Trojanisches Pferd

 

Zwischen dem Wiener Kongress und dem Ausbruch des Krimkriegs erlebte Europa eine einzigartige Friedensperiode, in welcher die Großmächte Russland, Großbritannien, Frankreich, Österreich und Preußen es vermieden, gegeneinander Krieg zu führen.

November um Der osmanische Sultan als politischer Interessenvertreter des Islam und der französische Kaiser — stellvertretend für die Interessen des Katholizismus — wollten sich mit einer russischen Vorherrschaft über die Christen in Palästina keinesfalls einverstanden erklären. Für Dual-Use-Güter, die sich im Rahmen des ballistischen Raketenprogramms nutzen lassen und die entsprechend gelistet sind, gilt das bisherige Ausfuhrverbot fort; Im Übrigen ist eine nationale Genehmigung erforderlich. Im August trafen fast täglich, nach stundenlangem Beschuss der Stellungen mit Sprenggranaten schwerer Artillerie, auf einzelnen Verbandplätzen und mehr Verwundete ein. Fürst Michail Dmitrijewitsch Gortschakow überschritt mit

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Zu den wichtigsten deutschen Exportgütern gehören Maschinen, chemische Erzeugnisse, Lebensmittel und pharmazeutische Produkte. Das deutsch-iranische Handelsvolumen betrug 3,4 Milliarden Euro und war im Vergleich zum Jahr um 0,5 Milliarden Euro gestiegen.

Halbjahr betrug das Handelsvolumen rund 1,5 Milliarden Euro. Davon exportierte Deutschland für rund 1,31 Milliarden Euro und importierte für 0,19 Milliarden Euro. Insbesondere gelten das Waffenembargo und die Beschränkungen für Güter zur Herstellung von Atomwaffen Proliferation weiter fort. Zudem ist die Bereitstellung von Geldern oder wirtschaftlichen Ressourcen an gelistete Personen, Einrichtungen oder Organisationen verboten.

Für Dual-Use-Güter, die sich im Rahmen des ballistischen Raketenprogramms nutzen lassen und die entsprechend gelistet sind, gilt das bisherige Ausfuhrverbot fort; Im Übrigen ist eine nationale Genehmigung erforderlich.

Allerdings nur, wenn die zivile Verwendung sichergestellt ist. Die aktuellen US-Informationen zum Stand nach dem 8. Sie wird in das 7. Ob es wirklich ein Trojanisches Pferd gab, kann mit Gewissheit nicht gesagt werden, jedenfalls nicht so, wie es Vergil in ansprechender und zugleich eindringlich schöner Überlieferung schildert. Man nimmt an, dass bereits in der Antike die Geschichte als Mär aus fernen Zeiten verstanden wurde.

In der modernen Wissenschaft gibt es verschiedene Spekulationen, was das Trojanische Pferd noch hätte sein können. So gibt es die These eines Rammbocks , der zu einem gewissen Grad einem Pferd ähnelte, und dass die Beschreibung der Verwendung dieses Gerätes dann im Mythos durch spätere mündliche Überlieferung — sich der Bedeutung des Namens nicht bewusst — umgewandelt wurde.

Zu dieser Zeit benutzten die Assyrer Belagerungsmaschinen mit Tiernamen. Es wurde auch die Möglichkeit vorgeschlagen, dass tatsächlich ein Erdbeben während des Krieges die Mauern beschädigt hat.

Die antike Zivilisation der griechischen Marine verwendete das Boot wie ein Pferd. Die im Pferd versteckten Helden sind als eine Elitegruppe der Griechen zu sehen. Sie bestand aus den besten freiwilligen Kämpfern, vor allem aus Anführern. Ihre Anzahl schwankt in den verschiedenen Bearbeitungen: Quintus von Smyrna gibt 30 Namen an, aber er sagt, es waren mehr Kämpfer. Antiklos soll schon im Pferd gestorben sein.

Zudem wurde die Hauptstadt Athen besetzt und die griechische Flotte von den Westmächten beschlagnahmt. Es war zwar offiziell unabhängig, die Briten hielten es jedoch politisch an ihrer Leine. März liefen die ersten britischen Kriegsschiffe unter Admiral Charles John Napier in die Ostsee aus, um russische Häfen zu blockieren und um einer möglichen nordischen Allianz zuvorzukommen, die im Rahmen bewaffneter Neutralität zum Schutz ihres Russland-Handels eventuell die Ostseezugänge gesperrt hätte.

