Erdöl/Tabellen und Grafiken

 


In der Vergangenheit wurden Milliarden Barrel Öl gefördert; Milliarden Barrel liegen noch in den bekannten Ölfeldern und weitere Milliarden Barrel werden aus Ölfeldern hinzukommen, die als sicher gelten, aber noch zu entdecken sind. ITER soll seinen Versuchsbetrieb aufnehmen. Nur sollte man mir nicht erzählen, dass die heute bekannt gegeben Umstände nicht schon früher bekannt waren. Die OPEC wurde am Kontinuierliche Preissteigerungen lassen sogar die Hoffnung auf Einstellung der staatlichen Subventionen aufkommen.

Der Ölverbrauch steigt weiter


D as kleinere Ölfeld Halfaja 4,1 Mrd. An der Gruppe sind auch Petronas und die französische Total beteiligt. Dieses Konsortium forderte vom Irak die höchste Gebühr: Barrel , für sich ausgehandelt haben. Saudi Arabien - 35 Milliarden Tonnen bzw. Kanada - 24 Milliarden T bzw. Iran - 17 Milliarden T. Gleichzeitig wird Luft zugeführt. Die Luftbläschen binden sich an die Bitumentröpfchen wodurch diese an die Oberfläche steigen. Dort wird der Bitumenschaum abgeschöpft, in Zentrifugen gegeben und Lösungsmittel zugesetzt.

Danach wird das Bitumenöl in Raffinerien in leichtere Fraktionen Öle getrennt. Pro Liter Öl werden 2 bis 6 Liter Wasser benötigt. Wegen starker Verschmutzung durch Schwermetalle und Chemikalien muss das gebrauchte Wasser in riesigen Becken Jahre lang stehen. Erst dann sind alle toxischen Bestandteile auf den Beckenboden gesunken und dass Wasser kann wieder aufbereitet werden.

Aus zwei Tonnen Ölsand wird ein Barrel Öl gewonnen. Bei Sanden in tieferen Schichten wird Wasserdampf in Bohrlöcher eingepresst und nach einigen Wochen die erweichte Masse nach oben gepumpt. Das macht die Sache teurer. Die momentane kanadische Tagesproduktion von 2,7 Millionen Fass - davon 1,2 Mio. Barrel auf 4,5 Mio. Barrel , davon entfallen auf Öl aus Ölsand 1,2 Mio.

Ein Viertel aller bisher nicht entdeckten Erdölvorräte der Welt werden in der Barentssee vermutet. Sie liegt im Hoheitsgebiet von Norwegen und Russland. Streitigkeiten über den Grenzverlauf gibt es seit ! Noch weiter nördlich öffnen sich weitere Hoffnungslagen.

Barrel, die Erdgasreserven mit 48 Billionen m 3. Die Vorräte sollen hauptsächlich in Küstennähe lagern. Barrel , was dem Weltbedarf für zehn Jahre entspricht. Fass befinden sich in Westsibirien Baschenow-Formation.

Rangliste der technisch förderbaren Schieferölreserven: China siehe oben und Indien investieren in den Erdölsektor, um sich Förderrechte zu sichern.

Die Schweiz bezieht fast ein Drittel ihres Rohölbedarfs aus Afrika. Die Mietkosten für eine Hubbohrinsel betragen bis Oder man kauft sie. Das geht ordentlich ins Geld. Tägliche Fixkosten einer Plattform: Sie werden durch riesige Ankerketten oder mit Hilfe von Wasserturbinen in Position gehalten.

Die aufwendigere Technik schlägt sich im Preis nieder, der bis zu Mio. Die Schiffe sind so konstruiert, dass sie sich um den Bohrturm drehen können.

Dadurch bieten sie starken Strömungen und Stürmen keinen starren Widerstand. Häufig sind sie als Katamaran gebaut, ihre Schwimmer können geflutet werden, was die Stabilität erhöht.

Bei ihrer Suche nach Öl können Bohrschiffe 3. Was kostet ein Drillship frisch aus der Werft? Der überwiegende Teil älter als 25 Jahre. Zwei der wichtigsten Offshore-Bohrunternehmen , Transocean Inc. Das Unternehmen hat Bestellungen über 9 Ultra deepwater Schiffe für Tiefen ab m und 5 spezialisierte Bohrinseln getätigt. Jahresbericht veröffentlicht am 1. Jahresbericht veröffentlicht am Der Zubehörspezialist Cameron war Hersteller der nicht funktionierenden Sicherheitsventile, die Firma Halliburton hatte kurz vor der Explosion Hohlräume am Bohrloch mit Zement verfüllt.

