ReblandKurier-Batzenberg

 


Da war aber in der FAZ schon mal eine etwas andere Version dargestellt bezüglich der Kernwaffenentwicklung im sog. Des mia mid Haus un Hof nacha no davokemma, wanns brennt, wanns drauf okimmt.

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All das stimmt nicht. Nach göttlichem Gebot sollen wir uns die Erde Untertan machen. Als Mit- glieder der Kirche sollen wir darauf bedacht sein, Bildung zu erwerben und zu lernen, was wir nur können, um uns auf unseren Platz in der Welt vor- zubereiten und mit allen Kräften zum Glück und Gedeihen der Menschheit beizutragen.

Ein Interview 20 Sei getrost. Ezra Taft Benson John E. Harry Bohler Layout und Illustrationen: Die neue Sammelmappe gestattet es, jedes Heft völlig unbeschädigt mit einem Handgriff einzuordnen.

Beim Aufblättern liegt jede Seite voll und glatt vor Ihnen. Ja, es war der eigentliche Zweck ihrer Gründung, die Wahrheit unter den Men- schen zu verbreiten.

Die Mitglieder der Kirche wer- den ermahnt, Kenntnis durch Studium und auch durch Glauben und Gebet zu erlangen und nach allem zu streben, was tugendhaft und lieblich, was wohllau- tend und lobenswert ist. Bei dieser Suche nach Wahr- heit sind sie nicht auf die engen Grenzen des Dogmas oder des Bekenntnisses beschränkt, sondern sie können sich frei in das Reich des Unendlichen bege- ben.

Nun ist aber das Erlangen von Kenntnis etwas ganz anderes als die Anwendung der Kenntnis. Unter Weisheit verstehen wir die richtige Anwendung des Wissens, um einen edlen und gottähnlichen Charak- ter zu entwickeln. Jemand besitzt vielleicht hervorra- gende Kenntnis der Geschichte und der Mathema- tik; er mag eine Autorität auf dem Gebiet der Phy- siologie, der Biologie oder der Astronomie sein.

Es ist das Ziel der Bildung, ein Gedankengebäu- de aufzurichten und die menschlichen Beziehungen zu verbessern. Die Bildung hat den Zweck, dem Schüler Hilfskräfte an die Hand zu geben, die zu sei- nem Wohlbefinden beitragen, solange das Leben dauert — sogar während des ewigen Lebens.

Ein weiteres Ziel ist aber auch die Entwicklung der Selbstbeherrschung, damit der Schüler niemals ein Sklave von Leidenschaften und anderen Schwächen wird und damit die Entwicklung zu kraftvollem Man- nestum und fraulicher Schönheit stattfinden kann. Denn fürwahr, der kostbarste Besitz einer Nation ist ihr makelloses Mannestum, ihr reines Frauentum.

Worin besteht also die wahre Bildung? Sie vermit- telt nicht so sehr Worte als Gedanken, nicht so sehr philosophische Lebensregeln als vielmehr Lebens- grundsätze. Sie lehrt den Menschen nicht, das Gute aus eigensüchtigen Motiven zu lieben, sondern sie lehrt ihn, das Gute um seiner selbst willen zu lieben, tugendhaft zu handeln, weil man im Herzen tugend- haft ist, und vor allem Gott zu dienen und ihn zu lie- ben — aber nicht aus Furcht, sondern aus Begeiste- rung über seinen vollkommenen Charakter.

Der Charakter ist das Ziel der wahren Bildung. Naturwissenschaft, Geschichte und Literatur sind nur Hilfsmittel, um dieses erwünschte Ziel zu erreichen. Der Charakter ist nicht das Ergebnis von Zufall, son- dern von beständigem, rechtem Denken und richti- gem Handeln.

Bildung ist eine Investition, nicht eine Ausgabe. Sie kann eine Investition sein nicht nur für die Zeit, sondern auch für die Ewigkeit. Meine jungen Feunde, Studenten der Kirche, erwählt euch das Hochziel der wahren Bildung und macht es zu dem euren, wenn ihr eurer Bildung nach- strebt — in der Schule, an der Hochschule, auf der Universität. In welcher Lage werden diejenigen sich befinden, die einer Sünde schuldig sind, wenn ihre Sünden nicht aufgedeckt werden und wenn sie, was dieses Leben betrifft, ungestraft davonkommen?

Das Wörterbuch gibt uns folgende Definition für das Bege- hen einer Sünde: Es gibt Sünden, die nicht vergeben werden können, wie z. Jede Sünde, gleichgültig welcher Art, ist eine Verletzung eines feststehenden Gesetzes oder Gebotes und verdient daher Strafe, wenn die Sühne dafür nicht geleistet, gezahlt wird.

Diese Sühne kann in körperlichem oder gei- stigem Leiden oder einer anderen Til- gung der Schuld bestehen. Das ist ein gött- liches Gesetz. Das ist die sogenannte stellvertre- tende Erlösung von den Sünden. Jedoch Ehre sei dem Vater! Ich trank den Kelch und vollendete meine Vorbereitungen für die Menschenkin- der. Darüber hinaus kam er, um auch den Toten die Unsterblichkeit zu- gänglich zu machen. Wenn der Zuwachs im gleichen Verhält- nis anhält wie in den letzten 27 Jahren, wird es im Jahr etwa 1 Millionen Mitglieder geben.

Er sprach auch mit Vertretern aller Abteilungen der Kirchenverwaltung in Frankfurt, ebenso einigen Re- gierungsbeamten. Neue Bekehrungsmethoden wurden gemeldet, darunter auch die Benutzung des Telefons, um an Mitglieder der oberen Schichten heranzukommen. Basketballteams der Missionare fanden viel Beifall. Die gegnerischen Mannschaften bekamen Exem- plare des Buches Mormon geschenkt, in der Halb- zeit konnten die Missionare die Sendung der Kirche erklären.

Mit mehreren Bürgermeistern und anderen öffentlichen Beamten fanden Gespräche statt; das Buch Mormon wurde auch an Hotels ausgegeben. Mit Zeitungsherausgebern wurde persönlich Fühlung aufgenommen. Plakate, Filmstreifen, öffentliche Dia- vorführungen und Ansprachen in Frauenvereinen und vor anderen Gruppen erwiesen sich als weitere er- folgreiche Methoden.

Aus Osterreich berichtet Präs. Allein in Wien zieht die Untersucher- klasse 80 interessierte Menschen an. Dezember waren Bekehrte getauft worden, dar- unter einige prominente Persönlichkeiten. In Italien zeichnet sich ein langsamer, aber ste- tiger Fortschritt ab: Auch in Rom gibt es eine Gemeinde, es ist dies die erste, die öffentlich gegründet wurde; das geschah am Noss, auf sei- ner Mission in Beirut seine ersten acht Untersucher getauft hat.

Jetzt, wo die Kirche an Mitgliedern und neuen Gemeinden zunimmt und auf der ganzen Welt Pfähle und Missionen ins Leben gerufen werden, ist es be- sonders notwendig, Einigkeit zu betonen; olle müs- sen harmonisch zusammenarbeiten, damit das Werk Gottes vollendet werden kann.

Ja, es hat Schwierigkeiten gegeben. Jeder in der Kirche hat seine eigenen Vorstellungen. Manchmal weichen sie von denen der Bischofschaft und von denen der Präsidentschaft der Kirche ab. Jeder hat aber seine eigene Meinung zugunsten des Ganzen zurückstellen müssen, und mit dieser ziel- strebigen Einigkeit haben wir etwas Wunderbares geschaffen. Aus ihrem Krankenhausbett blickte sie auf ihre Erinnerungen. Ihr kleines Baby, Becky, schmiegte sich in ihre Arme.