Da die russische Flotte sich nicht zum Kampf stellte, wurden in den folgenden Wochen russische Werften und Häfen in Finnland angegriffen oder beschossen. Im August griffen die Alliierten mit etwa Die Besatzung der Festung verfügte zwar über Hunderte von Geschützen, die Verteidigung zur Landseite war aber schwach. Zudem war die Festung noch nicht ganz fertiggestellt. Die Russen unter General Bodisco kapitulierten am Nach Besetzung der Inseln wurden die Forts der Festung gesprengt.

Das Einlaufen britischer Kriegsschiffe in die Ostsee und den Beschuss russischer Häfen verhinderten sie damit nicht. August unternahm ein aus drei Fregatten , zwei Korvetten und einem Dampfschiff bestehender britisch-französischer Schiffsverband einen Angriff auf die russische Stadt Petropawlowsk auf Kamtschatka.

Die Russen hatten nur eine kleine Garnison aus mehreren hundert Mann und 67 Kanonen. Nach langem Beschuss landeten etwa Soldaten südlich der Stadt, wurden jedoch nach schweren Gefechten von Verteidigern abgewehrt und zum Rückzug gezwungen. August landeten weitere Alliierte östlich der Stadt, konnten sich aber ebenfalls nicht gegen Russen durchsetzen. Die Verluste der Russen betrugen etwa Mann, die der Briten und Franzosen waren ungefähr fünfmal höher. September erreichten die verbündeten Briten und Franzosen die Bucht von Jewpatorija nördlich von Sewastopol auf der Krim.

September landeten sie ihre Truppen an und es gingen in der Bucht von Eupatoria britische, französische und osmanische Soldaten an Land. Die französischen Truppenteile waren hingegen gut gerüstet. Er gilt seitdem als der erste moderne Kriegsberichterstatter.

September marschierten die Alliierten landeinwärts, wo sie am Fluss Alma von den Russen unter Fürst Menschikow, der inzwischen Oberbefehlshaber der russischen Truppen geworden war, erwartet wurden. Menschikow hatte eine gut ausgebaute Stellung bezogen. September den ersten Sieg erringen. Der Kriegsberichterstatter Thomas Chenery von The Times berichtete nach der Schlacht von den beunruhigend schlechten sanitären Verhältnissen im britischen Militärspital in Skutari.

Die Leistung des Sanitätsdiensts brach aufgrund der Masse an kranken und verletzten Soldaten schnell zusammen. Anders als bei den französischen Truppen fehlten Krankentragen und Wagen, um Verwundete vom Schlachtfeld abzutransportieren. Überlebende erwartete dort nochmals ein schlecht organisierter Transport in das auf einem Hügel oberhalb des Hafens liegende zentrale Militärlazarett. Sie war aber allein schon durch mangelnde Wasserversorgung ungeeignet. Presseberichte über diese Zustände hatten in England eine enorme Wirkung und offenbarten, dass nicht nur das Kabinett in London und das Sanitärwesen vor Ort, sondern auch allgemein die britische Armee für den Krimkrieg ungenügend vorbereitet waren.

Erstmals gab es jedoch Zeitungsreporter, welche die britische Öffentlichkeit schnell über die Vorkommnisse informierten. Die russische Schwarzmeerflotte hatte sich im Hafen der Stadt versenkt und verhinderte damit einen von See unterstützten Angriff der Alliierten. Die Befestigungsanlagen waren hauptsächlich nach Norden zur Seeseite ausgerichtet.

Durch diesen Korridor konnten sich die Belagerten über Schiffsbrücken und Transportschiffe mit dem Nötigsten versorgen. Eine Eisenbahnlinie vom Zentrum Russlands in den Süden gab es noch nicht, somit wurde die Versorgung Sewastopols immer unzureichender. Die Belagerung war gekennzeichnet durch katastrophale medizinische Zustände bei den Alliierten. Er starb drei Tage danach am September an Bord der Bertholet , die ihn nach Frankreich zurückbringen sollte.

Das sollte selbst unter hohen Offizieren kein Einzelfall bleiben, denn die Ursachen für die bakteriellen Infektionen konnten nicht abgestellt werden. Ein Versuch der Russen, die Belagerung zu beenden, führte am Oktober zur Schlacht bei Balaklawa. Die Russen hatten eine Entsatzarmee aus Bessarabien herangeführt und sich etwa 8 Kilometer entfernt mit Liprandi besetzte die Höhen, und der Weg zum Hafen schien frei zu sein.