Fass waren ins Meer geflossen. Fass Die Menge entspricht der Ladung zweier Juli Weltweit gab es Bohrschiffe, 90 befanden sich im Bau. Einsatz von Öl- oder Taucherfirmen engagiert werden. Sie sind weltweit unterwegs, ihre Arbeit verrichten sie in Meerestiefen bis Meter. Mit einem Tagesverdienst von bis 1. Sie verlegen und kontrollieren Pipelines, verankern und montieren Bohrtürme, bringen Ventile an Gas- oder Ölquellen an.

Sie teilen sich ein Marktvolumen von mehr als 40 Mrd. Wem gehört der Meeresgrund? Ihre Nutzung Bodenschätze und Fischfang steht nur der Nation, der sie vorgelagert ist, zu. Schiffen anderer Nationen muss die Durchfahrt erlaubt sein darüber hinaus folgt das zum "gemeinsamen Erbe der Menschheit" erklärte Gebiet: Sie gilt für 15 Jahre und ist natürlich kostenpflichtig.

Weitere 12 Jahre vergingen, bis der Vertrag in Kraft treten konnte. Seither Stand haben ihn Staaten unterzeichnet. Auf der Website der ISA http: Im September unterzeichneten der russische Präsident und der norwegische Ministerpräsident ein Abkommen über den genauen Grenzverlauf in der Barentssee.

Damit konnten die beiden Staaten mit der Suche nach den in diesem Gebiet vermuteten umfangreichen Gas- und Ölvorkommen beginnen. Unterirdische Pipelines werden entlang ihres Verlaufs mit gelben Erdgas oder orangefarbenen Erdöl und Mineralölprodukte Hütchen markiert. Das Betreiben von Pipelines ist ein einträgliches Geschäft. In Österreich dürfen Pipelines nicht einfach so in der Gegend verlegt werden, sondern die Bauvorhaben müssen veröffentlicht und den Betroffenen ist Gelegenheit zum Einspruch zu gegeben: Die Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft Die oben angeführte Erdgas-Hochdruckleitungsanlage berührt die Gemeindegebiete der nachstehend angeführten Gemeinden Jedermann kann innerhalb der sechswöchigen Auflagefrist an den Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Am Felbertauern überquert die Pipeline ihren höchsten Punkt 1.

Bestens geeignet für die Nutzung durch ein Kraftwerk. Als erstes weltweit ging es in Betrieb. Die Kosten betrugen 11 Mio. Falls der Strompreis nicht sinkt, wird die Gewinnschwelle innerhalb von 10 Jahren erreicht. Beginnen wir wieder in Österreich. Die OMV förderte ,8 Mio.

Russland hat mit der OMV einen Erdgas-Liefervertrag bis zum Jahr abgeschlossen, kommt jedoch seinen Verpflichtungen nur nach, wenn sie seinen machtpolitischen Zielen nicht entgegenstehen. Die sicheren und wahrscheinlichen Gasreserven in Ö betragen 8,3 Mrd. Bei der Lagerstättensuche wird mit vibrierende Metallplatten der Untergrund erschüttert, das Echo der Schwingungen mit Geophonen erfasst und in Ultraschallbilder umgewandelt.

Die Ergebnisse ermöglichen ein gezieltes Platzieren der Bohrungen. Pipelines transportieren Erdgas und Erdöl unterirdisch in Ost-West- bzw. Nord-Süd-Richtung quer durch Österreich. Deshalb ist ihr Verlauf oberirdisch markiert und beschriftet. Der Preis für Erdgas wird in Dollar pro m 3 angegeben: Eine britische Wärmeeinheit wird benötigt, um ein britisches Pfund Wasser um ein Grad Fahrenheit zu erwärmen. Preis für 1MMBtu im April In Westeuropa wurden mit Mrd.

Der Erdgasverbrauch in Westeuropa betrug Mrd. Erdgas deckt e damit unverändert 23 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Westeuropa.