Obgleich es rot und mager war und, wie Tom gesagt hatte, nur aus einem Mund bestand, war es gesund und nahm sogar schon etwas zu. Ihre El- tern und Bekannten hatten still auf den Stühlen gesessen. Der Bischof hatte sich soviel Mühe gegeben, um die Trauung eindrucksvoll zu gestal- ten. Zu Anfang hatte er etwas über die Tempelehe gesagt. Das Jahr war gut verlaufen. Sie waren in das neue Heim gezogen, und das Versicherungsgeschäft hatte gute Einkünfte gebracht.

Jetzt dachte Betty daran, wie Tom aus dem Militärdienst zurückkehrte. Was für ein schneidiger Soldat er doch gewesen war! Und dann sein Auto! Als er zurückkehrte, wurde ihr Beruf als Lehrerin immer mehr in den Hintergrund gedrängt, während sie immer mehr an ein ge- meinsames Leben mit Tom dachte. Und genau drei Monate nach seiner Rück- kehr heirateten sie. Und jetzt, nach einem Jahr, trat die kleine Becky in ihr Leben. Mein Kind", dachte sie. Noch bevor sie es gewahrte, war Tom in das Zimmer eingetreten.

Schweigend stand er da und betrach- tete sie. Nach einer Weile spürte sie seine Gegenwart, wandte sich um und streckte ihm die Arme entgegen. Soviel sind wir ja auch nicht wert. Da ist es schon ein gutes Geschäft für uns. Sie sah Tom gerade ins Gesicht. Betty, es gibt nichts, was ich nicht für dich täte.

Dann wandte sie sich ab, als ihr die Gedan- ken den Frohsinn ein wenig trübten. Ich werde versuchen, es zu verstehen. Ist sie krank, oder ist ihr sonst et- was? Tom, geh bitte mit uns in den Tempel. Ich wünsche es mir in diesem Augenblick mehr als sonst etwas in der ganzen Welt.

Bitte denke nicht, ich wolle die Gelegenheit aus- nutzen, weil du vorhin so lieb zu mir gesprochen hast. Du bist immer so lieb zu mir gewesen.

Niemand könnte sich einen besseren, liebevolleren und liebenswerteren Mann wünschen als dich. Darum möch- te ich ja so gern dich und Becky immer besitzen. Nicht oft waren seine Gedanken so weit von möglichen Kun- den, vom Arbeitsplatz der Woche, von Klienten und geschäftlichen Verabre- dungen entfernt. Offen gesagt, er hatte den ganzen Morgen kaum an Versicherungen gedacht. Er hatte so eine blasse Vorstellung von dem, was dazu gehört, wenn man in den Tempel gehen will; aber darunter befanden sich tausend kleine Dinge, die ihm un- möglich erschienen.

Wie sollte er je- mals das Rauchen aufgeben? Er hatte den ganzen Morgen noch nicht ge- raucht; aber er hatte seine Hand da- bei ertappt, wie sie automatisch in die Tasche des Jacketts griff, wo er noch eine Schachtel Zigaretten hatte. Und wie sollte er sich bei der Kaffeepause verhalten? Mehr als einmal hatte er gestichelt, wenn jemand anders we- gen des Wortes der Weisheit keinen Kaffee trinken wollte.

Wie war er nur in diese Lage gera- raten? Als Junge war er in der Kirche so tätig gewesen. Und dann war er zum Militär gekommen. Er dachte an die Folge von Ereignissen: Wieder umgab ihn die Einsamkeit, die er als 18jähriger Sol- dat erlebt hatte. Er war so bald in Verges- senheit geraten. Er erinnerte sich dar- an, wie die erste Tasse Kaffee, die erste Zigarette die Mauer zwischen ihm und seinen Kameraden zu beseiti- gen schienen. Danach gehörte er zu ihnen, — sie sahen in ihm einen Er- wachsenen, einen Mann.

Es war nicht einfach, als er dann zurückkehrte und seiner Mutter ge- genüberstand. Aber sie brachte Ver- ständnis für ihn auf. Aber wie würde er das bewerkstelligen? Wie ver- hält man sich, wenn man dann ange- starrt oder von der Seite beobachtet wird? Geht man einfach hinein in der Hoffnung, nicht erkannt zu werden? Wäh- rend der letzten erregten Gedanken hatte er automatisch eine Zigarette hervorgeholt, sie angesteckt und zog jetzt heftig daran.

Jetzt, wo er bemerk- te, was er getan hatte, drückte er sie im Aschenbecher aus. Ich habe sie gestern aus dem Krankenhaus geholt. Aber ich bin da in eine eigenartige Sache hineingeraten. Meine Frau redet davon eigent- lich schon so lange, wie wir verheiratet sind. Aber das ist noch nicht das Schlimmste an der Sache. Das hatte ich früher immer getan. Was die Zigaretten und den Kaffee anbe- langt, da kann ich ihnen schon bei- stimmen.

Aber das mit den Sonntagen, das war denn doch zuviel. Darüber mache ich mir ja gerade so viel Gedanken, Les. Einige von denen, die sonntags zur Kirche gehen, wissen nicht mehr über Gott als ich. Wenigstens merkt man das nicht ihrem Handeln an. Ich kann Heuchler nicht ausstehen. Anderson schob ihr den Schaukelstuhl zurecht. So bin ich doch noch jung genug, um daran Freude zu haben. In dem Au- genblick klingelte es an der Tür. Anderson kam schon in wenigen Minuten wieder herein. Das ist unser Besuchslehrer.

Mutter, darf ich dir Bruder Merrill vorstellen? Was müssen wir tun, um uns dar- auf vorzubereiten? Und wie geht es Ihnen? Sie ist eine wahre Schönheit. Das ist sehr wichtig. Bruder Merrill kümmerte sich dar- um, und so wurde ein Zeitpunkt ver- abredet. Ein Traum — oder war es nur eine Hoffnung? Es schien sehr lange zu dauern. Wenn das der Fall wäre, dann würde kein Ende abzusehen sein. Endlich kam Tom heraus.

Betty ergriff ein we- nig die Furcht, als sie den ungewohnt ernsten Blick ihres Mannes gewahrte. Auf dem ganzen Heimweg war er still, und ihre Angst wuchs.

Du fühlst dich meistens wohler, wenn du sprichst. Er fürchtete sich vor seinen Arbeitskollegen, das schon; aber am meisten fürchtete er 11 sich vor sich selbst. Ich habe ihm gesagt, ich wür- de das Rauchen aufgeben. Und ich habe ihm gesagt, ich würde meinen Zehnten bezahlen. Du brauchst dafür tatsächlich etwas Zeit.

Aber du wirst es schaffen. Ich werde es jedenfalls versuchen. Er ertrug die zitternden Hände, das Zerren an seinen Nerven, das eigenartige Gefühl im Magen, während seinem Körper nach einer Zi- garette verlangte.

Er gewann ein wenig an innerer Selbstsicherheit. Es war nicht so schlimm, wie er befürchtet hatte. Aber am Montag morgen setzte die Spannung wieder ein. Wann würde Betty ihn in Ruhe lassen? Machte sie mit den Besuchslehrern gemeinsame Sache? Wie konnte er es ohne Kaffee und Zigaretten aus- halten? Um 4 Uhr nachmittags reichte es ihm. Er fühlte sich einen Augen- blick etwas schwach, und er bekam ein elendes Gefühl im Magen. Bettys Enttäuschung war nicht zu übersehen, als sie den Tabakgeruch bemerkte.

Sie weinte nicht, jedenfalls nicht, wo Tom es hätte sehen können; aber sie konnte ihre tiefe Enttäuschung nicht verbergen. Er versuchte es weiterhin, aber man übte starken Druck auf ihn aus, und immer wieder verfiel er in die alte Gewohn- heit. Und so ver- strichen die sechs Monate. In dieser Zeit war Betty berufen worden, in der Primarvereinigung zu lehren.

