komponenten zu einer bestimmten Formel zusammengestellt werden können, präsentiert.

Im Ergebnis kann aus den dann dargestellten Komponenten und Konstellationen jede der über 60 statischen Investitionsrechnungsformeln der 4 verschiedenen Investitionsrechnungsverfahren eindeutig hergestellt werden. Hier handelt es sich um die durch das Investitionsobjekt umgesetzte Leistung in dem betrachteten Jahr. Hier handelt es sich um die jährlich anfallenden Betriebskosten des Investitionsobjektes. Der Kapitaldienst wird unterteilt in 2 Bereiche, o den Wiedergewinnungsanteil. A steht dabei für die An- schaffungsauszahlung des Investitionsobjektes, R für den Restwert und n für die Nutzungsdauer des Investitionsobjektes, gemessen in Jahren.

Was genau das durchschnittlich gebundene Kapital darstellt, wird unter den Konstellationen in diesem Unterkapitel geklärt. Der Verzinsungsanteil verzinst, soweit er vorhanden ist, einen Teil der Anschaffungsauszahlung.

Wegen der mangelnden Betrachtung der Zeitpräferenz durch die Statik ist dies unerheblich. Die Berücksichtigung des Rechnungstyps, also die Frage, um welches statische Investitionsrechnungsverfahren es sich handelt, ist bedeutend, da nicht alle statischen Verfahren alle Komponenten beinhalten. Die Unterscheidung von Fragestellungen zum Alternativenvergleich, also Investitionsentscheidungen, bei denen bisher kein Investitionsobjekt aus dem betrachteten Bereich im Unternehmen vorhanden ist und unter mehreren möglichen Investitionsobjekten eines ausgewählt werden soll, und dem Ersatzproblem ist bedeutend, da die entsprechenden statischen Investitionsrechnungsformeln unterschiedliche Komponenten enthalten.

Bei dem Ersatzproblem handelt es sich um die investitionsrechnerische Fragestellung, ob ein bereits im Unternehmen vorhandenes Investitionsobjekt weitergenutzt werden soll oder gegen ein anderes neues Investitionsobjekt ersetzt werden soll. Bei der Festlegung der Kapitalbindungsvorstellung wird dem zweiten Teil des Kapitaldienstes, dem Verzinsungsanteil, ein zu verzinsender Kapitalanteil, das durchschnittlich gebundene Kapital, zugeordnet, das mit dem gegebenen Zinssatz zu verzinsen ist.

Mit der Festlegung der Kapitalbindungsvorstellung wird das durchschnittlich gebundene Kapital festgelegt, wird also eine Festlegung getroffen, wie sich die Bindung der Anschaffungsauszahlung im Investitionsobjekt über die Zeit, gegebenenfalls verändert um einen Restwertanteil, entwickelt. Hier sind 8 verschiedene Formen bekannt. In der Kostenvergleichsrechnung ist die Komponente Umsatz nicht relevant. Zunächst wird in Abbildung 2.

Beide haben eine geplante fünfjährige Nutzungsdauer, wie der Zeitstrahl unter den beiden Objekten dokumentiert. So beziehen sich die nummerischen Indizierungen der Variablen auf das Jahr, in dem sie anfallen.

Entsprechend den Annahmen der Statik sind diese Werte in allen Jahren gleich hoch, da wir eine einperiodische Betrachtung anstellen und daher davon ausgehen, dass die Zahlungen in allen Perioden gleich 45 2. Eine absolute Höhe der Zahlungen ist in diesem Bild nicht angegeben, da sie für die Erklärung der Entscheidungssituation irrelevant ist. Ebenfalls ist nicht festgelegt, welches statische Investitionsrechnungsverfahren für eine Entscheidung herangezogen werden soll, auch dies ist unerheblich, da es für alle Verfahren identisch gilt.

Der Alternativenvergleich war definiert als Entscheidungssituation, in der im Unternehmen aktuell kein Investitionsobjekt aus dem betrachteten Bereich vorhanden ist und eines der beiden betrachteten Investitionsobjekte angeschafft werden soll.

So wird aus dem Bild schnell deutlich, was die relevanten Rechenelemente für einen Alternativenvergleich sind. Würde Objekt 1 angeschafft, dann würden Umsätze, Betriebskosten und Kapitaldienste von Objekt 1 anfallen.

Würde Objekt 2 angeschafft, dann würden Umsätze, Betriebskosten und Kapitaldienste von Objekt 2 anfallen. Je nachdem, welches Objekt bei einem bestimmten statischen Investitionsrechnungsverfahren den günstigeren Zielwert hat, würde das eine oder andere Investitionsobjekt angeschafft.

Eine allgemeine Entscheidungsgleichung würde hier lauten: Dies wird zunächst grafisch in Abbildung 2. Auch hier handelt es sich um eine Alternativentscheidung.

Entweder das Altobjekt wird behalten oder es wird durch ein neues ersetzt. Welche Zahlungen dann entscheidungsrelevant sind, lässt sich zunächst bezogen auf das Neuobjekt schnell und äquivalent zu Abbildung 2.

Umsatz, Betriebskosten und Kapitaldienst des Neuobjektes fallen nur an, wenn es tatsächlich angeschafft wird, sind ihm also vollständig zuzurechnen. Beim Altobjekt ergibt sich eine andere Situation. Wird das Altobjekt am Ende des 2.