Im EU -Raum wurden Mrd. Erdgas verbraucht, davon wurden Mrd. Dem Energiegehalt entsprechend, betrug das Preisverhältnis Erdöl zu Erdgas bis 7: Das Gas-Überangebot atomisierte die Preisbindung. Hauptabnehmer ist China mit 25 Mrd. Das Fördervolumen entsprach 22 Prozent der gesamten Erdgasförderung in der Welt. Das entsprach 24 Prozent des gesamten Weltenergieverbrauchs. Im Jahr förderte Russland gesamt ,7 Mrd. I m Jahr förderte Russland gesamt Mrd.

Der Irak versteigerte am Das Akkas-Feld Reserven Mrd. Vor Israel s Küste warten mehrere Erdgasfelder auf ihre Ausbeutung. Ende März wurde das Feld "Tamar" in Betrieb genommen. Riesige Gasfelder wurden vor der Küste Mosambiks entdeckt. Das Gebiet ist in 13 Zonen unterteilt. Laut CIA wurden 62,7 Mrd. Die Vorräte betragen Mrd.

Schätzung Bekannte Erdgasreserven Eine Weltbankstudie kommt zum Ergebnis, dass jährlich zwischen und Mrd. Der Nahe Osten ohne Iran verfügt über Australiens Jahresförderung soll Mrd. Bieter mussten sich auf der Website www. Erdgas in Prozent der Welt-Gesamtmenge Quelle: Mit seinen Lieferungen von insgesamt rd.

Weitere Exportländer waren Libyen und Nigeria. Nachgewiesene Reserven Stand - Gesamt: Mikhail Korchemkin im Handelsblatt vom Politisch widerborstigen Abnehmern berechnet der staatliche Monopolist Gazprom höhere Preise.

Gazprom kündigte eine schrittweise Anhebung auf westeuropäisches Niveau bis an. Überraschend kündigte Gazprom ab 1. Mit einer Kapazität von jährlich 4 Mrd. Das hatte Auswirkungen auf den Preis. Finnland und Estland folgen dem litauischen Beispiel. Eine gemeinsam betriebene Rückvergasungsanlage bei Inkoo Finnland und ein Distributionszentrum auf der estnischen Seite des Golfs von Finnland, verbunden durch eine Pipeline, beenden die bislang vollkommene Abhängigkeit von russischem Erdgas.

Der Erdgasverbrauch Estlands beträgt 0,7 Mrd. Die gesamte baltische Region verbraucht 10 Mrd. Um die Zahlungsmoral stand es in Minsk weiterhin nicht zum besten.

Eine Rechnung über ,- Mio. Die Ukraine war gegenüber Russland bis November mit 2,4 Mrd. Vor dem Jahreswechsel kam es zu keiner Einigung. Gazprom reagierte wie in den Vorjahren mit einer Liefersperre ab 1. Im Gegenzug begann Gazprom ab 6. Deren Kapazität reichte jedoch bei weitem nicht aus, es ist nicht mal erwiesen, dass sie überhaupt genutzt wurden.

Rosukrenergo ist zur Hälfte Mitbesitzer des ukrainischen Gasverteilers Ukrgasenergo und hat das Monopol auf die Erdgasimport der Ukraine. Rosukrenergo macht nichts, was Gazprom nicht genau so gut selber machen könnte. Einigung zwischen Gazprom und Naftogaz Ukrainy am Dafür zahlt Gazprom dann "normale" Transittarife. Im Gegenzug wird der bis laufende Pachtvertrag für die russische Schwarzmeerflotte auf der Krim um 25 Jahre - bis - verlängert. Nachdem dem politischen Umsturz in Kiew Ende Februar , waren die "Sonderkonditionen" sofort wieder dahin.

Daher hatte mit Beginn des 2. Nur zwei Tage später, am 3. Die Ukraine schätzt ihren Importbedarf für auf rund 30 Mrd. Im März stand Naftogaz bei Gazprom mit 1,53 Mrd. Russland hat Turkmenistan vertraglich zur Lieferung bedeutender Mengen 50 Mrd. Damit verlieren besonders die EU-Staaten eine alternative Bezugsquelle, ihre wirtschaftliche und politische Erpressbarkeit durch Russland wird damit weiter erhöht.