Nach dem erfolgreichen Einsatz der schweren Kavalleriebrigade kam es zum Todesritt der Leichten Brigade engl. Charge of the Light Brigade. Das Debakel sollte später zum Mythos der britischen Geschichte verklärt werden. Bei diesem fatalen Angriff, der in der britischen Literatur bis heute ein zentrales Ereignis des Krimkriegs ist, starben von der Mann starken Kavalleriebrigade innerhalb von 20 Minuten durch das russische Geschützfeuer Mann, wurden verwundet.

Gleichwohl führte diese Schlacht nicht zur Aufhebung der Belagerung. Division bei Inkerman an, wurden aber durch heftiges Artilleriefeuer zurückgetrieben. Die Russen verloren Mann, die Briten November versuchten die eingeschlossenen Russen einen Ausfall gegen die britischen Truppen, der zur Schlacht von Inkerman führte.

Die Russen gingen in drei Abteilungen vor. Während General Gortschakow die Franzosen mit Die Russen versuchten, den Briten in die Flanke zu fallen, indem sie die Hügel am nördlichen Ende der britischen Stellung besetzten. Dann griffen französische Zuaven und Fremdenlegionäre die Russen wiederum in der Flanke an und zwangen sie zum Rückzug.

Bei der Errichtung der Festung wurde nicht mit einem Angriff von der Landseite her gerechnet, die Befestigungsanlagen Sewastopols waren auf der Seeseite daher viel stärker ausgebaut. Nachdem die Alliierten am Die russische Seite hatte zudem ihre eher kleinen Soldatenkontingente dort zur Küstenverteidigung positioniert. Trotzdem entschieden sich die britischen und französischen Generale, die Festung und die Stadt nach den klassischen Regeln zu belagern. Admiral Menschikow befahl, die Schwarzmeerflotte abzurüsten und stellte deren Marinesoldaten samt Kanonen zur Verfügung.

Die Alliierten legten ihrerseits Schanzen an und trieben ihre Laufgräben langsam gegen die Festung vor. Nachschub bezogen die Briten über den Hafen von Balaklawa. Rückwärtig von Angriffen der russischen Krim-Armee bedroht, waren sie gezwungen, auch dort Befestigungen anzulegen. Sie führten somit einen Stellungskrieg nach zwei Seiten. Dies geschah, obwohl es bekannt war, dass dort in dieser Jahreszeit heftige Stürme tobten.

Eine spätere Untersuchung zum aufkommenden November-Sturm durch Urbain Le Verrier ergab, dass ein Sturmfeld quer über ganz Europa gezogen war und es mit Hilfe der damals neuen Telegraphie möglich gewesen wäre, das Unwetter für die Krim rechtzeitig vorherzusagen.

Eine täglich veröffentlichte Wettervorhersage gab es damals noch nicht. Während in der Kamiesch-Bucht, dem französischen Ausschiffungspunkt, unter der Kriegs- und Transportmarine noch Ordnung herrschte, machte sich im britischen Nachschubhafen Balaklawa Verwirrung und Willkür breit. Der wolkenbruchartige Regen hatte die ganze Gegend von Balaklawa bis zur Front in einen Sumpf verwandelt und verwüstet.

Die Lazarette waren ebenfalls in Zelten untergebracht. Gegen Mittag trat Schneegestöber ein. Viele Soldaten kamen bis zum darauffolgenden Morgen durch Kälte und Nässe um. Mitten in der Nacht, während aller Schrecken der Natur, begann an der vorgelagerten Front eine heftige Kanonade von den Batterien der Festung Sewastopols aus. In der Nacht zum November brach Cholera aus. Schon zu Anfang Dezember starben im englischen Lager durchschnittlich täglich 80 bis 90 Soldaten.

April begann ein besonders intensiver Beschuss der Stadt. Im Mai standen Ende Mai trafen dazu noch Sardinien hatte am Januar in Turin eine Militärkonvention mit den beiden Westmächten geschlossen.

Das Ziel des Ministerpräsidenten Camillo Cavour war es, die italienische Einigungsbewegung zu fördern und Russland und damit die Heilige Allianz zu bekämpfen. Dadurch sollte die Landkarte Europas im liberal-nationalen Sinn neu gezeichnet werden. Es ging ihm auch darum zu zeigen, dass Sardinien für die Westmächte wertvoller sein könne als Österreich. Diese wiederum vermieden es, der italienischen Sache offiziell Versprechungen zu machen, da Österreich zumindest neutral gehalten werden sollte.