Er konnte seine innere Auflehnung nicht ganz verstehen, aber sie war da. Auch hatte man Betty aufgefordert, die Abend- mahlsgottesdienste zu besuchen, und oft überredete sie Tom, sie zu beglei- ten.

Dies war Toms Empfinden nach schon fast Nörgelei, und es war ihm zuwider. Das tat sie auch nicht. Sie brauchte es gar nicht. Als sie beim Abendessen waren, klingelte das Telefon, und Tom ging hin, es zu beantworten. Ja, ich hörte Mel Chadwick sagen, das Angeln lohnte sich dort wirklich. Wir könnten das Boot mitnehmen und zwei Tage dort bleiben. Ich brauche mal eine Er- holung.

Wieder ein Wochenende beim Angeln. Dann hörte sie Tom sagen: Bis neun Uhr also. Wir sollen das Boot mitbrin- gen. Sie sagen, dort lohnt sich das An- geln wirklich. Was meinst du zu die- sem Vorschlag? Das können wir nicht am Samstag hin und zurück schaffen. Immerhin bin ich PV-Lehrerin, und die Kinder achten am Sonntag darauf, ob ich auch so lebe, wie ich es sie lehre.

Ich kann sie einfach nicht ent- täuschen. Da wurde Tom böse. Er wollte sie nicht verletzen, aber er wollte sich ir- gendwie zur Wehr setzen. Wenn dir diese zehnjährigen Kinder mehr bedeuten als ich, dann bleibe lieber zu Hause und sei ihnen ein Vorbild. Sie konnte die Tränen nicht länger zurückhalten. Tom kam erst herein, als sie schon lange eingeschla- fen war. Blick über den südwestlichen Teil des heutigen Jerusalems, vom Süden aus aufgenommen. Der Höhenzug im Hintergrund ist der ölberg.

Einer dieser Gänge ist als der Tunnel des Hiskia oder auch Siloatunnel bekannt. Er leitet das Wasser von der berühmten Gihonquelle, auch Jungfrauenquelle genannt, in den Teich Siloa.

Die Geschichte von der Tunnelgrabung und den Umständen, unter denen sie erfolgte, fasziniert jeden, der sich mit den Völkern und der Zeit des Alten Testaments beschäftigt.

Jerusalem mit Wasser versorgte. Hiskia, ein Nachkomme Davids, war König in Juda. In seiner Regierungszeit wurde der Tempel instand gesetzt und wieder eröffnet, das Passahfest wurde erneuert und die heidnischen Altäre wur- den niedergerissen. Zu den Leviten hatte Hiskia gesagt: Doch Hiskia befreite Juda von dem Joch seiner Unter- drücker: Er hing dem Herrn an und wich nicht von ihm ab und hielt seine Gebote, die der Herr dem Mose geboten hatte.

Und der Herr war mit ihm, und alles, was er sich vor- nahm, gelang ihm. Und er wurde abtrünnig vom König von Assyrien und war ihm nicht mehr Untertan. In den darauffolgenden Jahren griffen die assyrischen Heere die befestigten Städte in Juda an und nahmen sie eine nach der anderen ein, bis 46 gefallen waren.

Auch das Schicksal der mächtigen Stadt Jerusalem schien be- siegelt. Um seine Forderungen zu erfüllen und damit der Frieden ge- wahrt blieb, gab Hiskia nicht nur die Schätze seines Hauses hin, sondern auch alles Silber und Gold aus dem Tempel, sogar das Goldblech von den Türen und Säulen des heiligen Hauses wurde heruntergerissen.

Dennoch drohte der König der Assyrer mit der Vernichtung Jeru- salems, wenn die Stadt sich nicht unterwarf. In dieser schweren Zeit wandte sich Hiskia an den Propheten Jesaja um Rat; und er sandte seine Diener zu ihm, damit sie ihm von der hoffnungslosen Lage erzählten. Jesaja sprach zu ihnen: So sagt eurem Herrn: So spricht der Herr: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, mit denen mich die Knechte des Königs von Assyrien gelästert haben.

Er sagte zu seinem Volk: Hiskia brachte den Brief zuerst zu Jesaja und dann in den Tempel; er legte ihn dem Herrn vor und fragte, was er tun solle. Inzwischen hatte Hiskia damit begonnen, die Befesti- gungen von Jerusalem zu verstärken. Konnte man mit einfachen Werkzeugen einen so langen Tunnel durch den Felsen graben? Würden sich die beiden Gruppen je treffen? Würde der Tunnel rechtzeitig fertig sein? Die beiden Gruppen trafen sich; der Tunnel war rechtzeitig fertig und leitete das Wasser nach Jerusalem; die Gihonquelle wurde abgedeckt, damit die assyrischen Heere sie nicht entdecken konnten.

Wir hatten über den Tunnel des Hiskia gelesen, uns aber nicht weiter damit beschäftigt, bis wir die Gelegen- heit erhielten, ihn zusammen mit einer Reisegruppe der Brigham-Young-Universität, die im Sommer das Hei- lige Land besuchte, zu erforschen.

Mit Kerzen bewaffnet stiegen wir die 34 breiten Stein- stufen zur Gihonquelle hinab, hielten zaghaft unsre Zehen in das kühle Wasser und stiegen dann in die Quelle hin- über zum Tunnel. In noch früheren Zeiten war diese Quelle möglicherweise in gleicher Höhe mit dem Erdboden gewesen. Der Tunnel ist fast m lang, und unsere dünnen Kerzen waren nahezu abgebrannt, bevor wir das andere Ende erreichten.

Jeder Meter des Tunnels führt durch massiven Felsen. Es wurden keinerlei Verstrebungen verwendet. Sie hatten sicherlich kein Dynamit und auch keine Bohrer wie wir heutzutage.

Sie müssen das losgeschlagene Gestein auf ihren Schultern in Körben hin- ausgetragen haben. Wer einmal in einem Bergwerk gear- beitet hat, fragt sich, wie man die Frischluftzufuhr bewerk- stelligt hat. Wie die beiliegende Zeichnung zeigt, verläuft der Tunnel in vielen Windungen und hat die Form eines abgewandelten S. Wir hatten diesen Ort in Jerusalem vor- Assur nur kein Wasser finden, wenn sie kommen!

Eines Tages spielten zwei Jungen im Teich Siloa und forderten sich gegenseitig auf, sich in den dunklen Tunnel zu wagen. Sie drangen weiter und weiter Dieses Bild wurde etwa in der Mitte des Tunnels aufgenommen. Die Inschrift von Siloa. Es ging zu wie in einem Bienenstock. Einige Frauen hockten am felsigen Ufer und wuschen Kleider, und ein Dutzend und mehr Kinder badeten im Teich, den viele Zuschauer um- lagerten. Wahrscheinlich lag der Spiegel des Teiches in früheren Zeiten mehr auf der Höhe des ihn umgeben- den Landes; heute liegt er gut 90 cm tiefer und ist nur über eine Steintreppe zu erreichen.

Im Buch der 2. Und es versammelte sich viel Volk, und sie verdeckten alle Quellen und den Bach, der durch die Erde geleitet wird, und sprachen: Nach etwa m fühlte einer der Jungen eine glattere Fläche an der Wand, in die anscheinend irgendwelche Zeichen eingraviert waren.

Sobald er aus dem Tunnel herauskam, lief er zu seinem Lehrer in der Knabenschule der Londoner Mission für das jüdische Volk und erzählte ihm von seinem Erleb- nis. Man kehrte mit Fackeln zu dem Tunnel zurück, ging hinein und fand die glückliche Entdeckung bestätigt. Die berühmte Inschrift ist heute unter dem Namen Siloain- schrift bekannt. Dies ist die Geschichte der Ausgrabung. Während die Grabenden noch ihre Hacken schwangen, einer dem anderen entgegen, und während noch drei Ellen zu graben waren, hörte man die Stimme eines Mannes, der seinem Gegenüber zurief.