Gazprom bezog nur 44 Mrd. Für den Eigenbedarf benötigt Turkmenistan 19 Mrd. Turkmenistans nachgewiesene Erdgasreserven betragen 2. Obwohl es keine Vereinbarungen mit zukünftigen Erdgaslieferanten gibt, unterzeichneten Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei am Iran, Aserbaidschan, Irak, Turkmenistan.

Osttürkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn. Beide Leitungen beginnen in Erzurum Osttürkei. Als die Streckenführung geändert wurde, wuchs die Pipeline auf 3. Die ursprünglich geschätzten Kosten von 7,9 Mrd.

Euro werden wohl nicht eingehalten. BP spricht von 14 Mrd. Der deutsche Energiekonzern RWE hat am 1. Lästige Miteigentümer war man somit los, alle Optionen für künftige politische Erpressung offen. BP überlegt den Bau einer 1. Ab Winter sollen 27,5 Mrd. Jedes Leitungsrohr misst 12 m und wiegt 24 Tonnen, wobei die Hälfte des Gewichts auf eine Betonummantelung entfällt, die aufgebracht wird, damit die Leitung stabil auf dem Meeresboden ruht.

Pro Tag wuchs die Pipeline um 2,5 km. Offshore-Pipelines sind dreimal teurer als an Land verlegte Leitungen. Die zweite Leitung war knapp 12 Monate später fertig Inbetriebnahme am 8. Seither können pro Jahr 55 Mrd.

Während der Bauzeit verbilligte sich der Gaspreis massiv. Langfristige Abnahmeverträge sorgen dafür, dass die Konsumenten noch sehr lange überhöhte Preise zahlen dürfen. Die Lieferverträge mit Gazprom haben eine Laufzeit von 22 Jahren. Das Erdgas wird in Russland mit so hohem Druck in die Leitung gepresst, dass es ohne zusätzliche Kompressorstationen bis nach Deutschland gelangt.

Ein Zweig führt nach Italien, der andere nach Österreich. Euro, davon 10 Mrd. Ende Am Die Lieferungen sollen beginnen. Juni stoppte Bulgarien , am 9. Russland will verhindern, dass die feindliche Regierung in Kiew Transitgebühren in Milliardenhöhe einnehmen kann. Polen will von russischen Lieferungen unabhängig werden. Jährlich sollen 10 Mrd. Zusammen mit einer km langen Leitung für Flüssiggas wird sie 16 Mrd. Entlang der Pipeline werden noch unentdeckte Reserven von rund 1.

Nach einer Studie der Internationalen Energieagentur Juni wird ein Fünftel der weltweiten Stromproduktion für Beleuchtungszwecke verwendet. Das entspricht in etwa jener Strommenge, die alle Gaskraftwerke auf der ganzen Welt erzeugen. Die Kosten dafür betragen jährlich Milliarden Dollar. In Betrieb seit Fast fertig gestellt verläuft parallel zur Gasleitung eine Erdölpipeline mit einer Jahreskapazität von 22 Mio.

Der Tonstein wird senkrecht angebohrt, dann die Bohrung horizontal über eine Strecke von etwa m weiter geführt. Im Jahr wurden weltweit ,4 Millionen Tonnen Erdöl gefördert Die bedeutendsten Förderländer waren:. Diese Länder hatten zusammen einen Anteil von 45,1 Prozent an der Weltförderung. Die weltweit exportierte Menge betrug 2, Milliarden Tonnen. In Deutschland wurden insgesamt 2,7 Millionen Tonnen Erdöl gefördert Laut Energiestudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe lagen die zu gegenwärtigen Preisen und mit der heutigen Fördertechnologie gewinnbaren deutschen Erdölreserven bei insgesamt 41 Millionen Tonnen.

Die wirtschaftlich und technisch nicht förderbaren, sowie nicht nachgewiesenen, aber geologisch möglichen Erdölressourcen betrugen 20 Millionen Tonnen. Andere Erdölvorkommen wie Ölsand würden zwar noch länger reichen, erfordern aber einen viel höheren Energieaufwand beim Abbau. Alle Zahlen beziehen sich auf die Staaten in ihren heutigen Grenzen. Der Zeitpunkt der maximalen Förderrate, das Ölfördermaximum , eines Landes lässt sich mit Gewissheit erst mehrere Jahre nach ihrem Auftreten bestimmen.