Frankreich schloss sogar am Dezember ein Geheimabkommen mit Österreich ab, dass der Status quo in Italien für die Dauer eines Bündnisses gegen Russland beibehalten werden sollte. Der russische Oberbefehlshaber Menschikow wurde durch Fürst Michael Gortschakow ersetzt, der schon den Angriff auf die Donaufürstentümer und Silistria geführt hatte.

Deshalb begannen Ende April die Vorbereitungen dazu. Der Grund dafür war ein telegraphischer Befehl des französischen Kaisers, die Reserven aus Konstantinopel abzuholen. Dafür wurden die französischen Schiffe benötigt. Das Verhältnis zwischen den Alliierten hatte durch den Abbruch der Expedition gelitten. Canrobert legte, da er trotz aller Anstrengungen keine entscheidenden Erfolge erringen und sich mit den Briten nicht verständigen konnte, am Mai startete die Expedition mit 60 Schiffen, französischen, türkischen und britischen Soldaten.

Kertsch wurde nach Niederringen des leichten Widerstandes besetzt. Ebenso bemächtigten sich die Alliierten der Festung Jenikale , welche auf einer Landzunge nördlich der Stadt liegt und gewannen damit Eingang in das Asowsche Meer. In den folgenden Tagen liefen die leichten Schiffe der Alliierten in dieses Gewässer ein. In den einzelnen russischen Versorgungs-Punkten wie Berdjansk , Mariupol , Taganrog wurden angelandete und die dort eingelagerten Vorräte teils übernommen, teils zerstört.

Kertsch blieb von nun an für die Dauer des Krieges von alliierter Seite ständig besetzt. Infolge des Erscheinens der Flotte der Allianz räumten die Russen nunmehr auch die letzten beiden Punkte, welche sie bisher noch an der kaukasischen Küste innehatten: Die russische Seite empfand diese Niederlage als sehr schmerzlich.

November, William John Codrington. Juli starb der von einem Scharfschützen tödlich verwundete Admiral Nachimow, der bis dahin die Verteidigung der Stadt und ihres Hafens geleitet hatte. Die alliierten Flotten beherrschten das Schwarze Meer, versenkten Transportschiffe und beschossen sowohl militärische Objekte wie die Festung Kinburn als auch zivile Objekte an der Küste.

Oktober die Schiffsformation vor der Festung erschien, befand diese sich in schlechtem Zustand und war nach kurzer Gegenwehr genommen. Dazu wurden Soldaten der Anglo-Französischen Truppen am Diese schnitten die Festung zunächst zur Landseite hin ab. Nach kurzem Widerstand kapitulierte die Besatzung des Forts am Der Angriff auf das Festungswerk stellte in Hinblick auf die Verteidigungsmittel, über welche die Verteidiger verfügten, keine sonderliche Schwierigkeit dar.

Bei diesem wurde zum ersten Mal in der Geschichte gepanzerte Batterien zum Einsatz gebracht. Die französische Flotte war kurz vorher durch drei derlei Schiffe verstärkt worden: Diese schützten gegen Projektile gewöhnlichen damaligen Kalibers.

Zwar kam es bei den Besatzungsmitgliedern durch Geschosse, welche an den Geschützpforten eindrangen zu Todesfällen, die Eisenpanzerung wurde aber trotz vieler Treffer nicht durchschlagen. Der Versuch endete in einem blutigen Massaker, bei dem sie — Soldaten an Verlusten erlitten. Nach dreitägigem Beschuss der Stadt durch britische und französische Geschütze griffen drei französische und zwei britische Divisionen an mehreren Stellen die Festung an.

In der Nacht zum 9. September sprengten russische Pioniere die meisten der Festungsanlagen, da die Festung die Kontrolle des Schwarzmeerhafens von Sewastopol ermöglichte. Dabei verlor sich eine umfangreiche strategische Konzeption des Feldzugs gegen Russland. Die britischen Truppen erlitten bei der Sewastopol-Erstürmung eine empfindliche Niederlage. Während die Verteidiger durch die Angriffswellen der französischen Truppen aus der Malachov-Bastion herausgeworfen wurden, blieb der gleichzeitig unternommene Sturm der Engländer auf den Redan — das zweitwichtige Festungswerk Sewastopols — in den Laufgräben stecken.