Sie befindet sich heute im Museum des alten Orients in Istanbul. Der Geschichte von Hiskia wäre noch ein Nachsatz hin- zuzufügen. Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Später töteten ihn zwei seiner Söhne mit dem Schwert, als er seinen heidnischen Gott anbetete. Vielleicht sollte man nicht nach Beweisen für die Wahr- heit der heiligen Schrift suchen. Von all den archäologischen Be- weisen für das Alte Testament, die wir auf unseren Reisen durch das Heilige Land gesehen haben, scheint uns keiner die Bibel näherzubringen oder ihr mehr Bedeutung und Wirklichkeit zu verleihen als der Tunnel des Hiskias.

Die Stadt Davids hat sich mit den Jahren verändert, ist zer- stört und unzählige Male wieder aufgebaut worden. Mög- licherweise steht keines der Gebäude mehr, die Jesaja oder Hiskia kannten. Die siebzehnjährige Tochter eines erfolgreichen Psychiaters wurde von ihrer Lehrerin gefragt, was sie wohl am liebsten sein wolle.

Die Grundlage einer wirklichen und münd- lichen Verständigung wird schon sehr früh gelegt. Nun wollen wir uns mit dem Aus- spruch der Psychiatertochter befassen. Wie weise das Heimabendpro- gramm ist, zeigt sich doch hier ganz deutlich, nicht wahr? Dieses Programm nimmt Bezug auf das herrschende Tempo der modernen Zeit und gewähr- leistet den Kindern wenigstens einen Abend in der Woche, wo sie mit den Eltern irgendeine Verständigung ha- ben können.

Wir wollen nun untersuchen, welche Bedeutung es hat, Zeit für die Kinder zu haben, und in welcher Be- ziehung sie zur Verständigung steht. Verständigung im Heim Eine bekannte Witzzeichnung zeigt, wie ein Mann und seine Frau am Früh- stückstisch sitzen nebenbei bemerkt: Mahlzeiten sind eine herrliche Zeit, um mit den Kindern zu reden — es scheint, als ob der volle Magen das Gespräch fördert , er ganz in seine Zeitung ver- tieft, während sie freudlos an einem Brötchen herumkaut und fragt: Nur wir zwei, allein — miteinander?

Gibt es so etwas wie Versager im Heim? Meistens kann man sich an jemand er- innern, der in der Familie einfach Zeit und Platz konsumiert hat und sonst nichts. Mutter und Vater sind die Bau- meister der Umgebung, die dann im Heim zustande kommt.

Zuerst frage man sich jeden Abend, ob man sich im Laufe des Ta- ges mit jedem der Kinder verständigt hat. Dann versuche man die Qualität dieser Verständigung festzustellen. War das, was wir gesagt haben, kon- struktiv und unterweisend oder stra- fend? Man verlagere seine mündliche Antwort bei den Kin- dern auf das Gebiet des Handelns, in- dem man auf jedes Kind auf seiner Ebene persönlich eingeht.

Es ist am besten, wenn man versucht, die be- stehende Feindseligkeit oder Furcht oder Ängstlichkeit oder Freude als solche hinzunehmen. Es gibt aber vieles, was wir den Kindern durch den Blick unserer Augen sagen, durch eine Um- armung, durch körperliches Verhalten, beim Herumtollen, wenn wir nieder- knien, um zuzuhören oder zu trösten, oder wenn wir beim Nachhausekom- men sie zärtlich bei der Tür umarmen.

Wenn jedes Verhalten, jede Handlung und jeder Audruck sagen: Können Sie uns kurz sagen, worum es sich bei Nauvoos Wiederaufbau handelt? Die Nauvoo-Wiederaufbaugesellschaft ist eine gemeinnützige Gesellschaft unter der Schirmherr- schaft der Kirche, deren Aufgabe es ist, einen Teil der alten Stadt Nauvoo, Illinois, wo die Heiligen vor der Wan- derung nach dem Westen lebten, zu erwerben, zu erhalten und wiederaufzubauen. Wir hoffen, damit eine authentische Umgebung zu schaffen, die das öffentliche Interesse an Nauvoo wiedererweckt.

Die Pläne sehen auch Wahrzei- chen und andere Merkmale von historischem Interesse entlang dem Weg der Mormonen und an anderen Orten vor, die für die Kirche von historischem Wert sind. Wieviel konnten Sie schon von dem alten Nau- voo erwerben? Gibt es heute noch viele Bauten, die von den Heiligen der Letzten Tage errichtet wurden? Das ist das Bemerkenswerte an Nauvoo — es ist wirklich eine geschichtlich bedeutsame Stadt.

Es gibt etwa 40 Häuser, die noch von den Heiligen gebaut wurden; einige sind nicht gerade in gutem Zustand, andere haben nur noch die ursprünglichen Grundmauern. Noble, David Yearsley, Joseph W. Was tun Sie, wenn Sie Grundstücke erworben haben? Gegenwärtig ist unsere Arbeit hauptsächlich archäologischer und historischer Art.

Unmöglich erschienen diese Situationen und unerschüttert schien das Selbstvertrauen der Sicherheitsapostel in deutschen Landen. Doch es kam anders: Die unvorstellbaren Ereignisse fanden statt und damit wurden die Fundamente, auf denen das Sicherheitsdenken der Deutschen aufbaute, erschüttert. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Mannheimer — wie die Mannheimer Lebensversicherung AG vereinfacht genannt wurde. Im Sommer passierte das, was niemand bisher für möglich hielt.

Ein Ruck ging durch die Branche! Die erste deutsche Lebensversicherungsgesellschaft stand vor der Pleite. Das Vertrauen der Versicherten wurde erschüttert und das konnte man sich selbstverständlich nicht leisten.

Man wollte es nicht unbedingt, aber es musste sein. Die Branche musste Retter in der Not spielen und die notleidende Mannheimer vor dem Schlimmsten bewahren. Man gründete Protektor, eine Auffanggesellschaft, die die Versicherungsverträge von notleidenden Versicherern im Insolvenzfall weiterführen und somit die Versicherten vor Verlusten bewahren soll.

Protektor wird von den Versicherungsgesellschaften mit finanziellen Mitteln versorgt. Die Frage ist legitim, wie viele solcher Fälle aus den eigenen Reihen sich die Branche leisten kann. Fachleute wissen, dass Protektor nicht einmal ansatzweise über eine ausreichende Kapitaldecke verfügt, um die Verträge mehrerer insolventer Gesellschaften weiterzuführen.

Wie sollte das auch möglich sein? Aktuell zahlen die Lebensversicherer an ihre Kunden aufgrund der bestehenden Vertragszusagen höhere Zinsen aus, als sie derzeit erhalten.

Somit muss man sich an den Reserven bedienen, was die Finanzkraft der Unternehmen nachhaltig vermindert. Es hat den Anschein, als würde man keine weiteren Pleiten mehr verkraften.

Deshalb sollten alle, die an ihrer kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherung festhalten wollen, beten, dass nicht noch eine Gesellschaft pleite geht. Banken sterben leise, so leise, dass man es kaum bemerkt. Aber sie sterben und das schon sehr viel länger als seit der letzten Bankenkrise.

Hier geht es nicht um eine Hypo-Real-Estate oder dergleichen. Nein, Banken sterben, seit es Banken gibt. Die Branche regelte das hinter horgehaltener Hand durch sogenannte Übernahmen. Käme es hier zum Vertrauensbruch, wären die Auswirkungen fatal. Anleger, die fürchten, Ihr Geld zu verlieren, würden schnellstmöglich versuchen, es zu retten, am besten durch sofortige Abhebung des Vermögens am Bankschalter.