Das funktioniert jedoch nur in der unmittelbaren Umgebung des Bohrlochs, so dass wesentlich mehr Bohrtürme als bei der konventionellen Ölförderung eingesetzt werden müssen. Die Gewinnung von Energie kostet selber Energie: Energy Return on Energy Input gemessen.

Unabhängig von der Frage nach der Menge ist aber sicher: Die Zeit des billigen Öls ist mittel- und langfristig vorbei.

Die Produktion aus zur Neige gehenden Ölfeldern wird immer teurer, da der Aufwand steigt; neue Ölfelder sind in der Regel kleiner und liegen in immer unzugänglicheren Regionen der Erde, was ihre Ausbeutung ebenfalls teuer macht, und die Gewinnung von Öl aus der Tiefsee, aus Teersanden oder mittels Fracking ist noch teurer.

Wenn die Lücke zwischen Nachfrage und Produktion wieder aufgeht, können aufgrund der Konzentration der Ölförderung in wenigen Ländern können die Produzenten ihre Kosten auch wieder weitergeben. Steigende Preise sind überhaupt die Voraussetzung dafür, dass der prognostizierte Bedarf gedeckt werden kann, da sich nur dann weitere Investitionen in die Ölgewinnung lohnen.

Die einzige Chance, diese Spirale zu durchbrechen, wäre eine dauerhaft sinkende Nachfrage. Im Herbst ging eine Nachricht um die Welt: Wenn diese bisher noch nicht bestätigten Schätzungen stimmen, wäre dies der bedeutendste Rohölfund seit den er Jahren, und Brasiliens Ölreserven wären mit denen von Venezuela oder Russland vergleichbar. Aber auch dieser Fund wird nicht ausreichen, um den Verlust anderer Fördergebiete auszugleichen; und: Die brasilianische Erdölgesellschaft Petrobras gilt als führend bei offshore -Fördertechniken, ihre bisher tiefste Förderstelle liegt aber bei 2.

Wenn der Ölpreis auch von der Rivalität zwischen dem Iran und Saudi-Arabien abhängt, sollte uns das nicht freuen: Der überwiegend schiitische Iran unterstützt schiitische Milizen im Irak, die dort gegen den sunnitischen "Islamischen Staat" IS kämpfen, sponsert die schiitische Hisbollah, die unter anderem das Regime in Syrien im dortigen Bürgerkrieg unterstützt und den IS bekämpft sponsert aber - was zeigt, dass nicht die Religion, sondern Machtinteresse die zentrale Triebkraft ist - in Gaza auch die sunnitische Hamas, die ebenso wie die Hisbollah Israel bekämpft und steht auch im Bürgerkrieg im Jemen an der Seite der schiitischen Huthis.

Damit hat sich der Iran gegen das sunnitische Saudi-Arabien gestellt, das die islamistischen Assad-Gegner in Syrien mit Geld und Waffenlieferungen unterstützt, im Jemen direkt in den Krieg gegen die Huthi-Rebellen eingegriffen hat und ohnehin glaubt, dass der Iran hinter dem arabischen Frühling steckt, in dem sunnitische Herrscher ringsum eine Bedrohung ihrer Macht sahen und gegen dessen Folgen Saudi-Arabien überall mit Predigern und der Finanzierung von Koranschulen kämpft, die die totalitäre wahhabitische Islam-Auslegung verbreiten sollen.

Und wie Drogensüchtige auch nicht interessiert, was mit ihrem Geld eigentlich angerichtet wird, sah das bei unseren Ölimporten nicht anders aus. Die Ölproduzenten der Erde. Nicht alle Ölproduzenten sind auch Ölexporteure, China und Indien beispielsweise sind Netto-Importeure, da ihr Verbrauch die Fördermenge überschreitet.

Abbildung nach Le Monde diplomatique: Den Förderländern selbst hat das Erdöl auch oft kein Glück gebracht: Wenn man Reichtum einfach aus dem Boden pumpen kann, fördert das nicht unbedingt Erfindungsreichtum und Produktivität, wohl aber autokratische Herrschaftsformen und Korruption: Die andere Seite der Medaille ist die zunehmende Ölförderung in sensiblen Lebensräumen wie der Tiefsee oder der Arktis oder die Umweltbelastungen bei der Nutzung "unkonventioneller Ölquellen". Teersande , wie sie beispielsweise in Kanada abgebaut werden, erfordern den Abbau und die Verarbeitung von zwei Tonnen Sand, um ein Barrel Öl zu gewinnen.