Über das Scheitern am Redan war die britische Führung unzufrieden und ungehalten, besonders in Anbetracht des militärisch glorreichen französischen Sieges. Darin liegt einer der Gründe für die dortige ungebrochene Kriegslust. Obwohl die russische Armee insgesamt 1,2 Millionen Soldaten zählte, war diese zu keinem Zeitpunkt in der Lage, auch nur eine Anzahl von Denn sie mussten die Ostseeprovinzen und die baltische Küste gegen eventuelle Anlandungsoperationen der Briten und Franzosen sichern, sie standen vorsorglich mit Truppen im rebellischen Polen, im Süden drohte durch Österreich Gefahr und die kaukasische Front gegen die Türken band zudem Sie zerstörten mit ihren Bombardements die Stadt Sewastopol fast komplett.

Die Generäle beider Seiten opferten rücksichtslos Tausende ihrer Soldaten. Die französischen Streitkräfte trugen im Verlauf zunehmend die Hauptlast der Schlacht. Die russische Seite konnte allgemein nicht auf einen Rückhalt bei der heimischen Krim-Bevölkerung zählen. Achtzig Prozent davon waren Tataren.

Diese bildeten bewaffnete Banden, um den Westmächten zu helfen. Auf dem Weg zur Landenge von Perekop wurden viele aus dem Kriegsgebiet fliehende Russen von diesen Tatarenbanden ausgeraubt und umgebracht. Allerdings waren diese Länder nicht zu bewegen, sich für die versprochenen Gelder in den Krieg mit dem Riesenreich Russland verwickeln zu lassen.

Zeitgleich trafen erste Kriegsberichte ein: Im Gegensatz zu den Landmächten stützte sich England auf eine schlecht bezahlte Freiwilligenarmee, die zudem ein riesiges Kolonialreich zu stützen hatte.

Die aufstrebende Industrie bot alternativ ausreichend Arbeitsangebote und anwerbungserschwerend berichtete die britische Presse ausführlich über das Elend der Kranken und Verwundeten auf der Halbinsel. England fiel nun in diesem Punkt zurück in Zeiten, in denen es viele seine Kriege mit Hilfe fremder Söldner geführt hatte. Für Rekrutierungen kamen vor allem Kleinstaaten in Frage, die keine Auswirkungen von diplomatischen Verwicklungen mit Russland zu fürchten brauchten, wie die Schweiz, Italien und deutsche Fürstentümer.

Sofort war die britische Presse und Bevölkerung — von nationalem Stolz getrieben — in Aufschrei. Aber mehr Sold für die britischen Soldaten hätte zu höheren Lohnforderungen der heimischen Arbeiterschaft geführt. Der spätere Legionär Rodowicz von Oswiecinski schrieb dazu: Man rechnete auf die Schweizer, die ja von Alters her immer Männer bei der Spritze waren, wenn es irgendwo brannte … Man rechnete auf Italiener und Amerikaner, vor allem aber auf die deutschen Landsknechte.

Söldneranwerbung war inzwischen in weiten Teilen Europas verboten. Nur schleppend kam die Aufstellung der Italienischen Legion voran.

Der König von Sardinien hatte zwar die Schirmherrschaft übernommen, da er hoffte dadurch auf englische Kosten seine eigene Armee zu verstärken. Doch seine Untertanen zeigten nur wenig Interesse sich — für seine politischen Ziele — anwerben zu lassen. Ein angeworbenes Kontingent deutscher Freiwilliger auf britischer Seite als Deutsche Legion British-German Legion wurde nach Konstantinopel gebracht, kam jedoch wegen des Endes der Kampfhandlungen nicht mehr zum Einsatz.

Trotzdem ernannte die britische Regierung Richard von Stutterheim zum Generalmajor und betraute ihn danach mit der stark verschleierten Anwerbung und Organisation, da dieser bereits über einschlägige Erfahrungen verfügte.

Bereits seit gab es ein Gesetz, welches das Anwerben von Dienstpflichtigen auf dem Hoheitsgebiet der Eidgenossenschaft verbot und auf alle Schweizer Einwohner ausgedehnt wurde. Noch bevor die British Swiss Legion B. L gegen die russischen Truppen ins Feld ziehen konnte, wurden die Kriegshandlungen eingestellt. Seit Frühjahr wurde sehr lange die Frage diskutiert, ob die westlichen Mächte die Legion als nationale Streitmacht anerkennen würde und ob sie indirekt die Wiederherstellung eines polnischen Nationalstaats fördern würden.