Keine Bank oder Sparkasse verfüght über ausreichend Bargeld, um ihre Kunden auszuzahlen — nicht einmal Bruchteile wären an die Kunden auszahlbar. Die Bargeldbestände sind immer nur in der Höhe des üblichen Bargeldverkehrs plus einer kleinen Reserve vorhanden. Aus diesem Grunde müssen ja auch hohe Bargeldabhebungen vorher angemeldet werden, damit das Kreditinstitut vorher ausreichend Bargeld besorgen kann. Würden nun unerwartet viele Kunden gleichzeitig ihr gesamtes Geld abheben wollen, wäre das nicht möglich.

Der psychologische Effekt, sein eigenes Geld nicht abheben zu können, würde die Situation verschlimmern, sich wie ein Lauffeuer verbreiten und sich am Ende sogar auf die gesamte Banken- und Volkswirtschaft eines Staates negativ auswirken. Aus diesem Grunde ist es so wichtig, Bankenpleiten hinter vorgehaltener Hand intern zu regeln und jegliches Aufsehen zu vermeiden. Seit dem Jahr wurden 15 Finanzinstitute notleidend. Darunter finden sich Namen, die man selten hört wie z.

Aber auch vor dem Jahr starben bereits Banken und aktuell wurde das Bankensterben nur durch den Staat mithilfe von Steuergeldern verhindert. Ob ein Einlagensicherungsfonds in der Lage sein wird, die Vermögen der Deutschen im Falle massiver Bankenpleiten zu retten, bleibt abzuwarten, ist aber eher unwahrscheinlich. Kein System ist in der Lage, Lawinen aufzuhalten. Eine Lawine von Bankenpleiten wird den Einlagensicherungsfonds mit Sicherheit an seine Grenzen führen.

Darüber hinaus besteht kein rechtsanspruch auf Hilfen aus dem Einlagensicherungsfonds. Daher sind die Ansprüche der Sparer ohnehin nicht vollends gesichert. Wird der Staat dann dafür aufkommen? Der Staat kann ja bekanntlich nicht pleitegehen, oder doch? Wo steht eigentlich geschrieben, dass der Staat, speziell unser Staat, nicht pleitegehen kann? Zugegeben stehen die Deutschen solider da als viele ihrer EU-Partner. Und was passiert, wenn die sogenannten stärkeren EU-Länder es einfach nicht mehr schaffen, die schwächeren Partnerstaaten aufzufangen?

Wer wird übrig bleiben? Was passiert mit den Ersparnissen? Staaten können bankrott sein. Deutschland war bereits bankrott und tut alles dafür, dass der nächste Bankrott immer näher rückt. Die Regierung hat doch gar keine Wahl. Hätte sie die Banken sterben lassen sollen? Was wäre mit der Wirtschaft geschehen? Der Zusammenbruch des Finanzsystems verläuft vielleicht nicht so friedlich ab wie die Wiedervereinigung Deutschland.

Wir sehen doch, was in Griechenland los ist. Das einheitliche Geld für so viele unterschiedliche Volkswirtschaften erscheint heute immer mehr eine schlechte Idee gewesen zu sein. Nun muss man schauenzusehen, wie man die auftretenden Probleme meistert. Aber die EU-Partner sind ebenfalls gefragt, wenn der Euro nicht scheitern soll. Eine gemeinsame Lösung bedeutet bekanntlich immer, der Stärkere hilft den Schwächeren und jeder nach seinen Möglichkeiten. Alte Glaubenssätze haben ihre Brechtigung verloren.

Jeder ist gut beraten, seine Augen zu öffnen, seinen gesunden Menschenverstand walten zu lassen und sich nicht auf die Wohlfühl-Parolen der Sicherheits-Lobby zu verlassen. Warten Sie nicht, bis es noch schlimmer wird, sondern werden Sie sofort aktiv! Werden Sie jetzt Ihre inflationsgefährdeten Geldwertanlagen los und investieren Sie in wertbeständige Sachwerte.

Die Vergangenheit zeigt eindeutig, dass die Besitzer von Immobilien oder Edelmetallen Krisen besser überstanden als diejenigen, die auf Geldwerte setzten. Sie sollten an Standorten sein, an denen eine gute Wirtschaftskraft vorhanden ist, die für Menschen attraktiv ist und wo es ausreichend Arbeit gibt.

Grundstücke mit Baurechten können ebenfalls eine sinnvolle Investition sein. Leichter in Bezug auf Diversifikation wird es mit Edelmetallen. Gold hat sich dabei sehr bewährt. Rohstoffe sind nicht unbegrenzt verfügbar und somit wertbeständig. Eine Kaufentscheidung bei Edelmetallen ist übrigens einfach. Durch den Einsatz eines festen Geldbetrages kauft man immer wirtschaftlich sinnvoll ein.

Wenn die Edelmetalle teuer sind, kauft man automatisch weniger Edelmetall ein und wenn die Preise gering sind, erhält man entsprechend mehr Edelmetall fürs Geld. Auf längere Sicht, kann man so einen stattlichen Edelmetallbestand aufbauen. Gold wird nicht nur als physisches Metall gehandelt. Eine riesige Menge wird in Form von Papiergold jeden Tag umgesetzt. Da existieren Zertifikate, die den physischen Goldbesitz bescheinigen, jedoch die Auslieferung nicht ermöglichen.

Der Blick ins Kleingedruckte der Bedingungen ist dabei hilfreich. Um all die an der Börse gehandelten Lieferverpflichtungen zu erfüllen, ist zu wenig physisches Gold vorhanden.

Daher kommt es bei Auslieferungen immer häufiger zu Engpässen und sogar zu Betrugsfällen. Kommt es zu einem Lieferausfall, könnte das enorme Auswirkungen geben. Gold hat einen besonderen Status. Es ist ein Metall, welches seit Jahrtausenden als Währung verwendet wird. Gold ist kein wirtschaftlich gefragter Rohstoff, wie z. Silber, Platin oder Palladium.

Aber es besitzt weltweite Anerkennung und ein seit Jahrtausenden bestehendes universelles Vertrauen. Die Nationen der Erde haben beachtliche Bestände an physischem Gold eingelagert. Gold diente als Wertgarant für das Geld. Tatsächlich kann man Gold als Geld bezeichnen, denn eine wichtigere Bedeutung hatte es niemals.

Die Rolle von Gold als Geld ist daher nachvollziehbar. Das macht es erforderlich, die wahre Natur von Gold als Währung zu verschleiern. Das liegt daran, weil Zentralbanken über ein gemeinsames Monopol auf ungedecktes Geld verfügen, jedoch keines auf Gold. Eine Folge der Unkenntnis über die Natur des wertvollen Metalls ist, dass der Handel schwer nachvollziehbaren Gesetzen folgt. Das liegt daran, dass einfach zu wenig physisches Gold zur Verfügung steht.

Es ist eine gängige Vorgehensweise, identische Goldbarren mit mehrfachen Besitzzertifikaten zu versehen. Das Gold gehört dann sozusagen unterschiedlichen Personen zum gleichen Zeitpunkt. Daher ist bei solchen Transaktionen auch die physische Auslieferung vertragslich ausgeschlossen. Da es vielen Händlern nicht möglich ist, innerhalb von 28 Tagen zu auszuliefern, wird diese Vorschrift ständig ignoriert. Diese illegalen Terminverkäufe müssten normalerweise den von den Warenterminbörsen veröffentlichten Open-Interest-Positionen zugerechnet werden.

Dadurch könnte ein Eindruck von der Menge der Goldderivate ersichtlich werden, die auf den immer geringer werdenden physischen Beständen aufgebläht wird. Man unterscheidet bei physischen Goldbeständen zwischen dem Umlaufbestand und dem Gesamtbestand. Zum Umlaufbestand wird das Gold gezählt, welches zur sofortigen Auslieferung zur Verfügung steht.