Das in Teersanden enthalte Öl ist nämlich oxidiert und ähnelt eher Bitumen; bei seiner Aufbereitung werden enorme Mengen an Energie und Wasser verbraucht: Krebserregende Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle wie Arsen in diesen Abfällen, die aus undichten Becken immer wieder in Gewässer gelangen, werden für eine Häufung von Krebsfällen in der Region verantwortlich gemacht. Die wirtschaftlich abbaubaren kanadischen Teersande werden aber auf - je nach Quelle 40 bis Milliarden Barrel Öl geschätzt; wenn wir die Umweltfolgen in Kauf nehmen, kann der Höhepunkt der Erdölförderung um ein bis einige Jahre verschoben werden.

Auch das Fracking ist hoch umstritten: Ein Teil kommt nach dem Fracking als Rückfluss wieder an die Oberfläche und muss entsorgt werden, ein Teil verbleibt unter der Erde, wo es - etwa durch Lecks in der Verrohrung - möglicherweise nicht nur Tiefen-, sondern auch Grundwasser verschmutzen könnte. Die Industrie hält allerdings dagegen, dass die Verrohrung aus mehreren ineinander steckenden Rohren mit überwachten Zwischenräumen bestehe, so dass dieses nicht geschehen könne.

Erdgas scheint auf den ersten Blick die ideale Alternative zum Erdöl: Es verbrennt sauberer, kann Autos, Lastwagen und Busse antreiben und wird bereits zur Stromerzeugung sowie zum Kochen und Heizen verwendet, so dass eine Infrastruktur zu seiner Nutzung bereits besteht. Die nachgewiesenen Reserven betragen laut BP Weltenergiestatistik Allerdings würde diese Reichweite drastisch sinken, wenn der Verbrauch stark ansteigen würde, um eine zurückgehende Ölproduktion zu ersetzen; und ähnlich wie beim Erdöl würde die Förderung nicht in 60 Jahren plötzlich zu Ende gehen, sondern lange vorher langsam sinken.

Die Entdeckung neuer konventioneller Gaslager hat längst - wie beim Erdöl - seinen Höhepunkt überschritten, so dass ein Peak Gas ebenfalls absehbar ist. Er dürfte allerdings später eintreten als beim Erdöl. Die norwegische Erdgasproduktion könnte aber schon bald ihren Höhepunkt erreichen, so dass wir in Deutschland noch abhängiger von unserem bisherigen Hauptlieferanten Russland oder Ländern wie Turkmenistan, Aserbaidschan oder Kasachstan werden, in denen die Lagerstätten am Kaspischen Meer liegen.

Auch beim Erdgas ist die Förderung dieser Vorkommen jedoch besonders umweltbelastend unter anderem werden krebserregende Chemikalien eingesetzt; siehe z. Für die bedeutende Rolle des Erdöls in der modernen Industriegesellschaft gibt es gute Gründe: Kaum ein anderer Energieträger ist so vielseitig, leicht zu transportieren und zu speichern. Daher sind Erdölprodukte vor allem als Treibstoffe - Benzin, Diesel, Kerosin - unschlagbar bequem; Ersatzstoffe sind meist teurer und stehen auch nicht ausreichend zur Verfügung.

Dann würde die Nachfrage nach Erdöl kurz vor ihren Höhepunkt erreichen, und danach stark zurückgehen. Diese Produktionsspitze wäre dann nicht durch mangelnde Reserven verursacht, sondern würde das bestätigen, was der ehemalige saudische Ölminister Scheich Yamani sagt, seitdem er diesen Posten verlassen hat: Saudi Arabien bremste zu seiner Zeit oft den Anstieg der Ölpreise, da Yamani nicht indirekt die Entwicklung von effizienterer Techniken und alternativer Energiequellen fördern wollte.

Er hatte den Westen richtig eingeschätzt — immer wenn die Preise sanken, wurden diese Programme wieder zurückgefahren. Zu steigenden Ölpreisen gibt es nur eine Alternative, und das ist: Damit könnte auch die Nutzung der hochgradig umweltschädlichen Teersande verringert werden, die in der Summe auch noch um 5 bis 15 Prozent höhere Kohlendioxid-Emissionen als konventionelles Rohöl verursachen, und das Klima daher doppelt belasten.