Die Legion trat erst im Herbst in den Dienst ein. Auf dem asiatischen Kriegsschauplatz, auf den die westlichen Alliierten des Osmanischen Reiches nur einige wenige Militärberater entsandt hatten, kämpften die Russen erfolgreicher.

November schlug General Iwane Andronikaschwili mit General Bebutow siegte an der Spitze eines Korps der kaukasischen Armee am 1. Der türkische Befehlshaber in Ostanatolien, Abdi Pascha, wurde daraufhin abgesetzt und vor ein Militärgericht gestellt. Sein Nachfolger wurde Achmet Pascha.

Juni war Andronikaschwili gegen Im Juli drang der russische General Wrangel ins türkische Armenien ein. Juli schlug er eine türkische Division bei Bajesid. August auf Fürst Bebutow. In einer fünfstündigen Schlacht konnten die Russen die türkische Armee zwar schlagen, waren aber aufgrund ihrer eigenen hohen Verluste nicht in der Lage, den Sieg auszunutzen und die wichtige Festung Kars einzunehmen. Omar Pascha, der in den Donau-Fürstentümern so erfolgreich war, informierte daraufhin am Juli die Alliierten, dass er seine Truppen von der Krim nach Kleinasien verlegen würde.

Die Alliierten waren gegen diese Entscheidung und stimmten dem Plan erst im September zu. Obwohl es sicherlich den Kriegsparteien und der Geschichtsschreibung nicht bewusst war, hielt die russische Armee nach dem Fall von Kars mehr Quadratmeilen feindlichen Terrains besetzt als umgekehrt die Seemächte.

Die Eroberung der Festung hat die russische Staatsführung geneigter für Friedenssondierungen gemacht.

Dieser Sieg schien, den militärischen Ehrbegriffen der damaligen Zeit entsprechend, die Niederlage von Sewastopol wett zu machen. Für Napoleon und die französische Öffentlichkeit bedeuteten die Ereignisse auf diesem Kriegsschauplatz wenig, da seine Sicherung stillschweigend den Briten überlassen worden war.

Für die französische Seite war ihre seit der Schlacht von Waterloo diskreditierte Ehre durch die Eroberung der in der Schwarzmeerregion beherrschenden Malachov-Bastion Sewastopol wiederhergestellt.

Damit war ein wichtiges Friedenshindernis ausgeräumt. Denken in Kategorien militärischer Ehre und Schmach, das mit der Wandlung des Kriegsbildes seine Wirkungskraft verloren hat, war im Krimkrieg — in den Formen wie er bis ausgetragen wurde — für das politische Kalkül bei allen Kriegsparteien beherrschend und ist für die Beurteilung der Ereignisse zu berücksichtigen.

Seine Generäle rieten aber von einem solchen Abenteuer ab. Auch die Stimmung in Frankreich war wegen der Dauer des Feldzuges und der hohen Verluste umgeschlagen. Zudem hatte Österreich mittlerweile gedroht vollumfänglich gegen das Zarenreich in den Krieg einzutreten und Russland war komplett in eine politisch isolierte Situation geraten.

Darin wurde die Integrität und Unabhängigkeit des Osmanischen Reiches erklärt. Die Schifffahrt auf der Donau wurde freigegeben, die Kommission der Donau-Uferstaaten gegründet und das Schwarze Meer zu einem neutralen Gebiet erklärt. Durch den Krimkrieg zerfiel endgültig das auf dem Wiener Kongress geschaffene politische System. Seine Krim-Niederlage offenbarte der Welt, wie rückständig Russland in vielen Bereichen tatsächlich war.

Es änderte sich damit der Charakter der internationalen Diplomatie. Diese hatte, allgemein gesagt, die Bewahrung des Friedens zum Ziel, und Bündnisse waren eher defensiven Charakters: Revolutionen und Hegemonien sollten verhindert werden. Nach dem Krieg hingegen wurden die Bündnisse offensiv und die Diplomatie diente der Kriegsvorbereitung.

Allerdings sollte die Zeit vor dem Krimkrieg nicht zu positiv dargestellt werden, und mit dem Berliner Kongress kehrte das Konzert der Mächte wieder, wenn auch abgeschwächt. In England war ein Vertrauensverlust in den britischen Adel eingetreten durch die Sorglosigkeit der adeligen Offiziere im Krimkrieg. Der Krimkrieg beendete die starke Rolle, die Russland nach den Koalitionskriegen in Europa gespielt hatte.

Russlands Niederlage legte offen, wie rückständig das Land in der Technik und in seiner ganzen Struktur war.