Es ist die Grundlage für die Aktivitäten der Händler. Der Gesamtbestand ist das gesamte, auf der Welt existierende, physische Gold. Dadurch steht es für den Handel nicht zur Verfügung. Der viel geringere Umlaufbestand könnte daher schnell zu Lieferengproblemen führen.

Das bedeutet, dass eine mit Edelmetallen handelnde Bank durch eine Leasingvereinbarung einen Rechtsanspruch auf eine bestimmte Menge an Gold erwerben kann. Das bedeutet, dass der Käufer lediglich an der Entwicklung des Goldpreises partizipiert, obwohl er nur einen Vertrag und kein physisches Gold besitzt. Es kann dann für Terminverkäufe über zehn Tonnen Gold am Markt verwendet werden.

Daraus wird eindeutig erkennbar, dass das Gold gleichzeitig mehreren Personen gehören muss. Aus einer Tonne werden auf dem Papier zehn Tonnen gemacht, die selbstverständlich nicht ausgeliefert werden können. Selbst die eine Tonne Gold ist geleast, was bedeutet, dass sie jederzeit vom Leasinggeber vom Markt genommen werden kann. Wenn das Gold einer Zentralbank an eine beliebige Regierung verkauft und geliefert wird, steht es für Leasingzwecke nicht mehr zur Verfügung, da es in irgendwelchen Tresoren verwahrt wird.

Dadurch verringert sich der Umlaufbestand, während der Gesamtbestand konstant bleibt. Wenn Länder ihr in der Federal Reserve Bank of New York verwahrtes physisches Gold zurückholen, um es in einem eigenen Tresor einzulagern, gilt das gleiche. Die meisten Nationen haben keinen gut entwickelten Leasingmarkt. Jedoch verkleinert jede Rückführung von Gold nach Europa den Umlaufbestand und erschwert damit das Leasinggeschäft.

Damit wird das Eigentumsrecht an fest definierten physischen Goldbarren erworben. Dadurch sind die Barren eindeutig identifizierbar. Jedoch gehört es zur Praxis, dass diese Barren einfach ersetzt werden. Die ursprünglichen Barren wurden einfach anderweitig verwendet und stattdessen andere Barren als Ersatz geliefert.

Da Gold nun mal Gold ist, erhebt der Empfänger meist keinen Einspruch, zumindest solange die Ersatzbarren keine Fälschungen sind.

Was man aber sagen kann, ist dass jede Ersatzlieferung auf die Verknappung hindeutet. Und durch die permanente Verkleinerung des Umlaufbestandes werden Lieferengpässe immer wahrscheinlicher. Und die Faktoren beschleunigen sich.

Besonders deutlich wird das, wenn man sich die Entwicklung der Goldbestände der Nationen und die steigende Nachfrage der Privatanleger betrachtet.

Bei Goldlieferungen kommt es immer häufiger zu Engpässen, Verzögerungen und Betrug. So lange es nur um Verzögerungen geht, sind die Marktteilnehmer noch recht entspannt, da sie froh sind, wenn sie ihr Gold überhaupt bekommen. Goldeigentümer mit einem Anspruch auf Gold aber ohne physischen Besitz erwarten immer öfter die Aushändigung.

Sobald es zu einem Lieferausfall kommen würde, könnten sämtliche Anleger mit einen papierenen Anspruch auf Gold physisches Gold verlangen. Der Goldpreis würde nach oben schnellen und die Zwischenhändler würden händeringend versuchen, immer knapper werdendes physisches Gold zu kaufen, um die Lieferverpflichtungen einhalten zu können.

Das Interesse der institutionellen Anleger könnte ebenfalls geweckt werden, so dass diese plötzlich Gold in ihre Portfolios aufnehmen würden, was die Preisentwicklung weiter fördern würde. Dies könnte bis zur Einstellung des Handels an den Goldbörsen führen. Kontrakte würden aufgelöst und zum letzten Schlusspreis in Dollar beglichen werden.

Damit würden die Gegenparteien vom künftigen Preisanstieg und vom Zugang zu physischem Gold ausgeschlossen. Mit den Sachwerten ist es so eine Sache für sich. Viele echte Werte, die Klassiker wie Immobilien, Aktien oder Edelmetalle funktionieren schon immer und haben ihre Halter in Krisenzeiten davor geschützt, ihr hart verdientes Geld komplett zu verlieren.

Ja, Sie lesen richtig. Wenn Geldsysteme scheitern und alles von Neuem beginnt, werden alle Werte neu bewertet. Und wenn das geschieht, wird natürlich auch wenig Bezug darauf genommen, wie die Verhältnisse vorher waren. Daher werden die Dinge, die echten Wert besitzen, also die Sachwerte, neu bewertet.

Die Sachwerte besitzen einfach ihren eigenen Wert und damit ist es eher zweitrangig, ob das Vermögen mehr oder weniger geworden ist. Aber auch andere Sachwerte haben ihren ganz eigenen Charme. Genussmittel könnten zum Beispiel ebenfalls eine lohnende Investition sein. Denken wir mal an die vielen Raucher, die mit ihrer Sucht gefangen sind und ihren Stoff brauchen.

Ähnlich ist es mit Alkohol und anderen Genussmitteln. Wer keine Kristallkugel besitzt oder im Kaffeesatz lesen kann, bleibt dann wohl lieber bei den bewährten Sachwerten. Immobilien Immobilien besitzen neben dem Substanzwert auch einen hohen Gebrauchswert.

Man kann in ihnen wohnen, arbeiten oder beides. Man kann selbst darin wohnen oder fremdvermieten und Mieterträge erhalten. Und Miete muss ja nicht unbedingt Geld sein. In unsicheren Zeiten können auch Leistungen oder andere nützliche oder wertvolle Dinge als Miete fungieren.

Edelmetalle Mit Edelmetallen ist man immer auf der sicheren Seite. Edelmetalle gelten seit Menschengedenken als werthaltiges Tauschmittel. Wer Edelmetalle hat, ist somit immer liquide. September ,in direkter Nachbarschaft zu Synagoge. Aron, ein bescheidener Handelsmann, warder letzte Kultusvorsitzende im Ort. Er und Jakob Hirschenberger hatten in der vonden Nazis bedrohten Zeit von bis die Verantwortung für die jüdischenGemeindemitglieder im Dorf.

Sie halfen finanziell den bedrohten Familien für dieAusreise — was Jakob am Ende selbst nicht gelang. Der betagte Aron wurde am November nach der Pogromnacht von SA-Leuten geschlagen. Seine Frau Hedwig konnte sich im Nebengebäude verstecken. Würzburg wurde zur letzten Station auf dem Weg in die Vernichtung. Moses Birk, geboren 4. Dezember in Sterbfritz, war jüdische Metzger imUnterdorf und führte mit seiner Frau Ida, geborene Frank , geboren am Oktober, eine koschere Metzgerei mit einem Verkaufsladen im Hinterhof.

Bei ihnenkauften vor , danach heimlich, die christliche Bevölkerung ihre Fleischwaren ein. Immer, wenn das Schlachtvieh beim Transport verletzt oder innere Verwachsungenhatte, war es für Juden trefer unrein und zum Verzehr nicht erlaubt.

So verkauftedie Metzgerei Birk die Fleischwaren billiger an die nicht jüdische Bevölkerung. ZweiSöhne, Meier und David, halfen im elterlichen Geschäft mit. Meier, geboren,erhängte sich im Jahr der Machtergreifung Hitlers im Alter von 33 Jahren, er wurde im Judenfriedhof beerdigt.

Vielleicht ahnte er schon die Gefahr für sich und seine Familie. Als jungesMädchen nahm ich an die Beerdigung von Meier Birk teil. Er war aktiver Sänger imGesangverein.

Die Sangesbrüder begleiteten den Sarg bis zum Friedhofseingang. Eswar schon gefährlich, sich mit Juden zu zeigen. Man kann es heute als mutigeTat bezeichnen, dass der Gesangverein Laudenbach seinem verstorbenen MitgliedMeier Birk noch so nahe stand.

Ida Birk starb in Würzburg kurz vor der geplanten Deportation. Moses Birkwurde am September nach Theresienstadt deportiert, wo er an den Folgen Laudenbach Laudenbach hatte er nicht besucht. Als erfolgreicher Geschäftsmannstarb er in New York. Mai in Laudenbach, wohnte mitseiner Frau Else, geborene Bergmann, geboren am Juni in Völkersleier,und ihrem Sohn Siegfried nahe der Synagoge.

Schwer verwundet nach einem Gasangriff in Frankreich, kam er zurück insheimatliche Lazarett. Man pflegte ihn für seinen Dienst am Vaterland wieder gesund. Nach der Machtergreifung Hitlers waren die ehemaligen jüdischen Kriegsteilnehmervergessen. Trotz der Auszeichnungen für seine Tapferkeit im Ersten Weltkrieg wurdeer genau so schlecht von den Nazi behandelt und geschäftlich ruiniert. Hier erlebte er alleGrausamkeiten der Nazis. Fred Zeilberger berichtete bei unseren Treffen im April Siegfried Adler kehrte nach Laudenbach zurück, um das Geschäft seinerermordeten Eltern zu übernehmen.

Sie hofften, hier eine Bleibe zu finden nach all den schreck-lichen Erfahrungen. Adler war in Laudenbach nicht gern gesehen. Trotz allem blieber einige Jahre in Laudenbach und führte das Geschäft seines Vaters weiter. Er heiratete eine Christin. Bei der Stolpersteinverlegung für seine Eltern und Geschwister konnte ich mit FredZeilberger vor seinem ehemaligen Wohnhaus über seine Vergangenheitl reden. ZweiTage waren wir unterwegs. Fred Zeilberger wanderte nach Amerika aus. Erwurde ein erfolgreicher Geschäftsmann und besuchte mehrmals seine HeimatstadtWürzburg.

Am Vortag seiner Abreise nahmen wir gemeinsam am Schabbat-Gottes-dienst in der Würzburger Synagoge teil, wo Zeilberger als Gast den Wochenabschnittaus der heiligen Thora vorgelesen durfte. Rudolf Adler, Viehhändler, geboren Hier wurde auch ihre Tochter Stefanie geboren. Der Landkreis Karlstadt war fest in jüdischer Hand. Die Bauern mussten mit unsJuden Geschäfte machen, aber das war auch alles. Man nannte uns Wucherer undHalsabschneider, wenn wir Juden unsere Schulden von den Bauern einforderten.

Eskam zu Gerichtsverhandlungen und zur Versteigerung ihrer Anwesen. Die Nazis nannten es später den Volkszorn. Bis zur Pogrom-nacht war meine Familie auch wie die meisten Juden den Anfeindungen derOrtsbewohner ausgeliefert. Alle jüdischen Männerwurden Tag darauf nach Karlstadt ins Gefängnis gebracht. Von da aus kamen wirnach Dachau in Schutzhaft. In Dachau erlebte ich die ganzeHärte der Nazis am eigenen Leibe. Meine Eltern Isaakund Jeanette konnte ich nicht überreden, mit uns zu gehen.

Sie blieben bis zur De-portation im Ort. Für mich und meineFamilie war es die Flucht vor dem Naziterror. In Israel baute ich, nachdem ich erstandere Arbeiten verrichten musste, wieder einen kleinen Viehhandel auf.

Wir hattenein Haus und konnten es uns leisten, die Verwandten in Amerika zu besuchen. Ich mietete mir wieder einen Stall im Rothof, handelte mitVieh, ging zu den Bauern, die ich vor und in der Nazizeit kannte. Nach meinem arbeitsreichen Lebenging ich in ein jüdisches Altersheim nach Frankfurt. Dort konnte ich mich ausruhennach einem langen schmerzlichen Lebensweg. Rudolf Adler starb im Alter von 97 Jahren in Frankfurt. Rudolf Adler war einwichtiger Zeitzeuge und lieber Freund.

Sie kamen nach Theresienstadt. Es war ein Irrtum. Beide wurden in im KZ-Theriesenstadtermordet. Er war einer der ärmstenJuden im Ort.

Um den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern, ging er hausieren,sammelte Felle, verkaufte Wagenschmiere und Schnürsenkel. Julius Berney kehrtevom Ersten Weltkrieg verwundet heim.

Wegen seiner Kriegsverletzung konnte erkaum für seinen Lebensunterhalt sorgen. An den jüdischen Feiertagen kümmerte sichder Wohltätigkeitsverein um ihn.

Wenn bei Christen Schlachttagwar, soll er beteiligt gewesen sein. Ich glaube es nicht, es wurde viel Unwahresabsichtlich erzählt. Als die Nazis an der Macht waren, wurde ihm sein Motorradbeschlagnahmt, was zur Folge hatte, dass er nur noch im Ort hausieren konnte.

April nachLublin später in das Vernichtungs-Lager Majdanek deportiert und ermordet. Max Kaufmann, geboren am Königsberger, das weithin bekannte Kolonial- und Textilwarengeschäft. Kaufmannfuhr täglich mit seinem Motorrad, beladen mit allerlei Haushaltsartikel, in die um-liegenden Dörfer. Seine Mutter Helene, geborene Worms führte den Haushalt. Trotz seinerBehinderung versorgte er seine Kundschaft im ganzem Umland.

Von hier gelang ihm die Emigration indie USA. Sohn Milton, geboren am Kaufmann blieb nach der Auflösung des Kaufladens in Laudenbach zurück. Helene Kaufmann wurde im Alter von 83 Jahren am Sie starb an den unmenschlichenVerhältnissen im Lager.

Auch die nicht-jüdischen Laudenba-cher kamen in das Geschäft. Nach der Machtergreifung verlangten die Nazis seinen Rück-tritt, was sie auch kurze Zeit später erreichten. Um nicht Opfer weiterer Schikanenzu werden, stellte er einen Antrag auf Ausreise.

Er wanderte mit seiner Familie noch vor der Pogromnacht in dasvon Engländern besetzte Palästina. In Haifa baute er sich mit seinen Söhnen nachkleinen Anfängen wieder eine Bäckerei auf. Hirsch erlebte noch denBeginn des Naziregimes. Drei Jahre später starb er im Alter von 59 Jahren. Ihm blieberspart, wie am November eine SA-Horde in seinem Haus alles kurz undklein schlug.

Sohn Siegfriedwurde nach der Pogromnacht festgenommen und vor seinem Haus mit anderen jü-dischen Männern zusammengetrieben, bevor man sie nach Karlstadt ins Gefängnisbrachte. Er emigrierte nach langer Haftdauer nach Palästina. April wurde sie in das Vernichtungslager Treblinka gebracht, wo dieälteren Deportierten in den Gaskammern den Tod fanden. Leopold Rothschild, geboren am 6. März in Grünsfeld Baden , lebte vom Vieh-handel und einer kleinen Schusterei. Er war bescheiden und fromm und ging jedenTag zum Morgen- und Abendgebet in die Synagoge.

Er musste den Lebensunterhaltfür seine Familie schwer erarbeiten. Drei Tage später, am September, war er im Sammeltransport nach Theresienstadt. Ob er dort ums Leben kam,ist nicht bekannt.

Juni direkt in das Todeslager Auschwitz gebracht und dort ermordet. Elli Sara Hirsch, geboren am März in Edelfingen, lebte als Haushaltsge-hilfin bei ihren Eltern in Laudenbach. Sie erfuhr während ihrer Schulzeit schondie ersten Anfeindungen im Ort. Mit ihrer Familie erlebte sie am November die Übergriffe auf jüdisches Eigentum im eigenen Haus. Die Familie stellte neue Anträge zur Ausreise nach Palästina. Elli wurde sie ohne Angabevon Gründen verweigert.

April , das elterliche Anwesen zu verkaufen. Davon musste sie Reichsmarkt an die Devisenstelle in Würzburgabgeben. Als sie alle Auflagen erfüllt hatte, zog sie nach Würzburg in der Hoffnung,zu ihrer Familie nach Palästina ausreisen zu dürfen. Die Jährigewurde am Hedwig Höbel, geboren am März , wohnte gegenüber der MazzebäckereiHirschenberger.

Als Dienstmädchen arbeitete sie in jungen Jahren in jüdischen Haushalten. Hedwig Höbel wohnte noch inLaudenbach bis zur Deportation. September wurde sie von Würzburgaus nach Theresienstadt deportiert. Es folgte eine weitere Deportation insVernichtungslager Auschwitz. In seinem engen Kolonialwarenladen verkaufte er allerleiKleinzeug, das man im Haushalt so brauchte. Er trug einen langen Bart, war immerdunkel gekleidet.

Er zeigte, dass er ein Chassid, ein frommer Jude war, wie man aufseinem Grabstein in Hebräisch lesen kann. Karoline starb , ihr Mann Lazarus Beide sind imJudenfriedhof bestattet worden. Ich dachte, die jüdischen Friedhöfewurden alle von den Nazis eingeebnet.

Ich kann den hebräischen Text noch gut lesen. Wirnehmen diese Erfahrungen mit Genugtuung nach New York mit. Er berichtete von einem Korn-Treffen inNew York. Im nächsten Brief bekam ich den ganzen Stammbaum der elf überleben- Laudenbach Grabstein von Willi Adler im Judenfriedhof Laudenbach. Er achtete Gott von seiner Jugend an. Er war ein rechtschaffener wahrheitsliebenderMensch.

Benjamin, Sohn von Abraham, gestorben am Lazarus Korn hatte bis zu seinem Tod die Hoffnung nicht aufgegeben, dass seine elf Kinder dem Nazi-Terror entkommen,um einmal in Freiheit und Geborgenheit leben zu können. Sein Anliegen ging inErfüllung. März geboren, wirkte ernach seiner schulischen Ausbildung als Lehrer und Kantor in der KultusgemeindeLaudenbach.

Dieser gründete in Laudenbach das Jugendrotkreuz und bildete die Jugend in Laudenbach. Trotz seines hohen Ansehens und seiner Hilfsbereitschaft war Adlerin der Nazizeit vor Anfeindungen nicht sicher.

Aus gesundheitlichen Gründen mussteer seine sozialen Tätigkeiten einschränken und seinen Beruf als Lehrer aufgeben. Mit seiner Krankheit belastet, wurde Willi Adler am 9. Februar von dunklenGestalten in der Ortsmitte überfallen und schwer misshandelt. Seineletzte Ruhestätte befindet sich im Judenfriedhof. Jakob Hirschenberger, geboren am 4. Mai in Westheim bei Hammelburg. VorJahren konnte man noch den Namen des ehemaligen Besitzers der Mazzebäckereiauf der Giebelseite lesen: Mazze besteht nach dem Gesetz nur aus Mehl und Wasser.

Zur Herstel-lung der Mazze halfen bis zu zehn christliche Saisonkräfte aus dem Ort mit. Der Lohn war für uns eine wichtigeEinnahmequelle.

November wurde Hirschenberger mit anderenMännern nach Dachau in Schutzhaft genommen. Als er krank aus Dachauzurückkehrte, musste er sein Anwesen verkaufen und mit seiner Frau im vorher ei-genen Hause Miete bezahlen. Er war nicht mehr der mit Orden — darunter das Ehrenkreuz der Front-kämpfer — ausgezeichnete Kriegsteilnehmer von , auch nicht der angeseheneGemeinderat und Gönner.

Bekannte undNachbarn bekamen keine Mazze mehr an Pessach geschenkt. Eine Frau im Ort er-zählte mir: Die Zeit, als Juden und Christen noch versuchten, in Frieden zu leben, war nach derPogromnacht endgültig vorbei. Sie gingen mit ihrenGlaubensgenossen durch Würzburg an Menschen vorbei, die sie kannten, aber jetztfremd für Juden geworden waren. Am Verladebahnhof Aumühle stand der Transport- Laudenbach Beide ahnten, dass diese Reise ihr Ende sein würde.

Jakob und Linasahen ihre Kinder nicht mehr. Tochter Rosa schreibt in einem Brief: Max, Bertha und Berthold Hirschenberger konnten sich nach Haifaretten. Tochter Rosa heiratete Adolf Siegel aus Aschaffenburg. Rosa Siegel kehrte nachdem Kriege noch zweimal in den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie schrieb in einemBrief Auch die Per-sonen, denen ich bei meinem Besuch begegnete, waren nicht berührt, mich wiederzu sehen. Die Älteren haben doch alles miterlebt, was in der Nazizeit mit uns Judengeschehen ist.

War das alles schon wieder vergessen? Einer sagte zu mir: Ihr bekommt doch viel Geld als Wiedergutmachung. Höbelarbeitete hauptsächlich für Juden. Er stellte die einfachen Särge aus ungehobeltenBrettern her und setzte auch die von Burschen im Ort immer wieder eingeworfenenFensterscheiben ein.

Die Partei drohte, ihn nach Dachau zubringen. Hirsch wurde, wie alle jüdischen Männer im Ort, am November in Schutzhaft genommen und später nach Dachau gebracht. Neben seiner koscheren Metzgerei lenkte erauch als Vorsitzender der Kultusgemeinde die Geschicke der jüdischen Gemeindevon Laudenbach bis zu seiner Ausreise. Nathan Adler war sehr beliebt bei den Kindern. Mit der Machtergreifung Hitlers erkannte er die unheilvollen Zeichen der braunen Gewalt.

Nathan forderte damalsschon seine Glaubensgenossen auf, Laudenbach zu verlassen. Drei Familien bean-tragten die Ausreise. Es leben heute noch Nachkommen von NathanAdler in Brasilien. Schimpfend machte er das Fenster auf, die Ruhestörer lachten, weil manjetzt seine Glatze sehen konnte, die er tagsüber immer unter einem Hut verbarg. Wenn er den Inhalt gehört hatte, wusste er Bescheid und konnte getrostden Schabbat weiter heiligen.

Wenn Dienstboten ins Haus kamen, war der erste Auftrag,von der Hausfrau angeordnet: Nur saubere Kleidung und Hände waschen! In einemjüdischen Haushalt herrscht bedingungslose Sauberkeit. Am Freitagmittag, wenn dieVorbereitungen für Sabbat erledigt waren, schickte man die Dienstboten nach Hause.

Der Samstag Schabbat war frei. Die Familie Frank konnte bis zur MachtergreifungHitlers gut und zufrieden leben. Was dann geschah, waren die ersten Zeichen imDorf, wie man in Zukunft mit den Juden umgehen würde.

Nathan hatte eine TochterThea, geboren. Sie war behindert und wurde im Alter von 17 Jahren, wie mandamals sagte, weggebracht. Die Eltern mussten mit ansehen,wie auf Anweisung der neuen Machthabern ihre behinderte Tochter abgeholt wurde.

Thea Frank soll mit einem weiteren behinderten Jungen David nach Lohr indie Heil- und Pflegeanstalt gebracht worden sein. Die Nazis begannen schon mit der Aussonderung von geistig und körperlichBehinderten. Behinderte Menschen waren dem Naziregime minderwertige Ge-schöpfe, unwertes Leben. Sie waren auch die ersten Opfer der Nazi-Ärzte, die anihnen medizinische Experimente mit tödlichem Ausgang durchführten.

Wie TheaFrank zu Tode kam, ist unbekannt. Thea Frank aus Laudenbach war das erste Opfer der Euthanasie. Auch das Anwesen der Familie Frank wurde am